30. September 2019 / 09:48 Uhr

96-Meinung: Die Roten müssen wieder heimstark werden

96-Meinung: Die Roten müssen wieder heimstark werden

Uwe von Holt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der letzte 96-Heimsieg war ein 3:0 gegen Freiburg: Hier bejubeln Waldemar Anton und Co. das 1:0.
Der letzte 96-Heimsieg war ein 3:0 gegen Freiburg: Hier bejubeln Waldemar Anton und Co. das 1:0. © imago images
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Eine Macht auf eigenem Platz ist Hannover 96 in dieser Saison nicht gerade. Heimstärke ist allerdings ein Schlüssel zum Erfolg, meint SPORTBUZZER-Redakteur Uwe von Holt.

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Das Wetter spielt mit, das ist eine freundliche Vorhersage für heute Abend – zum Anpfiff des Spiels gegen Nürnberg soll es in der HDI-Arena 14 Grad warm sein, und der Regen hört auch so rechtzeitig auf, dass keiner der knapp 30 000 erwarteten Zuschauer nass wird, auch nicht auf dem Heimweg. Meteorologisch perfekte Voraussetzungen für ein Fußballfest, wenn man mal davon absieht, dass es nicht Flutlicht-Freitag, sondern Flutlicht-Montag mit folgendem Arbeits- und Schultag ist, fehlt nur noch ein Heimsieg.

Das allerdings ist ein echtes Problem. 96 ist Letzter der Zweitliga-Heimtabelle, hat in drei Versuchen zu Hause noch nicht gewonnen und passt sich dem Fremdel-Trend des deutschen Profifußballs an. In der 1. Liga hat am Wochenende nicht eine Heimmannschaft gewonnen, in der 2. Liga nur drei.

Das liegt bei vielen Klubs an der spielerischen Qualität, es fehlt an Tempo, Ideen und Einzelkönnern, die sich nicht ausbremsen lassen von den müden Bemühungen ihrer Kollegen, ein gefährliches Angriffsmuster aufzuziehen. Kontern ist einfacher, auch für 96 – die beiden Siege dieser Saison gelangen auswärts.

Diese Spieler und Trainer waren für Hannover 96 und den 1. FC Nürnberg aktiv:

Hanno Balitsch: Von 2005 bis 2010 bei Hannover 96. Von 2012 bis 2014 beim 1. FC Nürnberg. Zur Galerie
Hanno Balitsch: Von 2005 bis 2010 bei Hannover 96. Von 2012 bis 2014 beim 1. FC Nürnberg. ©
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Stuttgart und HSV zeigen, wie es geht

Wird Zeit, dass sich da was dreht in Hannover. Heimsiege sind Pflicht für den Aufstieg, den 96-Trainer Mirko Slomka trotz des wankelmütigen Starts weiterhin für möglich hält, und wären förderlich zur Verbesserung des Klimas bei den skeptischen Fans.

Stuttgart (12 Heimpunkte) und der HSV (10 Heimpunkte) an der Spitze machen es vor, und Slomka weiß ja aus Erfahrung, wie wohltuend heimische Erfolge sind. In der Bundesliga-Saison 2011/2012 blieb er mit 96 zu Hause 17-mal ungeschlagen – 37 Heimpunkte führten zum zweiten Mal nach Europa.

Mit Hormonen zum Heimsieg?

Dabei lechzen männliche Profikörper von Natur aus nach Heimsiegen. Wissenschaftler der nordenglischen Universität Northumbria haben mit Speicheltests herausgefunden, dass das Sexualhormon Testosteron junge Kicker bei Heimspielen geradezu flutet – das fördert ein aggressives Revierverhalten, wichtig in Zweikämpfen und für konsequente Abschlüssen. Andere Forscher sehen aber auch eine Heimgefahr: So könnte ein möglicher Testosteronüberschuss Fußballer dazu bringen, überhart zu spielen oder in Größenwahn zu verfallen.

Das hormonelle Risiko sollte 96 heute trotzdem eingehen, drei Punktepillen sind in der schwierigen Lage wichtiger als die Risiken auf dem Beipackzettel.

Das sind die neuen Marktwerte der Spieler von Hannover 96

Ron-Robert Zieler: 2,5 Millionen Euro (-2 Millionen Euro bzw. -44%) Zur Galerie
Ron-Robert Zieler: 2,5 Millionen Euro (-2 Millionen Euro bzw. -44%) ©

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