10. Februar 2020 / 09:39 Uhr

Kommentar: So ist der freie Fall von Hannover 96 zu stoppen

Kommentar: So ist der freie Fall von Hannover 96 zu stoppen

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die 96-Mannschaft feiert nach dem Spiel in Fürth mit den Fans.
Die 96-Mannschaft feiert nach dem Spiel in Fürth mit den Fans. © imago images / Zink
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Es ist ein Licht zu erkennen in der Dunkelkammer 96, speziell die jungen Spieler gehören zu den Gewinnern von Fürth. Dennoch gibt es noch immer viel zu tun, kommentiert Dirk Tietenberg. 

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Die Fürther Probleme hätte 96 auch nicht gern. „Greuther klingt wie kacke“ hatten die Fans auf ihre Plakate geschrieben. Es läuft gerade eine Kampagne, die Ortsbezeichnung „Greuth“ aus dem Klubnamen der Spielvereinigung zu streichen. Wenn die eigene Profimannschaft in der 96. Minute das 3:1 durch einen 18-Jährigen erzielt, muss niemand bei Hannover 96 über eine Umbenennung nachdenken.

Beim Hannoverschen Schussel-Verein kehrte endlich der Dusel zurück – und die Perspektive, dass es aufwärts gehen kann statt nur abwärts wie in den vergangenen Wochen, Monaten, fast Jahren. Die beiden Teenager Linton Maina und Simon Stehle stehen zwar erst am Anfang einer Karriere (der eine mehr als der andere), aber es ist ein Licht zu erkennen in der Dunkelkammer der 2. Liga.

Roten in Noten: So waren die 96-Profis gegen Greuther Fürth in Form

<b>Ron-Robert Zieler</b>: Nach dem Patzer, der gegen Wiesbaden zuletzt den Sieg kostete, diesmal stark. Hält vor der Pause mehrfach die Führung mit Klasseparaden fest – und dann auch noch den Elfmeter von Hrgota. Note 1 Zur Galerie
Ron-Robert Zieler: Nach dem Patzer, der gegen Wiesbaden zuletzt den Sieg kostete, diesmal stark. Hält vor der Pause mehrfach die Führung mit Klasseparaden fest – und dann auch noch den Elfmeter von Hrgota. Note 1 ©
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Das waren die Choreos der Fans von Hannover 96 der letzten Jahre:

Die 96-Fans präsentierten eine aufwendige Choreo für den Pokalheld Jörg Sievers, der Anfang Januar 2020 nach 30 Jahren bei Hannover 96 dem Ruf von Daniel Stendel nach Schottland folgte. Zur Galerie
Die 96-Fans präsentierten eine aufwendige Choreo für den Pokalheld Jörg Sievers, der Anfang Januar 2020 nach 30 Jahren bei Hannover 96 dem Ruf von Daniel Stendel nach Schottland folgte. ©

Hannover hat einen Sieg gefeiert, was in diesem Jahr schon bemerkenswert genug ist. Die Mannschaft hat außerdem die Fans zurückgewonnen durch das Spektakel in Fürth. Die jungen Gewinner des Spiels könnten die vielen Probleme überlagern, vielleicht sogar unbewusst helfen, sie zu überwinden.

Es gibt viel zu tun bei Hannover 96

Denn Probleme gibt es viele. Die Verletzungen, die Ausfälle, die Kopfballschwäche und nicht zuletzt den klubinternen Streit zwischen Boss Martin Kind und einem Teil der Fans.

Wenn jetzt in allen Bereichen so leidenschaftlich füreinander gearbeitet wird wie in Fürth in Unterzahl, dann lässt sich der freie Fall aufhalten. Es gibt viel zu tun bei 96. Der Aufwand, den die Mannschaft in Fürth betrieb, hat gezeigt, dass es sich lohnen kann.

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