09. Februar 2020 / 15:59 Uhr

96-Meinung: Diesmal war endlich der unbedingte Siegeswille zu spüren

96-Meinung: Diesmal war endlich der unbedingte Siegeswille zu spüren

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hannover 96 hat sich durch den Auswärtssieg bei Greuther Fürth etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. 
Hannover 96 hat sich durch den Auswärtssieg bei Greuther Fürth etwas Luft im Abstiegskampf verschafft.  © imago images/Zink
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Hannover 96 hat durch den 3:1-Sieg bei Greuther Fürth ein deutliches Lebenszeichen im Abstiegskampf gesendet. Von der ersten bis zur letzten Minute war der pure Siegeswille zu spüren - und genau das macht am meisten Hoffnung für eine ruhige Zukunft, meint SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Szemkus. 

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Gegen Wiesbaden hatten Hannovers Profis noch ein Mentalitätsproblem. Diesmal warf sich 96 richtig rein, allen voran Ron-Robert Zieler. Gegen Wehen noch die Punkte verschenkt, als er in die Luft faustete vorm 2:2 - diesmal hielt er dafür die Punkte fest. Erst mit richtig guten Reflexen, weil die Kollegen die Ecken nicht vernünftig klären konnten. In der zweiten Halbzeit auch beim Hrgota-Elfmeter. 96 sendet ein Lebenszeichen im Abstiegskampf - 3:1, und das trotz einiger Schwierigkeiten am Ende absolut verdient.

Roten in Noten: So waren die 96-Profis gegen Greuther Fürth in Form

<b>Ron-Robert Zieler</b>: Nach dem Patzer, der gegen Wiesbaden zuletzt den Sieg kostete, diesmal stark. Hält vor der Pause mehrfach die Führung mit Klasseparaden fest – und dann auch noch den Elfmeter von Hrgota. Note 1 Zur Galerie
Ron-Robert Zieler: Nach dem Patzer, der gegen Wiesbaden zuletzt den Sieg kostete, diesmal stark. Hält vor der Pause mehrfach die Führung mit Klasseparaden fest – und dann auch noch den Elfmeter von Hrgota. Note 1 ©

Haraguchi und Teuchert überzeugen in der Offensive

Geschenkt, dass Fürth lange eigentlich die kontrollierende Mannschaft war. Die 96-Profis machten es mit dem Herz wett, dass sie in dieser Saison oft vermissen ließen. Sie taten dem Aufstiegskandidaten weh (4 gelbe Karten, dazu Gelb-Rot für Elez) und waren vorne eiskalt und effektiv, auch trotz vermeintlicher Sturmprobleme wegen der Ausfälle von Guidetti und Weydandt. Besonders gut nach vorne: die Torschützen Genki Haraguchi und Cedric Teuchert. Und wie schön die Geschichte, dass 96-Toptalent Simon Stehle beim Profidebüt die Entscheidung schlussendlich eintütet mit seinem Treffer!?

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Der unbedingte Siegeswille entfacht neue Hoffnung

Dass 96 eine der teuersten Mannschaft der 2. Liga hat, ist nicht neu – die qualitativen Probleme mitunter in dieser Saison auch nicht. Aber diesmal war endlich der unbedingte Siegeswille bei den Profis zu spüren. Von Minute eins bis zur fünften Minute der Nachspielzeit. Und genau das macht wirklich am meisten Hoffnung im Abstiegskampf und für eine ruhige Zukunft. Und die drei Punkte sowieso!

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