08. Februar 2022 / 16:47 Uhr

Kommentar: Wo ist der Master-Plan für eine erstklassige 96-Zukunft?

Kommentar: Wo ist der Master-Plan für eine erstklassige 96-Zukunft?

Uwe von Holt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nach zuletzt zwei ernüchternden Spielen ist die Stimmung bei 96 leider schon wieder gekippt.
Nach zuletzt zwei ernüchternden Spielen ist die Stimmung bei 96 leider schon wieder gekippt.
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Nach zwei zuletzt ernüchternden Spielen ist die Stimmung vieler Fans von Hannover 96 schon wieder gekippt. Ihnen fehlt beim Blick auf die aktuellen Entwicklungen eine Perspektive, die mittelfristig wieder nach oben schauen lässt, kommentiert Uwe von Holt.

Das Schöne am Fußball, vor allem für die Fans, sind ja die Kurzweiligkeit beim Zuschauen und danach die wendige Flexibilität in der Beurteilung von Lage und Leistungen.

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Noch vor Kurzem galt zum Beispiel der frisch ernannte 96-Trainer Christoph Dabrowski als Heilsbringer in der Abstiegsnot, der nebenbei sogar Pokalwunder gegen Bundesliga-Stars vollbringen kann. Die Mannschaft, die sich klar gegen Vorgänger Jan Zimmermann und deutlich für den braven Reserve-Trainer Da­brows­ki als Nachfolger ausgesprochen hatte, schien endlich ihr wahres Potenzial auszureizen, auch das Glück kehrte zu den plötzlich Tüchtigen zurück.

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Nach zuletzt zwei ernüchternden Spielen ist die Stimmung leider schon wieder gekippt. Die Nullnummer gegen Dresden und die chancenlose Pleite in Heidenheim sorgten in besorgten Fankreisen für erste Kritik an Dabrowskis taktischen Fähigkeiten – vor allem im Umgang mit dem verkorksten Sturm.

Und auch die Qualität einiger von Manager Marcus Mann abgewickelter Transfers wird leise infrage gestellt, ganz frisch festmachen kann man das tatsächlich am bisher enttäuschenden Angreifer Cedric Teuchert.

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Wie sieht der 96-Schnitt nach den nächsten Spielen aus?

Noch nichts zu bemängeln gibt es an den Zahlen, Dabrowskis Schnitt liegt immer noch bei knapp 1,7 Punkten, nach den beiden nächsten Spielen gegen den Ersten (Darmstadt) und den Zweiten (St. Pauli) muss da aber wohl neu gerechnet werden.

Vielen 96-Freunden fehlt viel mehr als die mühsame Sicherung des Klassenerhalts eine Perspektive, ein fundierter Master-Plan für eine erstklassige Zukunft. Fest steht bisher ja nur: Brauchen wird 96 für nächste Transferperiode Geld und eine Menge guter Ideen.

Und einen Trainer, der hoffentlich im Hintergrund bereits mehr regelt, als nur wie ein lieber Kumpel Stimmung und Wohlbefinden seiner launischen Spieler zu steigern.

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