15. Januar 2020 / 15:51 Uhr

96-Meinung: Auf dem Weg zum Umbau verliert Kind einzig und allein Zeit

96-Meinung: Auf dem Weg zum Umbau verliert Kind einzig und allein Zeit

Carsten Bergmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jan Schlaudraff (rechts) steht im Schatten von Boss Martin Kind (links). 
Jan Schlaudraff (rechts) steht im Schatten von Boss Martin Kind (links).  © imago images/Fotomontage
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Sportdirektor Jan Schlaudraff erlebt die aktuellen Probleme von Hannover 96 nur noch als Nebendarsteller. Dieses Prozedere kann auf Dauer nicht gut gehen – die Konkurrenz wie Nürnberg lacht sich schon schlapp. 96 braucht in diesem Fall endlich eine klare Entscheidung, meint Hannover-Sportchef Carsten Bergmann. 

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Eigentlich lässt sich das 96-Dilemma auf eine grundlegende Frage reduzieren: Vertraue ich meinem Sportchef oder tue ich es nicht? Der Bundesliga-Absteiger taumelt auf Rang 13 durch die Zweitklassigkeit, beackert Baustellen in nahezu allen Mannschaftsteilen, bis hinunter ins Nachwuchsleistungszentrum fehlt ein klarer Masterplan – und Jan Schlaudraff erlebt das Ganze nur noch als Nebendarsteller.

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Der Sportmanager dient aktuell einzig als Erfüllungsgehilfe. Ein Zustand, der für keine Seite haltbar scheint. Vertraue ich meinem Sportchef, dann gehört dazu ein klar skizzierter Verantwortungsbereich inklusive Budgetrahmen.

Eine Galerie zum Schmunzeln und für Nostalgiker: Das sind die größten Kuriositäten aus der Geschichte von Hannover 96!

Der Schnee stoppt den Ball vor der Linie, Gelb-Rot binnen weniger Sekunden aufgrund des Torjubels, ein Trainer ohne Lizenz oder ein verbotenes Reißverschluss-Trikot? Das alles gab es wohl nur bei Hannover 96. Im Laufe der Jahrzehnte haben die Roten für Lacher, Kopfschütteln oder Kuriositäten gesorgt. Wir haben die besten Momente herausgesucht und zusammengestellt.  Zur Galerie
Der Schnee stoppt den Ball vor der Linie, Gelb-Rot binnen weniger Sekunden aufgrund des Torjubels, ein Trainer ohne Lizenz oder ein verbotenes Reißverschluss-Trikot? Das alles gab es wohl nur bei Hannover 96. Im Laufe der Jahrzehnte haben die Roten für Lacher, Kopfschütteln oder Kuriositäten gesorgt. Wir haben die besten Momente herausgesucht und zusammengestellt.  ©

Keine Lehren aus der Heldt-Trennung

Vertraue ich ihm nicht, dann macht es erst recht keinen Sinn, ihm die Zukunftsvision eines ganzen Vereins anzuvertrauen. Das Ende ist absehbar, auf dem Weg zum so eminent wichtigen 96-Umbau im Sommer verliert Geschäftsführer Kind einzig und allein Zeit.

Eigentlich hätte die schmutzige Heldt-Scheidung auf Raten Lehre genug sein sollen. Ist sie scheinbar nicht. Kind, der 96 konsequent wie ein Wirtschaftsunternehmen führen will, lässt ausgerechnet in diesem Bereich die Gesetze des Marktes außen vor. Er stellt Schlaudraff kalt, macht Kocak stark, im Hintergrund trifft er alle zentralen Entscheidungen.


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Eine Entscheidung muss her

Alle arbeiten nebeneinanderher mit gefühlt täglich wechselnden Klauselvorgaben und ohne finanzielle Vorstellungen vom Machbaren – und die Konkurrenz wie Nürnberg lacht sich schlapp. Ernsthaft: 96 braucht in dieser Sache eine klare Entscheidung.