11. September 2021 / 15:48 Uhr

Kommentar: Taktik, spielerische Qualität und Kampf - so gut war 96 lange nicht

Kommentar: Taktik, spielerische Qualität und Kampf - so gut war 96 lange nicht

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Überzeugte gegen St. Pauli mit Kampf und Leidenschaft: 96-Kapitän Marcel Franke.
Überzeugte gegen St. Pauli mit Kampf und Leidenschaft: 96-Kapitän Marcel Franke. © dpa
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Hannover 96 hat am Samstag gegen den FC St. Pauli eine starke Leistung gezeigt und verdient mit 1:0 gewonnen - und das gegen einen Gegner, der zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten gehört. Man sollte jetzt nicht in Euphorie verfallen, aber eine breitere Brust ist allemal angebracht, meint SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Szemkus. 

So gut war 96 lange nicht! Und genau deshalb bringt der Sieg gegen St. Pauli mehr als „nur“ drei Punkte. Dieser Sieg macht Mut, dass die Saison nicht so mau weiterläuft, wie sie begonnen hat. 96 hat sich, scheint es, in der Länderspielpause tatsächlich ein Stück weit neu erfunden. Und brachte vor 16.000 Fans die PS endlich auch auf die Strecke.

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Taktik, spielerische Qualität und Kampf - alles stimmte, und das gegen einen Gegner, der zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten gehört. 96 war in allen wichtigen Belangen auf Augenhöhe - mindestens.

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So kann der Umbruch früh Früchte tragen

Die Neuen wie Ondoua und auch Hinterseer hinterließen gleich einen guten Eindruck. Beim starken Beier, der zumindest schon ein paar Tage länger in Hannover ist, zahlte sich Zimmermanns Mut für dessen Startelf-Debüt aus. Auch Börner, Kerk und Co. machten es richtig gut, da fiel den älteren 96-Hasen ebenfalls alles leichter. Wenn dann sogar der eher offensiv versierte Maina regelmäßig mit nach hinten arbeitet, ist das auch ein Zeichen für eine funktionierende Mannschaft.

Das reichte gegen St. Pauli, auch wenn das Ergebnis unnötig knapp blieb. Diese Qualität wird vor allem aber dafür reichen, dass der anvisierte Umbruch früh Früchte tragen kann und 96 sich schnell aus den unteren Tabellenregionen rausarbeiten wird. Der Sieg ist noch kein Grund für Euphorie, aber für eine breitere Brust allemal. So gut war 96 lange nicht.