20. Juli 2019 / 09:31 Uhr

96-Meinung: Das Millionengrab an der Stammestraße 

96-Meinung: Das Millionengrab an der Stammestraße 

Carsten Bergmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Das Vereinssportzentrum droht zum Millionengrab zu werden.
Das Vereinssportzentrum droht zum Millionengrab zu werden. © Florian Petrow / Christophe Gateau/dpa
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Der Breitensportverein Hannover 96 steuert der Zahlungsunfähigkeit entgegen. Der neu gewählte Präsident Sebastian Kramer schweigt gegenüber der Öffentlichkeit und seinen Abteilungsleitern. In diesem Gebilde kann kein Vertrauen wachsen, meint Hannover-Sportchef Carsten Bergmann.

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Sie sind mit großen Worten angetreten, wollten den Wechsel, wollten mehr Transparenz und wollten bessere und demokratischere Strukturen schaffen. Die einstige Kind-Opposition steht nun in der Verantwortung – und kommt nicht allzu gut damit zurecht. Einen Verein mit fast 5000 Aktiven zu führen, das geht nicht einfach so. Dazu droht das neue Vereinssportzentrum an der Stammestraße ein Millionengrab zu werden.

Bilder von der Eröffnung des neuen Vereinssportzentrums von Hannover 96

Impressionen von der Eröffnung des neuen Vereinssportzentrums von Hannover 96. Zur Galerie
Impressionen von der Eröffnung des neuen Vereinssportzentrums von Hannover 96. ©
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Auch Kind muss sich Vorwürfe gefallen lassen

Eine nachhaltige Idee, wie die Mitgliederzahlen so gesteigert werden sollen, um das Ganze zu refinanzieren, ist nicht erkennbar. Diesen Vorwurf müssen sich auch Martin Kind und die beiden hauptamtlichen Geschäftsführer gefallen lassen. Sebastian Kramer und Ralf Nestler waren in die Prozesse als Aufsichtsräte involviert. Sie wussten also im Detail, welche unglaubliche Aufgabe es sein wird, in einem brutalen Verdrängungswettbewerb wie der Fitnessbranche neue Mitglieder zu gewinnen. Die Analyse wird zeigen müssen, wo die Fehlplanung begonnen hat.

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Der Präsident schweigt

Aber schon jetzt droht ein gewaltiges Szenario: Der Breitensportverein Hannover 96 steuert der Zahlungsunfähigkeit entgegen. Und der neue Präsident? Der schweigt. Gegenüber der Öffentlichkeit und gegenüber seinen Abteilungsleitern. In diesem Gebilde kann kein Vertrauen wachsen. Doch war das nicht genau der Grund, warum sie Martin Kind vor knapp vier Monaten ablösen wollten?

Begehung der Baustelle des neuen Vereinssportzentrums von Hannover 96 an der Stadionbrücke

Begehung der Baustelle des neuen 96-Vereinssportzentrums an der Stadionbrücke mit Martin Kind (von links), den Leistungssportlern Angelina Köhler, Christian Haupt und Eike Onnen, der Leiterin der Fitnessabteilung Sarah Matula sowie Horst Heldt und Geschäftsführer Frank Feldmann. Zur Galerie
Begehung der Baustelle des neuen 96-Vereinssportzentrums an der Stadionbrücke mit Martin Kind (von links), den Leistungssportlern Angelina Köhler, Christian Haupt und Eike Onnen, der Leiterin der Fitnessabteilung Sarah Matula sowie Horst Heldt und Geschäftsführer Frank Feldmann. ©

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