24. September 2021 / 10:31 Uhr

Mirko Slomka über erstes Aus als 96-Profitrainer: "Eindeutig mein Fehler"

Mirko Slomka über erstes Aus als 96-Profitrainer: "Eindeutig mein Fehler"

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mirko Slomka blickt selbstkritisch auf das Ende seiner ersten Amtszeit als Profitrainer bei 96 zurück.
Mirko Slomka blickt selbstkritisch auf das Ende seiner ersten Amtszeit als Profitrainer bei 96 zurück. © IMAGO/Sven Simon
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In einem Podcast hat sich Mirko Slomka selbstkritisch über das Ende seiner ersten Amtszeit als Profitrainer von Hannover 96 geäußert. "Das ist eindeutig mein Fehler gewesen", sagte der 54-Jährige. Der Anfang vom Ende sei sein Kokettieren mit einem Wechsel zum FC Bayern gewesen.

Nach seinem zweiten Aus als Profitrainer von Hannover 96 ist es wieder ruhig um Mirko Slomka geworden, mal abgesehen vom Gerücht im Mai, dass er als Sportlicher Leiter zu den Roten zurückkehren könnte. Der 54-Jährige ist seither nicht mehr in verantwortlicher Position in der Bundesliga tätig, sondern als TV-Experte.

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Im Sport1-Podcast Leadertalk hat der gebürtige Hildesheimer im Gespräch mit Mounir Zitouni nun auf seine bisherigen Trainerstationen zurückgeblickt - und auch auf sein erstes Engagement bei 96, vor allem auf das eher unrühmliche Ende mit der Trennung während des Weihnachtsurlaubs nach den Europapokal-Abenteuern zuvor. "Das ist eindeutig mein Fehler gewesen", sagte Slomka rückblickend.

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Sein Fehler, weil er eine Zeit lang zuvor mit einem Wechsel zum FC Bayern kokettiert habe. "Ich habe in Hannover gespürt, dass die Fans mich nicht mehr akzeptieren, weil ich meinen Vertrag nicht sofort verlängert habe", sagte Slomka. "Das war ein ganz großer Fehler. Das war vielleicht der größte Fehler meiner Karriere, weil ich möglicherweise heute noch da wäre."

Bereits einige Monate zuvor hatte Jörg Schmadtke die Roten verlassen. Als Konsequenz aus dem angespannten Verhältnis zu Slomka? "Ich hatte nie einen Streit mit Jörg Schmadtke, damit will ich mal aufräumen. Wir hatten unterschiedliche Meinungen, das ist ganz wichtig", betonte Slomka jetzt.

Auch auf sein Verhältnis zu 96-Boss Martin Kind wurde der 54-Jährige angesprochen. "Wir haben uns nie geduzt, was speziell ist. Dennoch habe ich immer das Gefühl, wenn wir telefonieren oder uns sehen, dass wir uns nah sind", berichtete Slomka, der seine Zukunft durchaus noch an der Seitenlinie sieht. "Ich bin irre gerne Trainer." Er habe sich aber "Gedanken gemacht, ob ich darüber hinaus Aufgaben im Fußballumfeld übernehmen könnte, Aufgaben mit Management-Aspekten zum Beispiel. Meine Erfahrungen könnten auch da eine Rolle spielen."