03. April 2017 / 07:58 Uhr

Hannover 96: Mit neuem Sicherheitssystem zum Erfolg – auch gegen Nürnberg?

Hannover 96: Mit neuem Sicherheitssystem zum Erfolg – auch gegen Nürnberg?

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die 96-Profis Kenan Karaman, Edgar Prib, Miiko Albornoz und Philipp Tschauner bejubeln den Sieg gegen Union Berlin.
Die 96-Profis Kenan Karaman, Edgar Prib, Miiko Albornoz und Philipp Tschauner bejubeln den Sieg gegen Union Berlin. © Sielski
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Mehr Absicherung: Hannover 96 ließ gegen Union Berlin kaum Konter und Torchancen zu. Auch wenn sich einige Automatismen unter Neu-Trainer André Breitenreiter noch einspielen müssen, will der Coach „den Schwung mitnehmen und mit aller Macht den nächsten Sieg schaffen“.

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Der perfekte Tag ging für den 96-Trainer genau wie für viele Fans zu Ende – André Breitenreiter war mit Freunden beim Nachbarn zum Grillen eingeladen. Breitenreiter konnte es genießen. „Auch wenn ich bald den Laptop aufgeklappt habe, um das nächste Spiel vorzubereiten.“

Morgen geht’s ja schon gegen Nürnberg weiter – und beim Blick auf die Tabelle wird klar, wie wichtig es ist, mit drei Punkten nachzulegen. Trotz des super-wichtigen 2:0-Siegs gegen Union (hier geht's zum Spielbericht) bleibt 96 Vierter, mit einem Zähler Rückstand auf die drei punktgleichen Mannschaften Stuttgart, Braunschweig und Berlin.

96 ist wieder ganz nah dran, mehr aber noch nicht. „Union war bis vorher die beste Mannschaft, jetzt sind wir auf Augenhöhe“, lacht Breitenreiter. Die Berliner pressten in der ersten Hälfte brutal stark, die von Breitenreiter geplanten und geübten fußballerischen Lösungen bei der Spieleröffnung fand 96 nicht: „Da muss man auch mal lange Bälle spielen, die aber besser festmachen, damit sich Räume ergeben.“ Anders als unter Ex-Trainer Daniel Stendel ließ 96 aber kaum Konter und Torchancen zu. Weniger wildes Pressing, mehr Absicherung auch auf den Außenpositionen – 96 blieb ruhig.

„Die Abstände kurz halten“ zwischen den Spielern, das ist die Vorgabe. Zwischen Miiko Albornoz und Edgar Prib links und Oliver Sorg und Felix Klaus rechts funktionierte das ordentlich. Weil er gegen die kopfballstarken Berliner in Luftduellen Vorteile haben sollte im Vergleich mit Waldemar Anton, entschied sich der Trainer für Florian Hübner in der Innenverteidigung.

Das Zweitliga-Spitzenspiel: Hannover 96 empfängt Union Berlin.

Die etwas andere Perspektive aufs ausverkaufte Niedersachsenstadion. Zur Galerie
Die etwas andere Perspektive aufs ausverkaufte Niedersachsenstadion. ©

Die Roten in Noten gegen Union Berlin von Christian Purbs

Philipp Tschauner bleibt die Nummer eins. Zur Galerie
Philipp Tschauner bleibt die Nummer eins. ©

Dazu soll eine von Breitenreiter so genannte „Rest-Verteidigung 3 + 1“ von drei Abwehrspielern und einem defensiven Mittelfeldspieler immer „die letzte Zone absichern“. Die Würdigung von Niclas Füllkrug: „Wir haben hinten so sicher gestanden wie nie in dieser Saison.“

Nach zäher erster Halbzeit fiel mit dem Tor von Füllkrug (54.) „der Rucksack bei den Spielern ab“, lobt Breitenreiter. Es gelangen direkte Kombinationen wie in der 72. Minute, als die Zuschauer mit jedem geglückten Zuspiel vor Überraschung lauter klatschten, weil sie es kaum glauben konnten.

Trotzdem hakte es noch oft bei Ballbesitz. Bei aller Qualität im Kader, „wir sind nicht der FC Barcelona“, sagt Breitenreiter. So verhalf ein Eigentor zum 2:0 (67.). „Es ist normal, dass noch nicht alles geklappt hat“, sagt Breitenreiter. Das neue 96-Betriebssystem muss sich noch einspielen. Schon morgen soll sein Team „den Schwung mitnehmen und mit aller Macht den nächsten Sieg schaffen“. Es soll auch wieder Grillwetter geben.

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