11. Juni 2021 / 11:42 Uhr

Mit Mann wird's konkret: 96-Sportchef in spe fehlt nur noch Hoffenheims Freigabe

Mit Mann wird's konkret: 96-Sportchef in spe fehlt nur noch Hoffenheims Freigabe

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Allem Anschein nach wird er der neue Sportchef von Hannover 96: Marcus Mann.
Allem Anschein nach wird er der neue Sportchef von Hannover 96: Marcus Mann. © IMAGO/Jan Huebner
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Die Suche nach einem Nachfolger für den nach wie vor in Hannover arbeitenden Gerhard Zuber ist offenbar abgeschlossen. Marcus Mann soll neuer 96-Sportchef werden. Dem 37-Jährigen fehlt nur noch die Freigabe der TSG 1899 Hoffenheim, bei der sein Vertrag noch bis 2023 läuft.

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Jetzt wird es konkret, es könnte in den nächsten Tagen schon vermeldet werden: Marcus Mann soll neuer 96-Sportchef werden. Mann ist nach vier Jahren als Sportchef beim 1. FC Saarbrücken erst im vergangenen Sommer nach Hoffenheim gewechselt. Dort mischt er im Profibetrieb mit, ist aber vor allem als Sportlicher Leiter im Nachwuchszentrum eingespannt. Sein Vertrag läuft noch zwei Jahre bis Ende Juni 2023 – und an diesem Problem arbeitet Mann und ringt mit seinem Arbeitgeber.

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96 ist mit ihm klar und einig. Der Wunschsportchef braucht aber die Freigabe des Bundesligisten, um nach Hannover wechseln zu können. Die Hoffenheimer pochen einerseits auf Vertragstreue, wollen und werden aber andererseits Mann die ­Chance wohl nicht verbauen. Der 37-Jährige wäre erstmals bei einem Profiklub in der alleinigen Verantwortung. Eine Ablösezahlung scheint noch kein Thema zu sein.

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In Hannover war Mann vor Jahren schon mal zum Thema geworden. 96-Boss Martin Kind soll sich mit ihm getroffen haben. Er hatte jedoch offenbar die Sorge, dass Mann noch zu jung für den damaligen Bundesligisten sein könnte.



Nun aber soll es im zweiten Anlauf in Hannover klappen. Neben dem neuen Trainer Jan Zimmermann wäre Mann die zweite mutige und frische Entscheidung. Zimmermann kämpft ab Samstag mit dem Viertligisten Havelse um den Aufstieg in die 3. Liga. Mann hat dem Trainer voraus, dass er diesen Weg mit Saarbrücken schon erfolgreich hinter sich gebracht hat.

Gutes Händchen für Trainer?

Vor einem Jahr stiegen die Saarländer in die 3. Liga auf. Ein paar Wochen, bevor der Erfolg perfekt wurde, hatten die Saarbrücker sogar das DFB-Pokal-Halbfinale er­reicht, waren jedoch an Bayer Leverkusen gescheitert.

Ein gutes Händchen für Trainer scheint der Sportchef auch zu haben. Als der Aufstieg in Gefahr geriet, wechselte Mann den Coach und holte Lukas Kwasniok. Der arbeitete dann so gut, dass ihn jetzt 96-Konkurrent Paderborn als Nachfolger von Steffen Baumgart verpflichtete.

Die Manager von Hannover 96 seit 1996:

<b>Franz Gerber:</b> Der gebürtige Münchener war gleich zweimal als 96-Manager im Amt. Das erste Mal von 1996 bis 1999 und nach seiner zwischenzeitlichen Tätigkeit als 96-Trainer ein weiters Mal von Juli bis Dezember 2001. Zur Galerie
Franz Gerber: Der gebürtige Münchener war gleich zweimal als 96-Manager im Amt. Das erste Mal von 1996 bis 1999 und nach seiner zwischenzeitlichen Tätigkeit als 96-Trainer ein weiters Mal von Juli bis Dezember 2001. ©

Mit dem Duo Mann/Zimmermann sendet 96 das gewünschte Signal des kompletten Neuanfangs im sportlichen Bereich. Der Neustart wird ja auch bei der medizinischen Abteilung, Ärzten und Physios, und Co-Trainern umgesetzt.

Für Noch-Sportchef Gerhard Zuber endet dann auch die unschöne Doppelrolle: Noch irgendwie im Dienst, aber schon halb entlassen, dabei kann keiner gewinnen. Die Freistellung Zubers und die Anstellung Manns dürften miteinander verknüpft sein. Über eine Abfindung müsste noch verhandelt werden.