10. Oktober 2019 / 07:33 Uhr

"Mich kriegt keiner kaputt": 96-Neuzugang Marc Stendera im SPORTBUZZER-Interview (Teil 1)

"Mich kriegt keiner kaputt": 96-Neuzugang Marc Stendera im SPORTBUZZER-Interview (Teil 1)

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Neuzugang Marc Stendera lieferte beim Sieg in Dresden eine starke Leistung ab.
96-Neuzugang Marc Stendera lieferte beim Sieg in Dresden eine starke Leistung ab. © Peter Steffen/dpa
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Marc Stendera avancierte beim 2:0-Sieg in Dresden zum neuen Mittelfeld-Boss von Hannover 96. Im ersten Teil des SPORTBUZZER-Interviews spricht der 23-Jährige über seine starke Leistung im vergangenen Saisonspiel und seine nicht immer leichte Zeit bei Eintracht Frankfurt. 

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Marc Stendera, das 2:0 in Dresden war die beste Saisonleistung, auch Sie waren stark. Wie viel Aufwind bringt das 96 und Ihnen persönlich?

Das war ein schönes Gefühl, das ich davor lange Zeit nicht hatte. Das tut uns allen für das Selbstbewusstsein gut – mir natürlich auch. Wenn man gute Spiele macht, fällt es umso leichter, reinzukommen. Wichtiger ist aber, dass wir als Mannschaft funktionieren. Wenn die Jungs mich nicht unterstützen, kann ich so ein Spiel nicht abliefern.

Ich hoffe, dass der Sieg uns Schwung bringt und wir das nächste Heimspiel auch gewinnen. Es war ein schöner Moment, aber wir müssen hart dafür arbeiten, auch weiterhin schöne Momente erleben zu können.

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Sie hatten in Frankfurt keine leichte Zeit, waren oft verletzt. Haben Sie endlich wieder Spaß am Fußball?

Man macht sich schon seine Gedanken in der langen Zeit. Man versucht, positiv zu bleiben, aber das ist nicht einfach. Nach dem Spiel in Dresden war ich echt erleichtert und happy. Das sind Momente, die guttun. Da merkt man, dass man noch Fußball spielen kann und es nicht verlernt hat.

Haben Sie in der Leidenszeit auch mal ans Karriereende gedacht?

Nee, um Gottes willen. Dafür bin ich noch viel zu jung, das war nie eine Option. Ohne den Fußball wäre es langweilig für mich, da würde mir im Leben etwas fehlen. Aber klar macht man sich Gedanken. Das belastet einen im Alltag. Man geht vielleicht mit schlechter Laune nach Hause, und die Familie bekommt es ab. Das will man ja auch nicht. Deswegen ist es schön, dass ich eine neue Herausforderung ge­fun­den habe und dass es jetzt so positiv angefangen hat.

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Was waren Ihre Methoden, um positiv zu bleiben?

Ich habe viel Vertrauen von der Familie bekommen. Meine Frau hat mich immer unterstützt, meine Freunde waren immer da. Ich habe mir einfach gesagt: Egal, was passiert, mich kriegt keiner kaputt. Das habe ich mir so beibehalten, habe mir jedes Training den Arsch aufgerissen. Jetzt wurde es belohnt. Ich habe nie aufgegeben und die Zeit genutzt, um jetzt bereit zu sein.

Wie fit fühlen Sie sich?

Ich bin natürlich nicht mehr gewohnt, 90 Minuten durchzupowern, aber ich fühle mich gut. Nach drei Spielen kannst du noch nicht die Leistung bringen, die du im Endlevel hast. Aber die Minuten, die ich im Spiel kriege, tun mir gut. Ich hoffe, dass es sich stetig verbessert.

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