05. Januar 2022 / 10:43 Uhr

Ex-96er Bruggink über seinen Landsmann Mark Diemers: "Ein ähnlicher Typ"

Ex-96er Bruggink über seinen Landsmann Mark Diemers: "Ein ähnlicher Typ"

Andreas Willeke und Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Arnold Bruggink sagt, dass 96 mit Mark Diemers (eingeklinkt, rechts) einen klassischen Zehner mit einer guten Schusstechnik bekommen habe.
Arnold Bruggink sagt, dass 96 mit Mark Diemers (eingeklinkt, rechts) einen klassischen Zehner mit einer guten Schusstechnik bekommen habe. © IMAGO/Pro Shots / Hannover 96
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Hat sich 96 mit Mark Diemers einen zweiten Arnold Bruggink gesichert? Zumindest sei er "ein ähnlicher Typ", sagt dieser selbst. Er beschreibt seinen Landsmann als klassischen Zehner mit einer guten Schusstechnik, der allerdings nicht der Schnellste sei.

Es „lief reibungslos“ mit PCR-Test, Medizincheck und Unterschrift, freute sich 96-Sportchef Marcus Mann. So konnte Mark Diemers am Dienstagnachmittag schon mit seiner neuen Mannschaft trainieren. 96 zahlt jedenfalls keine Leihgebühr, der Vertrag gilt bis Saisonende.

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Eine Kaufoption wollte Feyenoord nicht zugestehen. „Wir können damit leben, und schauen mal, wie sich das entwickelt“, erklärt 96-Boss Martin Kind. Die Hoffnung ist, dass sich Wege finden, Diemers bei 96 zu behalten, wenn es zusammen funktioniert.

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Diemers ist der dritte Holländer bei 96 nach Mark van Hintum (2002/03) und Arnold Bruggink (2006 bis 2010). Der 44-Jährige, auch als TV-Kommentator unterwegs, kennt Diemers. „Mark ist ein klassischer Zehner“, sagt Bruggink. „Er habe „eine gute Schusstechnik“, sei aber nicht der Schnellste. Also eigentlich ein zweiter Bruggink? „Zumindest ein ähnlicher Typ“, meint der Ex-Profi. Diemers müsse sich „ans Tempo anpassen, er ist ein taktischer Spieler, gut am Ball“.


Er kommt auf 145 Spiele in der ersten niederländischen Liga, erzielte 20 Tore und bereitete ebenso viele vor. Im August 2021 bekam er Knieprobleme. Mann erklärt: „Das war eine normale kleine Meniskusverletzung“, die erst konservativ behandelt werden sollte, dann aber doch per OP behoben wurde.

Diemers werde wohl "ein bisschen aufholen müssen"

So wurde Zeit verschenkt, dadurch kam er in der aktuellen Saison nur auf drei Kurzeinsätze, alle im Dezember, in Liga und Pokal. In der Conference League machte er beim 2:1 gegen Maccabi Haifa am 9. Dezember sein einziges Spiel über 90 Minuten. „Er wird ein bisschen aufholen müssen“, meint Mann, „aber das wird relativ zügig gehen.“ Beim Trainingsspiel legte er am Dienstag auch immer mal wieder eine Pause ein.

Es gab wichtigere Kriterien für Kind bei der Verpflichtung. „Er will zu 96, das ist entscheidend, um zu sehen, ob sich jemand identifiziert“ mit seinem neuen Klub. Negatives Beispiel ist für Kind Simon Falette. Der Ex-Frankfurter hatte bis zum letzten Transfertag gewartet, ob sich was Besseres auftut, um dann bei 96 zu unterschreiben.

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Fraglich jetzt nur, wie Trainer Christoph Dabrowski seine Mannschaft sortiert. Im Zentrum gibt’s ein Überangebot mit Diemers, Gaël Ondoua, Dominik Kaiser, Tom Trybull und den Sebastians Ernst und Kerk. Der Test am Freitag gegen Zwolle wird zeigen, wie Dabrowski plant. Diemers wird dann sein erstes Spiel für 96 machen, wenn es weiter reibungslos läuft.