15. September 2017 / 13:18 Uhr

Paukenschlag: Hannover ist kein Spielort für EM 2024

Paukenschlag: Hannover ist kein Spielort für EM 2024

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
<b>9. HDI Arena Hannover</b>: „Das schöne Niedersachsenstadion mit Stimmungshochs und manchmal -tiefs.“
9. HDI Arena Hannover: „Das schöne Niedersachsenstadion mit Stimmungshochs und manchmal -tiefs.“
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Damit war nicht zu rechnen: Der DFB hat sich bei der Vergabe der möglichen Spielorte der EM 2024 gegen Hannover entschieden. Die niedersächsische Landeshauptstadt gehört damit zu den vier Städten, die vom DFB nicht berücksichtigt wurden. 

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Hannover hat es nicht geschafft! Der Deutsche Fußball-Bund hat die niedersächsische Landeshauptstadt nicht als Spielort für eine mögliche Europameisterschaft 2024 in Deutschland berücksichtigt. Stattdessen bewirbt sich der DFB mit zehn anderen Städten für das Turnier.

"Wir sind sehr enttäuscht", wird Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok in einer Mitteilung von Hannover 96 zitiert. Die Stadt und der Verein hätten eine professionelle Bewerbung abgegeben. "Es ist leider keine gute Entscheidung für Hannover und Niedersachsen. Wir respektieren die Entscheidung und drücken die Daumen, dass der DFB den Zuschlag für die EM 2024 bekommt", sagte 96-Clubchef Martin Kind.

Die Entscheidung ist gefallen: Diese Stadien sind dabei - Diese Stadien sind nicht dabei

Dabei: <b>FRANKFURT AM MAIN/Commerzbank-Arena</b> – Kapazität: 48.000 Plätze – WM 2006: Spielort – Bereits 1974 (damals Waldstadion) WM-Spielort. Wurde zur Weltmeisterschaft 2006 modernisiert. Als Heimat des DFB war Frankfurt schon im Vorfeld einer der Top-Favoriten gewesen.  Zur Galerie
Dabei: FRANKFURT AM MAIN/Commerzbank-Arena – Kapazität: 48.000 Plätze – WM 2006: Spielort – Bereits 1974 (damals Waldstadion) WM-Spielort. Wurde zur Weltmeisterschaft 2006 modernisiert. Als Heimat des DFB war Frankfurt schon im Vorfeld einer der Top-Favoriten gewesen.  ©
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Hannover, war 1988 EM-Stand, richtete auch Spiele bei den Weltmeisterschaften 1974 und 2006 aus. An der WM 2006 hatte die Hannover 96 Arena GmbH & Co. KG knapp fünf Millionen Euro verdient – nun geht sie leer aus.

Dabei waren die 96-Verantwortlichen zuvor zuversichtlich gewesen. „Alle Stadion waren EM-tauglich, kein Stadion ist durchgefallen“, sagte DFB-Boss Grindel und betonte, dass die betroffenen Städte nun auch nicht von weiteren Länderspielen ausgeschlossen wären. Gleichwohl sagte Grindel, dass die zehn besten Stadien vom DFB nominiert wurden.

1974, 88 und 2006: Die drei großen Turniere in Hannover

Für die Weltmeisterschaft 1974 wurde das Niedersachsenstadion extra umgebaut. Dieses Foto entstand am 24. März 1972. Die Arena erhielt ein Dach, die Sitzplätze wurden auf 38.000 erhöht. Daraus resultierte eine Kapazität von 60.400 Plätzen. Danach folgten nur noch kleine Veränderungen. Zur Galerie
Für die Weltmeisterschaft 1974 wurde das Niedersachsenstadion extra umgebaut. Dieses Foto entstand am 24. März 1972. Die Arena erhielt ein Dach, die Sitzplätze wurden auf 38.000 erhöht. Daraus resultierte eine Kapazität von 60.400 Plätzen. Danach folgten nur noch kleine Veränderungen. ©

Gründe für die Nichtberücksichtigung veröffentliche der DFB in einem ausführlichen Bericht. Dort heißt es unter anderem, dass Hannover beim "Flughafen-Undertaking" erheblich von den UEFA-Anforderungen abweiche. Das bedeutet: Der Flughafen in Hannover hat, anders als von der UEFA gefordert, nicht garantiert, dass Mannschaften und Funktionäre zwischen 18 und 24 Uhr beziehungsweise nach Mitternacht verzögerungsfrei landen oder starten können.

Zudem fehlten insbesondere Hotels der 5-Sterne-Kategorie. Des Weiteren seien der Dopingkontrollraum, die Schiedsrichterkabine in der HDI-Arena zu klein - auch die Logenanforderungen würden nicht erreicht.

Misstöne gab es bereits vor der Bekanntgabe der Entscheidung: Borussia Mönchengladbach veröffentlichte bereits vor der DFB-Pressekonferenz ein Statement, in dem der Klub bedauerte, dass Gladbach nicht dabei ist. Ebenfalls vorab war durchgesickert, dass Bremen ebenfalls unter den vier Bewerbern ist, die die der DFB nicht genommen hat.

Der Deutsche Fußball-Bund entschied sich bei einer Präsidiumssitzung am Freitag in Frankfurt/Main für Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart als mögliche Spielorte.

In einem Jahr entscheidet die UEFA, ob die Europameisterschaft 2024 in Deutschland oder Türkei stattfindet.

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