13. April 2020 / 18:28 Uhr

Hannover 96: Diese Ostergrüße kommen von Herzen

Hannover 96: Diese Ostergrüße kommen von Herzen

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Abu Gbonda (vorne links) ist der Gründer und Vorsitzende des 96-Fanclubs in Sierra Leone. 
Abu Gbonda (vorne links) ist der Gründer und Vorsitzende des 96-Fanclubs in Sierra Leone. 
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Zum Geburtstag oder zu Ostern? Die entferntesten Grüße für Hannover 96 kommen aus Sierra Leone. Das vor sechs Jahren von Ebola durchzogene Land steht gerade am Anfang der Corona-Pandemie. Dort gibt es einen 96-Fanclub in der Nähe der Hauptstadt Freetown. Der Vorsitzende des 290 Mitglieder starken Clubs meldete sich jetzt bei seinem Lieblingsverein.

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Athen, April 1896, die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit. Hannover, 12. April 1896, der „Hannoversche Fußball Club von 1896“ wird gegründet. Hannover 96 war geboren. 124 Jahre ist das her, aus der Welt kommen Glückwünsche. Der entfernteste Gruß kam aus Sierra Leone, 7 Flugstunden von Hannover entfernt. In dem westafrikanischen Staat spielt Hannover in einer ganz eigenen Liga.

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Gbonda wettete auf 96 - und gewann

Der dortige 96-Fanklub (290 Mitglieder) richtet interne Spiele mit 96-Trikots aus – zum Teil noch mit dem Lächeln des früheren Sponsors Tui auf der Brust. Teile der Ausrüstung wurden von 96 gespendet, viele Utensilien außerdem mitgebracht von Entwicklungshelfer Michael Miezal, der selbst 96-Fan ist.

Der Fanklubgründer und -vorsitzende Abu Gbonda hatte den Fanclub gegründet. Gbonda betrieb ein Sportkino. Er wettete auf Hannover 96, gewann und ist seitdem 96-Fan, obwohl er noch nie in Hannover. Vor zwei Jahren scheiterte ein bereits organisierter Besuch an Visum- und Transportschwierigkeiten.

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"Wir sind im Herzen bei unseren Spielern, dem Management und allen Fans in der ganzen Welt, und wir beten dafür, dass diese tödliche Pandemie bald vorbei sein wird."

Gbonda schrieb nun einen emotionalen Brief. „Wir sind im Herzen bei unseren Spielern, dem Management und allen Fans in der ganzen Welt, und wir beten dafür, dass diese tödliche Pandemie bald vorbei sein wird“, schrieb Gbonda.

Gbonda lebt in der Provinz Bo, die in Sierra Leone wurde vor sechs Jahren von der Ebola-Epidemie hart getroffen wurde. 4000 Menschen starben in dem afrikanischen Staat. Am 3. April verzeichnete Sierra Leone den ersten Corona-Fall.