28. Dezember 2018 / 10:59 Uhr

Hannover 96: Tschauner auf dem Sprung - Medizincheck beim FC Ingolstadt absolviert

Hannover 96: Tschauner auf dem Sprung - Medizincheck beim FC Ingolstadt absolviert

Redaktion Sportbuzzer
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Das hat sich Philipp Tschauner sicher anders vorgestellt: Er wird wohl Hannover 96 verlassen. Im Gespräch ist der FC Ingolstadt. 
Das hat sich Philipp Tschauner sicher anders vorgestellt: Er wird wohl Hannover 96 verlassen. Im Gespräch ist der FC Ingolstadt.  © imago/Joachim Sielski
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Er gilt als Verlierer der Saison: Philipp Tschauner war Kapitän, Nummer eins, Aufstiegsheld bei Hannover 96. Vor dieser Saison verlor er seinen Stammplatz an Michael Esser, die Binde an Waldemar Anton. Jetzt wird er die Roten wohl verlassen - und das ziemlich zügig.  

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UPDATE: Der Donaukurier berichtet, dass Tschauner am Donnerstag bereits den Medizincheck absolviert hat.

Nach SPORTBUZZER-Informationen ist klar: 96 will Tschauner möglichst schnell abgeben, er soll nicht mit ins Trainingslager nach Marbella fliegen. Der Plan ist, Rückkehrer Samuel Sahin-Radlinger als Nummer zwei zu installieren, dessen Knieverletzung aber noch nicht einzuschätzen ist. Für seinen norwegischen Leihklub Brann Bergen (24 Einsätze, 12 Gegentore) absolvierte er seit dem 15. September kein Pflichtspiel mehr. Ansonsten stünde Leo Weinkauf parat.

Von Tabellenkeller zum (Tabellen-)Keller?

Die BILD bringt als möglichen "Abnehmer" den FC Ingolstadt ins Gespräch. Die Mannschaft von Jens Keller, der bereits der dritte Trainer in dieser Saison ist, kämpft ebenfalls um den Klassenerhalt - und hat sogar einen Punkt weniger nach 18 Spielen auf dem Konto (zehn), als Hannover 96 in der Bundesliga. Philipp Tschauner soll bei den Schanzern die Nummer eins der Rückrunde werden. Im Gespräch sei eine Leihe bis Sommer 2019.

SPORTBUZZER-Prognose: Wo Hannover 96 nachbessern muss

In welchen Mannschaftsteilen ist Hannover 96 aufgestellt - und in welchen hat die Hinrunde eklatante Schwächen offenbart?  Zur Galerie
In welchen Mannschaftsteilen ist Hannover 96 aufgestellt - und in welchen hat die Hinrunde eklatante Schwächen offenbart?  ©
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96-Wechsel wegen Stammplatz-Verlust

Im Jahr 2015 wurde der gebürtige Schwabacher vom damaligen 96-Sportdirektor Dirk Dufner an die Leine gelotst. Über den 1. FC Nürnberg, TSV 1860 München und FC St. Pauli verschlug es "Tschauni" in die Landeshauptstadt zu Hannover 96. Damals kehrte Tschauner dem Kiezclub den Rücken, weil er nach dreieinhalb Jahren nicht mehr die Nummer eins am Millerntor war.

Thomas Meggle stellte Robin Himmelmann zwischen die Pfosten - auch, weil er mit dem Ball am Fuß stärker war als Tschauner. Damit hatte auch Michael Esser im Trainingslager überzeugt, den Breitenreiter nach einem intensiven Zweikampf zur Nummer eins ernannte.

Die Karriere von Philipp Tschauner in Bildern

Nach einem Jahr in der F-Jugend des TSV Wendelstein begann Philipp Tschauner im Jahr 1995 seine Laufbahn beim 1. FC Nürnberg. Dort durchlief er sämtliche Jugendmannschaften. Zur Galerie
Nach einem Jahr in der F-Jugend des TSV Wendelstein begann Philipp Tschauner im Jahr 1995 seine Laufbahn beim 1. FC Nürnberg. Dort durchlief er sämtliche Jugendmannschaften. ©

Vertrag bis 2020

Der "Platzhirsch", wie ihn Breitenreiter nannte, hatte einen großen Anteil am Wiederaufstieg von Hannover 96 in die 1. Bundesliga. Er beerbte Edgar Prib als Spielführer, aber sowohl seinen Stammplatz als auch die Kapitänsbinde musste er zu Beginn dieser Spielzeit abgeben. In dieser Spielzeit kommt Tschauner auf zwei Einsätze: Beim 0:2 im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg und beim 1:3 in der Liga auf Schalke. Insgesamt hütete der 1,96-Hüne 66 Spiele das 96-Tor.

Dass sich "Bruno" Esser im Trainingslager am Wörthersee als "einen Tick besser" erwies, begründete "Breite", ist nun ausschlaggebend für die Situation des 33-jährigen Tschauners. Am 28. Dezember startet Hannover 96 in die Vorbereitung auf die Rückrunde. Bis zum 30. Dezember wollen Breitenreiter und Co. gegen die Krise bei 96 mit Extra-Training steuern. Spätestens im neuen Jahr dann wohl ohne "Tschauni".

mcb

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