04. Dezember 2019 / 10:32 Uhr

Der Platzwart: Schlaudraff geht mit dem gesparten Weihnachtsfeiergeld groß einkaufen

Der Platzwart: Schlaudraff geht mit dem gesparten Weihnachtsfeiergeld groß einkaufen

Der Platzwart
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jan Schlaudraff kann von dem bei der 96-Weihnachtsfeier gesparte Geld im Winter groß einkaufen, schätzt der Platzwart.
Jan Schlaudraff kann von dem bei der 96-Weihnachtsfeier gesparte Geld im Winter groß einkaufen, schätzt der Platzwart. © zb/dpa/Petrow/Archiv/SPORTBUZZER
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Auf der Liste von 96-Sportdirektor Jan Schlaudraff stehen für die Winterpause zwei Stürmer, fünf Mittelfeldspieler und eine komplette Viererkette. Verwenden kann er das bei der Weihnachtsfeier gesparte Geld – also 4.567,42 Euro. Der Platzwart analysiert!

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Profifußball ist ein komplexes Geschäft. Insbesondere Zweitliga-Profifußball ist für Außenstehende geradezu ein Mysterium. Für Menschen also, die für ihr Eintrittsgeld ein wenig Unterhaltung erwarten. Die Chancen, Tempo, Pässe über zehn und mehr Meter, Kombinationen über mehr als zwei Stationen und Halbzeitgespräche über mehr als zwei Strafraumszenen gut finden. Wie soll man solchen Naiv­lingen klar machen, dass das Spiel gegen St. Pauli kein Grottenkick, sondern ein Genuss war?

96-Coach Kocak hat das Spiel auf St. Pauli "genossen"

Kenan Kocak, der die Komplexität des Zweitligafußballs in Sandhausen gelernt hat, hat das Spiel am Sonnabend nach eigener Aussage „genossen“. Als einziger unter den Nüchternen am Millerntor vermutlich, aber die haben Fußball eben nicht verstanden.

Vielleicht hat Genießer Kocak einfach das Hochgefühl aus den Socken gehauen, 83 Minuten plus Nachspielzeit am Stück zu führen und, völlig verrückt, dann auch noch als Sieger vom Platz zu gehen. Das ist wie Ostern und Weihnachten an einem Tag, oder wie man in Hannover sagt: Heimsieg und Weihnachtsfeier.

Auch so ein zentrales Thema für echte Zweitligachecker: Martin Kind hat angekündigt, dass 96 nicht die ganze Weihnachtsparty für den Profitross bezahlen werde. Sondern sich „im Rahmen der steuerrechtlichen Vorschriften an der Feier zu beteiligen“. Klare Sache: Wenn es um Zusammenhalt geht, lässt sich Hannover 96 nicht lumpen, da bilden alle einen großen Kreis – den Steuerkreis.

Lametta auf den grünen Garderobenständer – fertig

Aber da fängt natürlich das Rechnen an. Beispiel Weihnachtsbaum: Es gibt im Steuerparadies Deutschland fünf verschiedene Steuersätze auf Weihnachtsbäume. Am günstigsten: eine gebrauchte Shortmanntanne, maximal 1,20 Meter hoch, die vorher bei einem befreundeten Zweitligisten in der Geschäftsstelle gestanden hat. Kosten und Steuersatz: Null! Kinds Favorit. Jetzt muss nur noch ein befreundeter Zweitligist her. Oder man malt den Garderobenständer grün an, Lametta drauf, fertig.

Als Ort für die Feier schwebt Steuermann Kind das gemeinnützige Café Windhorst auf der Dachterrasse des Ihme-Zentrums vor, coole Location und steuerbefreit. Kaum regiert Starinvestor Lars Windhorst im Ihme-Zentrum, wird die Betonbutze von Immobilienmaklern in Hannover bereits als „gepflegtes Mehrfamilienhaus“ vermarktet. Hertha BSC hat der Windhorst innerhalb weniger Wochen zum Ihme-Zentrum der Bundesliga gemacht. Der Vorgang kommt Martin Kind bekannt vor, er ist beeindruckt von der zügigen Umsetzung.

96-Spieler legen wöchentlichen SUV-Kauf auf Eis

Manche der 96-Spieler, in der Mehrzahl arme Schlucker mit nicht einmal einer Million Euro Jahreseinkommen, sind irritiert über die neue Ausgabenverteilung im Verein. Einige haben sogar den wöchentlichen SUV-Kauf auf Eis gelegt. Erst mal gucken, was die Weihnachtsfeier kostet. Dabei ist die Kostendisziplin bei 96 auch zu ihrem Nutzen, will man auch nächste Saison auf Spitzensport wie gegen St. Pauli nicht verzichten. Ein Graupentest im Kader hat ergeben: Es muss Verstärkung her.

Jan Schlaudraff wird sich also in der Winterpause das gesparte Weihnachtsfeiergeld in Höhe von sage und schreibe 4.567,42 Euro in die Hosentasche stecken und in Europa groß einkaufen gehen. Auf der Liste stehen zwei Stürmer, ein zentraler Mittelfeldstratege, zwei schnelle Männer für die Außenbahnen, zwei Sechser und eine komplette Viererkette, so gesund wie möglich. Sollte das Geld wider Erwarten nicht reichen, spielt eben Christian Schulz. Schulz – Innenverteidiger, Legende, U-Gestein. Voriges Wochenende hat Schulz zwei Treffer erzielt, darunter ein Eigentor. Zumindest auf dem Papier ist Schulz immer noch ein mehr als würdiger Ersatz für Felipe.

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