08. November 2019 / 11:23 Uhr

"An ihm liegt es nicht": Talentchef Tarnat stärkt 96-Reserve-Trainer Dabrowski in der Krise 

"An ihm liegt es nicht": Talentchef Tarnat stärkt 96-Reserve-Trainer Dabrowski in der Krise 

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Christoph Dabrowski holte mit der 96-Reserve nur zwei Zähler aus den vergangenen acht Partien. Trotzdem sieht Akademiechef Michael Tarnat nicht ihn als das Problem. 
Christoph Dabrowski holte mit der 96-Reserve nur zwei Zähler aus den vergangenen acht Partien. Trotzdem sieht Akademiechef Michael Tarnat nicht ihn als das Problem.  © imago/Montage
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Christoph Dabrowski ist leidgeprüft. Gegenwärtig durchlebt die Reserve von Hannover 96 eine schwierige Phase - und ähnlich erging es ihr auch in der letzten Spielzeit. Talentchef Michael Tarnat stellt sich trotzdem vor "Dabro", denn an seiner akribischen Arbeit würde es nicht liegen. 

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Diese Fakten tun dem 96-Herzen weh: Die Reserve aus der Regionalliga hat acht Spiele nicht mehr gewonnen, holte in der Zeit nur zwei Punkte, verlor zuletzt das kleine Derby gegen Havelse mit 2:3 und steht auf dem Abstiegsrelegationsplatz.

"Die Frage nach seiner Person stellt sich gar nicht"

Trainer Christoph Dabrowski muss sich trotzdem keine Sorgen um seinen Job machen. 96-Talentechef Michael Tarnat vertraut ihm trotz Krise: „Die Frage nach seiner Person stellt sich gar nicht. Ich sehe jeden Tag, wie er arbeitet. Er legt den Finger in die Wunde, damit es besser wird – an ihm liegt es nicht!“ Heute (19.30 Uhr) bei Drochtersen/Assel soll die Wende her. Dabrowski kämpferisch: „Aktuell ist es ein bisschen zäher, aber das gehört dazu. Wir lassen nicht locker.“

Für 96 II soll der erste Rückrundenspieltag zum Reset-Knopf werden. „Ich bin kein Träumer, das ist eine bedrohliche Situation. Wir müssen richtig rödeln mit hundertprozentiger Bereitschaft und die Basics wieder auf den Platz kriegen“, sagt Dabrowski.

Drei Faktoren der Ergebniskrise

Sein Team steckte zuletzt im Abwärtstrend, eine echte Krise will Akademieleiter Tarnat das aber nicht nennen. „Ich weiß nicht, ob das wirklich eine Krise ist. Aber eine Ergebniskrise ist es“, sagt der Ex-Profi. „Natürlich stehen wir in der Tabelle nicht da, wo wir stehen wollen. Wir haben zu wenig Punkte“ – wegen Verletzungen, Bubi-Pro­blemen und fehlenden Selbstvertrauens.

Bilder vom Spiel der Regionalliga Nord zwischen Hannover 96 II und dem TSV Havelse

Emre Aytun (rechts) von Hannover 96 II bedrängt den Havelser Yannik Jaeschke. Zur Galerie
Emre Aytun (rechts) von Hannover 96 II bedrängt den Havelser Yannik Jaeschke. ©
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Sehnsucht nach der Schulz-Routine

Dabrowskis Team fehlen über Wochen Schlüsselspieler, darunter der frühere Profikapitän Christian Schulz (36). Auch sonst muss der Coach häufig umbauen. „Die Saison verläuft sehr wellenförmig“, analysiert Dabrowski, „auch weil wir ex­trem viele Wechsel haben.“ Ein weiterer Auslöser für die Ergebniskrise: Zahlreiche Talente kamen im Sommer aus der U19.

Zwischen Leichtsinn und Anpassung

Tarnat: „Der jugendliche Leichtsinn muss raus, Ernsthaftigkeit rein.“ Dabrowski wirbt für Geduld. „Der Übergang in den Herrenfußball ist schwer. Schwankungen gehören in so einer Übergangsmannschaft vom Junioren- in den Seniorenbereich dazu“, erklärt der Coach. „Irgendwann dreht sich das ins Positive, wenn man es sich hart erarbeitet.“ Das dritte Problem: fehlendes Selbstvertrauen. „Das müssen wir uns im Training erarbeiten“, sagt Dabrowski.

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Dabrowski glaubt an seine Jungs

Tatsächlich hatte die Reserve auch vergangene Saison eine lange Sieglosphase – am Ende landete sie trotzdem auf Platz sechs.

Auch jetzt stimme die Qualität – eigentlich. „Das 3:0 in Wolfsburg hat gezeigt, was in der Mannschaft steckt. Aber die Tabelle lügt nicht. Wir haben es noch nicht geschafft, Konstanz in die Leistung zu bekommen“, sagt Dabrowski. „Das ist ein Prozess. Ich bin überzeugt, dass die Jungs Entwicklungsschritte machen – und das wird man sehen. Wir werden uns die Leichtigkeit erarbeiten.“

Tarnat zweifelt nicht daran, dass der Trainer das hinbekommt: „Er arbeitet sehr akribisch. Die Jungs müssen sich jetzt reinhauen, die Fehler abstellen. In Drochtersen fangen wir bei null an“ – als Startschuss für den neuen Aufwind.

VfB Lübeck - Hannover 96 II

Yannick Deichmann erzielt das 1:0 gegen Tim Walbrecht und Julian Klar. Zur Galerie
Yannick Deichmann erzielt das 1:0 gegen Tim Walbrecht und Julian Klar. ©
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