02. Juni 2021 / 14:33 Uhr

Im Streit um neuen Geschäftsführer Robert Schäfer: 96 e.V. erteilt Kind Weisungen

Im Streit um neuen Geschäftsführer Robert Schäfer: 96 e.V. erteilt Kind Weisungen

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Sebastian Kramer (links) und Robin Krakau haben Martin Kind (eingeklinkt) Weisungen seitens des 96-Muttervereins zukommen lassen.
Sebastian Kramer (links) und Robin Krakau haben Martin Kind (eingeklinkt) Weisungen seitens des 96-Muttervereins zukommen lassen. © Nancy Heusel/Florian Petrow
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Martin Kind sieht in Robert Schäfer den Mann der Zukunft bei 96 - die Vertreter des e.V. nicht. "Zur Wahrung seiner Interessen" insbesondere mit Blick auf 50+1 hat der Mutterverein Kind nun Weisungen erteilt. Deren Kern: Schäfer darf in keiner Weise für die KGaA tätig werden, die für den Profibereich zuständig ist.

Offiziell ist Robert Schäfer am Montag als Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Hannover 96 vorgestellt worden. Er übernehme ab 1. Juli die Verantwortung für die Gesellschaften Sales & Service GmbH & Co. KG sowie Arena GmbH & Co. KG und werde "verantwortlich die Weiterentwicklung von 96 in der Zukunft gestalten und entscheiden". 96-Boss Martin Kind sieht in Schäfer den "Mann der Zukunft" und seinen designierten Nachfolger - auch in der für den Profifußballbereich zuständigen KGaA.

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Vertreter des e.V. haben gleich im Anschluss zu erkennen gegeben, dass sie dieser Personalie mindestens skeptisch gegenüberstehen, eine für die Besetzung der KGaA-Geschäftsführung nötige Einigung im paritätisch besetzten Aufsichtsrat der Managementgesellschaft gab es nicht. "Zur Wahrung seiner Interessen" hat der Mutterverein am Dienstag einen Gesellschafterbeschluss gefasst und Kind Weisungen erteilt, diese dem 96-Profichef auch bereits zukommen lassen.

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Zusammengefasst lauten diese: Schäfer darf in keiner Weise für die KGaA und damit den Profifußballbereich bei 96 tätig werden, also nicht ins sportliche Tagesgeschäft eingreifen. Der 45-Jährige darf ebenfalls nicht als Vertreter von 96 bei Tagungen beispielsweise der DFL fungieren.

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