21. Juli 2020 / 20:00 Uhr

Das Eigengewächs ist zurück: Valmir Sulejmani hat bei 96 bis 2022 unterschrieben!

Das Eigengewächs ist zurück: Valmir Sulejmani hat bei 96 bis 2022 unterschrieben!

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Zurück in Hannover: Valmir Sulejmani stürmt künftig wieder für 96.
Zurück in Hannover: Valmir Sulejmani stürmt künftig wieder für 96. © Florian Petrow
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Valmir Sulejmani ist zurück bei Hannover 96. Der 24-jährige Stürmer kommt ablösefrei vom Drittligisten Waldhof Mannheim, er unterschrieb am Dienstag einen bis 2022 gültigen Vertrag bei den Roten. Der Deutsch-Kosovare kehrt damit zu dem Verein zurück, bei dem er Profi geworden ist.

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Mit sechs Toren und vier Vorlagen hat Valmir Sulejmani in der abgelaufenen Saison der 3. Liga auf sich aufmerksam gemacht - und das, obwohl ihn ein Syndesmosebandriss sowie ein Muskelfaserriss etliche Spiele gekostet haben. Künftig geht der Deutsch-Kosovare nicht mehr für Waldhof Mannheim auf Torejagd, sondern wieder für Hannover 96. Am Dienstag unterschrieb der 24-Jährige bei den Roten einen bis Juni 2022 gültigen Zwei-Jahres-Vertrag. Er kommt ablösefrei, ist nach Franck Evina der zweite Neuzugang.

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"Ich bin froh, wieder zuhause zu sein. Natürlich habe ich nicht lange überlegt, als ich Chance hatte, wieder in meiner Heimatstadt zu spielen. Die Zeit in Mannheim hat mir gutgetan – ich bin erwachsen geworden und habe mich in vielerlei Hinsicht entwickelt. Früher wurde ich eher als Außenstürmer eingesetzt, jetzt bin ich ins Sturmzentrum gerückt", sagt der Rückkehrer.

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96-Sportdirektor Gerhard Zuber sagt: "Wir haben Valmirs Werdegang nie aus den Augen verloren. Es ist manchmal genau das Richtige für einen jungen Spieler, einen Schritt weg aus der Heimat zu machen, um Erfahrungen zu sammeln und daran zu wachsen. In Mannheim hat Valmir sich super entwickelt. Natürlich bedeutet der Wechsel in die 2. Liga für ihn die Umstellung auf ein höheres Niveau – das trauen wir ihm aber absolut zu."

Für Kenan Kocak ist der Rückkehrer kein Unbekannter es ähnlich. "Valmir hat die letzten Jahre quasi vor meiner Haustür verbracht. Bei Waldhof Mannheim habe ich ihn einige Male spielen sehen. Ich bin von seinen Qualitäten überzeugt. Er war ja auch von anderen Zweitligisten umworben – ich freue mich, dass wir ihn für uns gewinnen konnten", sagt der Trainer der Roten.


Ob in Hannover geboren, als Talent verpflichtet oder Stammkraft im 96-Nachwuchs: Diese Talente schafften ihren Durchbruch nicht bei 96 und verdienen jetzt woanders mit dem Fußball ihr Geld.

Niko Gießelmann: Der linke Verteidiger wurde 1991 in Hannover geboren. Mit 15 Jahren wechselte er von der SC Langenhagen zu Hannover 96. Dort war er sechs Jahre aktiv, lief in der Reserve der Roten 74 Mal auf (15 Tore, 5 Vorlagen). Mit den Profis auf dem Feld zu stehen, war ihm nicht vergönnt. 2013 wechselte er zu Greuther Fürth, absolvierte 132 Spiele im Kleeblatt-Dress und ist aktuell Stammspieler beim Fortuna Düsseldorf.  Zur Galerie
Niko Gießelmann: Der linke Verteidiger wurde 1991 in Hannover geboren. Mit 15 Jahren wechselte er von der SC Langenhagen zu Hannover 96. Dort war er sechs Jahre aktiv, lief in der Reserve der "Roten" 74 Mal auf (15 Tore, 5 Vorlagen). Mit den Profis auf dem Feld zu stehen, war ihm nicht vergönnt. 2013 wechselte er zu Greuther Fürth, absolvierte 132 Spiele im "Kleeblatt"-Dress und ist aktuell Stammspieler beim Fortuna Düsseldorf.  ©

Geboren ist Sulejmani in Großburgwedel, seine ersten Schritte als Fußballer machte er beim SC Wedemark, den er bald in Richtung 96 verließ. Bei den Roten zählte bald zur "goldenen Generation" des Jahrgangs 1996 (unter anderem Tim Dierßen, Niklas Teichgräber und Onur Capin), die unter Mirko Slomka erste Profiluft schnupperte. Tatsächlich gab Sulejmani am 14. Dezember 2013 sein Debüt in der ersten Mannschaft und holte beim 3:3 gegen den 1. FC Nürnberg sogar direkt seinen ersten Scorerpunkt.

Durchsetzen konnte sich mehrfache Jugendnationalspieler Deutschlands und des Kosovo bei 96 jedoch nicht, 2015 wurde er an Union Berlin verliehen. Zurück in Hannover kam Sulejmani wieder vorrangig in der zweiten Mannschaft zum Einsatz, gab am 10. Oktober 2015 aber sein Debüt in der kosovarischen Nationalmannschaft. Zur Saison 2018/19 folgte der Wechsel nach Mannheim, von wo er nun in die Heimat zurückkehrt.