17. Oktober 2020 / 19:39 Uhr

Kommentar: Die Paderborn-Zustände hat 96 nach und nach hinter sich gelassen 

Kommentar: Die Paderborn-Zustände hat 96 nach und nach hinter sich gelassen 

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Während es beim SC Paderborn nach dem Bundesligaabstieg noch nicht rund läuft, ist die Fahrt bei Hannover 96 längst nicht mehr so ruckelig, meint Dirk Tietenberg. 
Während es beim SC Paderborn nach dem Bundesligaabstieg noch nicht rund läuft, ist die Fahrt bei Hannover 96 längst nicht mehr so ruckelig, meint Dirk Tietenberg.  © imago images/Sven Simon
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Der SC Paderborn hat nach dem Abstieg aus der Bundesliga auch eine Klasse tiefer noch nicht Fuß gefasst. Es gibt viele Verletzte, die letzten Transfers riechen nach Panik. Diese Zustände hat Hannover 96 hinter sich gelassen, die Fahrt wirkt nicht mehr so ruckelig. Will sich das Team von Kenan Kocak bis zur nächsten Länderspielpause allerdings oben festsetzen, dürfen Ausrutscher wie gegen Osnabrück nicht mehr vorkommen, kommentiert SPORTBUZZER-Redakteur Dirk Tietenberg.

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Willkommen an der Stoppelkamp-Allee. Dieser 82,3 Meter lange Weg vor dem Stadion in Paderborn wird Hannover 96 am Sonntag daran erinnern, wie klein die Welt ist. Moritz Stoppelkamp tingelte mit 96 einst durch Europa, wechselte über München nach Paderborn. Dort schoss „Stoppel“ seinen Namen mit einem 82,3 Meter weiten Schuss zum 2:0 gegen Hannover in die Rekordbücher und auf ein Straßenschild.

Die Wege sind kurz. Hannover und Paderborn liegen nur eine S5-Streckenlänge auseinander. 96 wird dennoch mit zwei Bussen reisen. Mutmaßlich mit Marvin Ducksch, der in Paderborn Profi wurde. Und mit Co-Trainer Asif Saric (zwei Jahre Spieler, neun Jahre Trainer), Fitmacher Tobias Stock (vier Jahre) und Physio Jens Vergers (zwei Jahre). Alle waren mal in Paderborn. Und sie alle erlebten hautnah mit, was es bedeutet, bei einem Fahrstuhlverein zu arbeiten.

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96 hat sich stabilisiert

Nun geht es gerade wieder runter für Paderborn. Die Verletztenliste ist lang, die Last-Minute-Transfers riechen nach Panik. Diese Zustände hat Hannover nach und nach hinter sich gelassen. Die 96-Fahrt wirkt nicht mehr so ruckelig, obwohl noch nicht alle Rädchen zueinander passen. Ausrutscher sollte sich die Mannschaft aber nicht erlauben, wenn sie sich bis zur nächsten Länderspielpause oben festsetzen möchte. Das muss das Ziel sein.

In sportlicher Beziehung liegen Paderborn und Hannover 96 weiter voneinander entfernt als 82,3 Meter. Und Stoppelkamp kann Paderborn am Sonntag auch nicht helfen. Erstens spielt er für Duisburg, und zweitens kuriert er gerade die Infektion mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber aus. An dieser Stelle: Gute Besserung!