16. Mai 2019 / 09:56 Uhr

Hannover 96 scheitert mit neuem Anlauf bei Akpoguma - Ex-Bremer Prödl ein Thema

Hannover 96 scheitert mit neuem Anlauf bei Akpoguma - Ex-Bremer Prödl ein Thema

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kevin Akpoguma wird Hannover 96 nach einem halben Jahr wieder verlassen - Sebastian Prödl ist ein Thema.
Kevin Akpoguma wird Hannover 96 nach einem halben Jahr wieder verlassen - Sebastian Prödl ist ein Thema. © imago/DeFodi
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Hannover 96 muss sich in der Innenverteidigung neu aufstellen. Felipe bekommt keinen neuen Vertrag, Kevin Akpoguma können die Roten nach abgelaufener Leihe wohl nicht halten. Dafür ist ein ehemaliger Werder-Profi für die Abwehr im Gespräch.

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Er hat sich von allen Mitarbeitern verabschiedet und auch die Da­men am Empfangsdesk im Bauch der HDI-Arena herzlich umarmt. Kevin Akpoguma war beim Sieg gegen Freiburg am vergangenen Sonnabend noch mal im Stadion dabei, es dürfte sein letzter Auftritt als 96-Profi gewesen sein.

Die Leihe des Hoffenheimers läuft zum 30. Juni aus. 96 hat zwar einen neuen Anlauf bei ihm gestartet, ist aber gescheitert. „Wir haben nachgefragt, ob eine erneute Ausleihe möglich wäre“, bestätigt 96-Profichef Martin Kind, „aber es lässt sich nicht realisieren.“

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Akpoguma will in der 1. Liga bleiben

Akpoguma will demnach in der Bundesliga bleiben. Sein Vertrag in Hoffenheim läuft bis Juni 2021. Sollte es bei der TSG nicht weitergehen, stünde Düsseldorf als Interessent bereit. Der Marktwert des früheren U21-Nationalspielers wird auf 10 Millionen Euro taxiert.

Bei 96 ordnete sich der Innenverteidiger in die Reihe der Dauerverletzten ein. Nach nur vier Spielen kugelte er sich die Schulter aus und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Wie Ihlas Be­bou und Niclas Füllkrug hätte Akpoguma 96 wohl besser gemacht. Die Chancen auf den Klassenerhalt wären größer gewesen.

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Sané-Lücke konnte nie geschlossen werden

Mit dem 24-Jährigen hätte 96 stabiler in der Abwehr gestanden. Das wird auch für die Zweitligasaison eine der wichtigsten Planungsaufgaben – eine Abwehr zu bauen, die wenig zulässt und auch die Lufthoheit besitzt.

Seit dem Wechsel von Salif Sané zu Schalke hat 96 zu viele Standard-Gegentore kassiert. Die Versuche, mit neuen Spielern die Lücke zu schließen, scheiterten kläglich. Die Leihe von Kevin Wimmer (Stoke City) war ein Flop, ebenso der Kauf von Josip Elez für drei Millionen Euro. Und Waldemar Anton war ohne Sané an der Seite – und dann auch noch mit der Kapitänsbinde am Arm – überfordert. So sorgte allein Felipe für Sicherheit, jedenfalls so lange, bis er mal wieder verletzt ausfiel.

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Kevin Akpoguma (im Team seit 2019): Vertrag <b>läuft am Saisonende aus</b> (ausgeliehen) Zur Galerie
Kevin Akpoguma (im Team seit 2019): Vertrag läuft am Saisonende aus (ausgeliehen) ©

96 braucht mindestens zwei neue Innenverteidiger

Felipe bekommt keinen neuen Vertrag, ob Anton verkauft wird, ist offen, was mit Elez passiert, auch. Bleibt Timo Hübers, der nach seinem Kreuzbandriss wieder spielen kann. Aber das wird nicht reichen – 96 braucht mindestens zwei neue Innenverteidiger.

Auf der Liste bei 96 steht dazu der Ex-Bremer Sebastian Prödl, der seit vier Jahren beim FC Watford unter Vertrag steht, aber zuletzt ein Schattendasein fristete. Nur einen Einsatz über 13 Minuten hatte der 31-Jährige in dieser Saison in der Premier League. Mit 1,94 Meter wäre der Österreicher lang genug, aber sonst?

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Sommer 2019: Cedric Teuchert (FC Schalke 04 -> Hannover 96, Leihe mit Kaufoption) Zur Galerie
Sommer 2019: Cedric Teuchert (FC Schalke 04 -> Hannover 96, Leihe mit Kaufoption) ©

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