23. Februar 2022 / 09:56 Uhr

Chance auf Stammplatz: Sticht Teamplayer Stolze bei 96 Maina aus?

Chance auf Stammplatz: Sticht Teamplayer Stolze bei 96 Maina aus?

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Profi Sebastian Stolze lässt seiner Freude auf St. Pauli freien Lauf.
96-Profi Sebastian Stolze lässt seiner Freude auf St. Pauli freien Lauf. © IMAGO/MIS
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Der Treffer auf St. Pauli „war eine Befreiung für ihn“, sagt Sportchef Mann über Sebastian Stolze. Zuletzt hatte der 96-Flügelspieler eher als Pechvogel im Mittelpunkt gestanden. Nimmt der Teamplayer jetzt Linton Maina den Stammplatz ab? 

Dieser Lauf ist selbsterklärend. Wie Sebastian Stolze nach seinem Tor auf St. Pauli nahezu völlig die Kontrolle über seine Arme verliert, wie er Christoph Dabrowski, dem Trainer von Hannover 96, entgegenspringt: „Ich wusste selber nicht, was ich mache“, erklärt Stolze. „Ich habe mich einfach mega gefreut, dass ich jetzt mein erstes Tor machen konnte.“

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„Das war eine Befreiung für ihn“, sagt Sportchef Marcus Mann. „Es war auch zu sehen, dass alle anderen ihm das gegönnt haben.“ Es bildete sich schnell ein Pulk aus allen Spielern.

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Zuletzt hatte Stolze zwar auch schon im Mittelpunkt gestanden, aber aus weniger erfreulichem Anlass. „Bisher hatte er nur ins eigene Tor getroffen, und gegen Dresden hatte er die unglückliche Situation.“ In dem Heimspiel gegen Dynamo vergab Stolze die größte Torchance. Frei auf den Torwart zulaufend, legte er sich den Ball zu weit vor und ins Aus. So endete die Partie 0:0.

Im Heimspiel gegen Darmstadt rückte Stolze kurzfristig für Sebastian Ernst in die Startelf, Ernst hatte sich beim Warmmachen die Achillessehne gerissen. „Er hat lange auf die Startelfchance gewartet“, weiß der 96-Trainer. Doch dann stand er „zur falschen Zeit am falschen Ort“, beschreibt Dabrowski das Eigentor des 27-Jährigen. Unbedrängt köpfte er den Ball ins Netz.

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96-Boss Kind glaubt an Stabilität bei Stolze

Der Trainer gab ihm aber gegen St. Pauli eine neue Chance. Und nach den 90 Minuten kann sich Stolze Lob abholen. „Stolze hat gelitten“, meint 96-Chef Martin Kind. „Ich hoffe, dass der Trainer ihm weiter Vertrauen gibt. Das wird bei ihm für Stabilität sorgen, er wird sich weiterentwickeln.“

„Man kann sich auf seine Einsatzbereitschaft verlassen“, sagt Mann. „Stolle ist ein verlässlicher Spieler, ein Teamplayer.“ Das bestätigt Dabrowski. „Es freut mich riesig, dass er sich belohnt hat. Stolle arbeitet unglaublich viel für die Mannschaft.“ Wenn es am Freitag gegen Kiel geht, könnte das auch den Ausschlag zugunsten Stolzes geben.

Bilder vom Spiel der 2. Bundesliga zwischen dem FC St. Pauli und Hannover 96

Beim Aufwärmen richten Spieler und Staff von 96 einen besonderen Gruß an ihren verletzten Kollegen Sebastian Ernst. Zur Galerie
Beim Aufwärmen richten Spieler und Staff von 96 einen besonderen Gruß an ihren verletzten Kollegen Sebastian Ernst. ©

Linton Maina ist sein direkter Konkurrent um den Stammplatz und wieder fit. „Linton hat in drei Spielen schon den Siegtreffer erzielt“, hat der 96-Manager die gute Quote Mainas nicht vergessen. Doch der schnelle Maina spielt nicht annähernd so mannschaftsdienlich. Der vor der Saison aus Regensburg gewechselte Stolze vernachlässigt die Defensivarbeit eben nicht. „Stolze ist ein anderer Typ“, meint Kind. Bei Maina bleibt der Eindruck – da nutzt einer seine Fähigkeiten nicht konsequent und professionell.

In Hamburg wechselte Dabrowski Maina erstmals eine Viertelstunde vorm Abpfiff ein. Es wäre überraschend, wenn der Trainer von seiner Linie abginge und gegen Kiel Stolze auf die Bank setzen würde.

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