06. Januar 2021 / 07:25 Uhr

"Er entwickelt sich toll": Sei Muroya wird für 96 zu einem immer größeren Mehrwert

"Er entwickelt sich toll": Sei Muroya wird für 96 zu einem immer größeren Mehrwert

Andreas Willeke und Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Sei Muroya scheint angekommen zu sein bei Hannover 96.
Sei Muroya scheint angekommen zu sein bei Hannover 96. © imago images/Sven Simon
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Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt bei ihm definitiv: Für 50.000 Euro ist Sei Muroya vor der Saison vom FC Tokyo zu Hannover 96 gekommen - und inzwischen hinten rechts gesetzt. "Er ist noch jung und entwickelt sich toll", freut sich Profichef Martin Kind über den Aufwärtstrend beim Japaner.

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Sie brauchen viel Zeit, die vielen neuen internationalen Spieler bei Hannover 96. Der Zug zu den Aufstiegsplätzen in der 2. Bundesliga ist weit vorausgefahren. Beim 4:0 gegen Sandhausen holten Jaka Bijol und Patrick Twumasi endlich leistungstechnisch auf. Die beiden neuen Außenverteidiger Niklas Hult und Sei Muroya sind bereits in der Spur. Muroya überholte inzwischen die Rivalen, startete vom Ersatzspieldasein in die Startelf durch und war gegen Sandhausen hinter Twumasi und Kingsley Schindler der drittschnellste Spieler auf dem Platz.

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Der Japaner trägt sein Vorbild auf dem Rücken, Mit der Trikotnummer 21 nahm er bewusst die Zahl von Philipp Lahm. Mit seinen 32,6 km/h war Muroya allerdings sehr schnell unterwegs. Das 1:0 von Marvin Ducksch bereitete er nach dem Traumpass von Bijol und toller Ballmitnahme vor. 96-Boss Martin Kind erwartet noch mehr starke Leistungen des Schnäppchens aus dem japanischen Sommerschlussverkauf.

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50 000 symbolische Euro überwies 96 an den FC Tokio. Sein geschätzter Wert liegt bei einer Million Euro (transfermarkt.de). „An ihm werden wir noch viel Freude haben“, sagte Kind nach dem guten Auftritt gegen Sandhausen. „Er ist noch jung und entwickelt sich toll.“

Vom 26-Jährigen profitiert auf dem Platz auch sein direktes Umfeld. Schindler kommt rechts vorne ins Rollen, Innenverteidiger Marcel Franke weiß rechts neben sich einen verlässlichen Kollegen.„Hult, Muroya und auch Franke haben sich sehr gut entwickelt, um nur einige zu nennen. Sie sind den nächsten Schritt gegangen“, lobte Kocak. Der Kaufschlager des vergangenen Sommers soll für 96 über das Sportliche hinaus noch viel bringen.

Muroya ein "absoluter Mehrwert für unseren Kader"

Schnelle Außenverteidiger, die zudem gut flanken können wie Muroya, sind auch in der Bundesliga und in England sehr begehrt. Die Corona-Krise wird die Preise im Profifußball zwar herunterdimmen. Dennoch lassen sich mit Muroya nicht nur Siege feiern, sondern auch Euro verdienen. „Für unseren Kader ist er ein absoluter Mehrwert“, sagte Manager Gerhard Zuber, als er den Transfer bekanntgab. Möglich wurde der Transfer durch Zuber alte Schalke-Kontakte zu Manuel Neuers Berater Thomas Kroth. Kroths Berateragentur ist in fast alle Transfers mit japanischer Beteiligung involviert. Ein weiterer Klient ist Genki Haraguchi.

Haraguchi half Muroya bei der Integration in Hannover. Japaner bei 96 – das wird zur Tradition, die bisher nicht immer glücklich verlief. Zum Hit wurde Hiroshi Kiyotake. Muroyas Vorgänger Hiroki Sakai wurde erst in Marseilles richtig gut, Takuma Asano und Hotaru Yamaguchi kamen allerdings nicht zurecht.