15. Januar 2018 / 07:46 Uhr

Hannover 96: Sieg durch "Schummel-Tor"? Für Heldt ist die Diskussion "lächerlich"

Hannover 96: Sieg durch "Schummel-Tor"? Für Heldt ist die Diskussion "lächerlich"

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Pirmin Schwegler führt vor dem 1:2-Anschlusstreffer die Ecke aus.
Pirmin Schwegler führt vor dem 1:2-Anschlusstreffer die Ecke aus. © sky
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Hannover 96 feierte wichtige Punkte im Duell gegen den FSV Mainz 05. Für Aufregung sorgte allerdings eine Ecke von Primin Schwegler vor dem 1:2-Anschlusstreffer. Hätte der erste 96-Treffer überhaupt zählen dürfen?

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Der 96-Mittelfeldchef Pirmin Schwegler stand beim Spiel gegen Mainz 05 gleich mehrfach im Mittelpunkt. Vor seinem Eckball, der zum 1:2-Anschlusstreffer durch Niclas Füllkrug führte, lag der Ball nicht wie vorgeschrieben in dem abgekreideten Viertelkreis. Für die „Bild“ war es ein „Schummel-Tor“, was ein Witz ist. „Lächerlich“, fand diese Einordnung 96-Manager Horst Heldt.

In der Tat ein Schein-Aufreger – es geht um wenige Zentimeter, in fast jeder Partie kommt es vor, dass sich die Spieler den Ball knapp außerhalb der Zone zurechtlegen. Oft genug, weil der Platz in dem Bereich uneben ist. Auch bei den Mainzer Eckbällen lag der Ball nicht immer richtig.

Der Video-Schiedsrichter darf auch nicht eingreifen, der Video-Beweis in Schweglers Eckball-Fall nicht angewendet werden. Ansonsten müsste auch jeder Einwurf, der zwei Meter zu weit vorn ausgeführt wird und zum Tor führt, zurückgepfiffen werden.

Die Einzelkritik: So war Hannover 96 gegen den 1. FSV Mainz 05 in Form.

<b>Michael Esser: Note 2,5.</b> Stand für den erkrankten Philipp Tschauner zwischen den Pfosten. Esser war bei den beiden Gegentoren machtlos. Parierte kurz vor Schluss ganz stark einen abgefälschten Ball.  Zur Galerie
Michael Esser: Note 2,5. Stand für den erkrankten Philipp Tschauner zwischen den Pfosten. Esser war bei den beiden Gegentoren machtlos. Parierte kurz vor Schluss ganz stark einen abgefälschten Ball.  ©

​Schmerzhafter Sieg für Schwegler

So wichtig der Sieg gegen Mainz, so schmerzlich war’s für Schwegler. Der Mittelfeldchef erlitt "einen offenen Nasenbeinbruch“, berichtet 96-Trainer André Breitenreiter. ,,Die Wunde wurde schon genäht.“

Passiert ist es bei einem Zweikampf mit Robin Quaison. Der Mainzer schlug dem von hinten heran stürmenden Schwegler mit dem Arm von unten an die Nase. „Er ist voll in den Arm reingelaufen“, sah Breitenreiter. Der heftig blutende Schwegler musste ausgewechselt werden.

Bilder zum Spiel Hannover 96 gegen den FSV Mainz 05

Matthias Ostrzolek (links) lehnt sich gegen Daniel Brosinski. Zur Galerie
Matthias Ostrzolek (links) lehnt sich gegen Daniel Brosinski. ©

Der 30-Jährige fuhr ins Krankenhaus, durfte danach wieder nach Hause fahren. Am Montag soll entschieden werden, wie es weitergeht. Er könnte mit einer Maske trainieren und spielen. Bei der nächsten Partie auf Schalke wird er wohl ausfallen.

Es ist nicht das erste Mal, dass es Schwegler am Kopf erwischt. Beim 4:2 gegen Dortmund verlor der 30-Jährige nach einem Zweikampf mit Gonzalo Castro einen Zahn. 96-Arzt Axel Partenheimer drückte den auf dem Platz wieder in den Mund, Schwegler spielte weiter und stand auch bei der folgenden Begegnung in Leipzig auf dem Platz.

Die Stimmen der 96-Profis und Verantwortlichen zum Rückrundenauftakt gegen Mainz 05

Niclas Füllkrug: Ich bin jetzt platt. Ich habe zwar schon mal drei Tore in einem Spiel erzielt, mit Nürnberg gegen Union Berlin. Aber in der Bundesliga ist das noch etwas anderes. Ich habe immer Geduld gehabt, an mir immer gearbeitet. Man muss aber auch sagen, bester Spieler hin oder her, wie die Mannschaft sich in den letzten Minuten reingeworfen hat, war weltklasse. Davor muss man den Hut ziehen, die haben alles gelöscht. Zur Galerie
Niclas Füllkrug: "Ich bin jetzt platt. Ich habe zwar schon mal drei Tore in einem Spiel erzielt, mit Nürnberg gegen Union Berlin. Aber in der Bundesliga ist das noch etwas anderes. Ich habe immer Geduld gehabt, an mir immer gearbeitet. Man muss aber auch sagen, bester Spieler hin oder her, wie die Mannschaft sich in den letzten Minuten reingeworfen hat, war weltklasse. Davor muss man den Hut ziehen, die haben alles gelöscht." ©

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