31. März 2021 / 09:33 Uhr

Zeit bei 96, sich zu zeigen: Nutzen Falette und Twumasi die nächsten Wochen?

Zeit bei 96, sich zu zeigen: Nutzen Falette und Twumasi die nächsten Wochen?

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Simon Falette (links) und Patrick Twumasi dürften in den nächsten Wochen noch die ein oder andere Chance bekommen, sich zu präsentieren.
Simon Falette (links) und Patrick Twumasi dürften in den nächsten Wochen noch die ein oder andere Chance bekommen, sich zu präsentieren. © Florian Petrow
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Simon Falette und Patrick Twumasi sind mit großen Erwartungen von Hannover 96 geholt worden, erfüllen konnten sie diese aus unterschiedlichen Gründen bisher nicht. Die nächsten Wochen bieten dem Duo, aber auch anderen Spielern die Chance, sich noch einmal in den Vordergrund zu spielen.

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An diese zwei Spieler hatte Hannover 96 viele Hoffnungen geknüpft. Simon Falette (29) und Patrick Twumasi (26) waren als Toptransfers gesichtet worden. Der eine ein Verteidiger mit Europaerfahrung in Frankfurt, der andere ein Stürmer, der Deportivo Alavés mal 3 Millionen Euro wert war.

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Beide verdienen erstklassig, knapp unter einer Million Euro pro Jahr – und beide lieferten bisher keine erstklassige Show ab. Aber: Viele Auftritte hatten die beiden nicht. Nun, da Hannover aktuell mit dem Aufstiegskampf nichts mehr zu tun hat, reift ein neuer Plan: eine Art Saisonfinalrunde mit Falette und Twumasi.

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„Fara“ und „Paddy“, so ihre Künstlernamen, sollen nun zeigen, dass sie wirklich wertvoll für 96 sein können. Es ist Teil des Plans für die kommende Saison, die restlichen zehn Spiele und den engen Terminkalender zu nutzen, Dinge zu proben, die bisher nicht funktionierten.

Viele werden vorspielen dürfen: die Talente Moussa Doumbouya oder Mick Gudra, Florent Muslija als Spielmacher – aber auch Falette und Twumasi. Noch haben Manager Gerhard Zuber und Trainer Kenan Kocak die Hoffnung nicht aufgegeben, dass beide ihr Geld wert sind.

"Müssen schauen, dass wir die Jungs voranbringen"

Die Chance, die 96 beiden Toptransfers gewähren will in den kommenden Wochen, ist äußerst großzügig. Twumasi war viel zu lang nicht spielbereit, um seine Ablöse von 750 000 Euro schnell zu begründen. Falette spielte noch seltener, einerseits wegen einer Muskelverletzung, andererseits wegen der Suspendierung nach der Attacke gegen Genki Haraguchi im Training.

Startgarantien für beide schon ab dem Hamburg-Spiel am Sonntag ließ Kocak sich am Dienstag nicht entlocken. „Wir müssen schauen, dass wir die Jungs voranbringen“, sagte der Trainer. Nur Einsätze bringen beide voran. Verletzte Spieler begünstigen den Neustart für die beiden Profis, die in Hannover eigentlich Leistungsträger werden wollten und hätten sein können.

Bilder vom Training von Hannover 96 (30. März)

Bilder vom Training von Hannover 96 (30. März) Zur Galerie
Bilder vom Training von Hannover 96 (30. März) © Florian Petrow

Timo Hübers fehlt in der Innenverteidigung, Falette springt automatisch ein. Abgesehen vom internen Test, in dem der Verteidiger auffällig laut und chefig unterwegs war, liegt das letzte Spiel für ihn drei Monate zurück – ein gutes Spiel von ihm beim 4:0 gegen Sandhausen, wo er einen Treffer vorbereitete.

Twumasi bekam zuletzt am 27. Februar fünf wirkungslose Minuten beim 2:2 gegen Fürth. Er war überhaupt bisher Teilzeitarbeiter. Im Minutenschnitt trifft Twumasi in jeder zweiten Partie, drei Tore erzielte er in 556 Minuten Spielzeit. Zwei Vergleiche: Hendrik Weydandt traf bei doppelt so viel Spielzeit ebenfalls dreimal, Kingsley Schindler in 1350 Minuten gar nicht. Der Leihspieler aus Köln ist ohnehin zurzeit verletzt.

Twumasi und Falette kommt zugute, dass Kocak die Mannschaft nach den mäßigen Resultaten (drei Punkte in vier Spielen, kein Sieg) ohnehin umbauen muss. Verpatzen die beiden Toptransfers ihre Auftrittschancen für den Rest der Serie, dann weiß der Klub ebenfalls genau, wo er dran ist. „Fafa“ und „Paddy“ wissen dies dann auch. Die beiden kamen, um in Hannover Stars zu werden. Mehr Zeit zu zeigen, ob sie es werden können, sollte 96 ihnen noch geben.