01. Juli 2019 / 09:04 Uhr

"Lege viel Wert auf hohes Tempo": Slomka vermisst bei 96 die Geschwindigkeit

"Lege viel Wert auf hohes Tempo": Slomka vermisst bei 96 die Geschwindigkeit

Tobias Manzke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
„Ich lege ganz viel Wert darauf, dass man hohes Tempo vorlegt und auch viel sprintet“, sagt 96-Trainer Mirko Slomka.
„Ich lege ganz viel Wert darauf, dass man hohes Tempo vorlegt und auch viel sprintet“, sagt 96-Trainer Mirko Slomka. © Petrow/SPORTBUZZER
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In den letzten Testspielen ließ es Hannover 96 an schnellen Angriffen vermissen. Trainer Slomka nimmt die Spieler in die Pflicht: "Ich lege ganz viel Wert darauf, dass man hohes Tempo vorlegt." Ein schneller Außenstürmer soll noch kommen. 

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Viertes Spiel, vierter Sieg in der Vorbereitung – aber das bisher knappste Ergebnis: 3:2 gewann 96 am Samstagnachmittag in Uelzen gegen den Viertligisten Lüneburger SK. „Mit der Defensivarbeit sind wir heute überhaupt nicht zufrieden“, sagte Trainer Mirko Slomka nach der Partie.

Vor allem im Mittelfeld entstanden zu viele Lücken, und das trotz gestandener Profis wie dem Brasilianer Wa­lace oder dem norwegischen Nationalspieler Iver Fossum. Utku Sen brachte den Regionalligisten nach schöner Einzelleistung in Führung (34.). Jonathas, der zuvor zwei große Chancen vergab, erzielte den Ausgleich (41.). Sebastian Soto (47.) und Benjamin Hadzic (67.) sorgten für die 96-Führung, ehe Sen (78., fragwürdiger Foulelfmeter) mit einem weiteren Treffer verkürzte. Ein glanzvoller 96-Auftritt war das nicht, was aber sicher auch der extremen Hitze geschuldet war.

96 überzeugt zu selten mit guten Angriffen

Aber ein wenig mehr hätte es schon sein dürfen. Zu selten konnte 96 mit gut vorgetragenen Angriffen überzeugen. Vor allem beim Tempo hakte es. Und genau das will Slomka von seinen Spielern sehen. „Ich lege ganz viel Wert darauf, dass man hohes Tempo vorlegt und auch viel sprintet“, sagte der Trainer.

Aber die schnellen Läufe kommen bisher noch zu selten. „Aus dem letzten Spiel konnte man schon sehen, dass die Anzahl der tatsächlichen Sprints – das sind Läufe über 25 Stundenkilometer – nicht bei allen so gehäuft sind, dass man sagen kann: Hier ist richtig Gas drin. Das fehlt uns“, so Slomka. Auch in Uelzen waren Power-Antritte selten zu sehen.

Bilder vom Testspielsieg von Hannover 96 gegen den Lüneburger SK

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Bilder vom Testspielsieg von Hannover 96 gegen den Lüneburger SK ©
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Florent Muslija fand sein Gaspedal vor dem 1:1-Ausgleich. Der Mittelfeldspieler bereitete das Tor von Jonathas mit einem starken Solo vor. Auch Linton Maina versuchte immer wieder, in Eins-gegen-eins-Situationen seine Schnelligkeit auszuspielen. Dem Flügelflitzer fehlt es aber noch an Spritzigkeit. Fakt ist: Immer wenn 96 das Tempo anzog, wurde es auch gefährlich. Vor dem 2:1 durch Soto schaltete Marco Stefandl ein paar Gänge hoch, rannte durch das Mittelfeld und setzte dann klug US-Stürmer Soto gut in Szene. Vor dem 3:1 huschte Haraguchi an seinen Gegenspielern vorbei, bevor der Ball bei Hadzic landete.

Mit Noah Sarenren Bazee (nach Augsburg) und Ihlas Bebou (Hoffenheim) hat 96 Hochgeschwindigkeitsspieler verloren. Deshalb sucht 96 auf der Außenposition noch mindestens einen schnellen Nachfolger. „Wir haben gute Ballbesitzphasen, in denen wir uns ausruhen können, aber dann muss irgendwann der Speed bis zum Abschluss beginnen“, so Slomka. Daran wird der 96-Trainer in den kommenden Wochen arbeiten, damit seine Profis zum Saisonstart in Stuttgart ordentlich aufs Tempo drücken können.

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