08. Juni 2019 / 13:19 Uhr

Hannover 96: Slomka hat "große Lust" auf Soto - BVB wohl nicht interessiert

Hannover 96: Slomka hat "große Lust" auf Soto - BVB wohl nicht interessiert

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Will Sebastian Soto halten: 96-Coach Mirko Slomka.
Will Sebastian Soto halten: 96-Coach Mirko Slomka. © imago images / Florian Petrow / Witters
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Sebastian Soto gilt als große Sturmhoffnung bei Hannover 96, aktuell wirbelt er bei der U20-WM in Polen. Trainer Mirko Slomka will den aufstrebenden 18-Jährigen gerne halten. Immerhin: Das angebliche Interesse von Borussia Dortmund gibt es wohl nicht.

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Sebastian Soto (18) ist ein Star der U20-WM in Polen. Viermal hat der 96-Stürmer in dem Turnier schon für die USA getroffen, zuletzt zweimal gegen den Weltmeister-Nachwuchs aus Frankreich (3:2). Am Samstag (17.30 Uhr) kämpft Soto gemeinsam mit 96-Linksverteidiger Chris Gloster um den Einzug ins Halbfinale gegen Ecuador. 96-Trainer Mirko Slomka beobachtet Sotos Entwicklung nicht nur sehr genau, er hat „rund um die Spiele Kontakt zu ihm. Ich habe mich total gefreut für ihn.“

Aber darf sich 96 auf den talentierten Angreifer überhaupt noch freuen? Es gab Berichte, Dortmund wolle den 18-Jährigen holen, weil das 96-Angebot für den Profivertrag zu schlecht sein soll. Slomka widerspricht in beiden Punkten. „Ich habe mit Aki Watzke telefoniert“, erklärte der 96-Trainer am Freitag. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke „ist unglaublich gut vernetzt, ich habe mit ihm auch über die Dortmunder Jugend gesprochen und glaube, aktuell sind sie nicht an Soto interessiert“.

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Slomka hat Eindruck, dass Soto bleiben will

Der 96-Trainer hatte wissen wollen, was dran sei an dem Gerücht, das der US-amerikanische Sportsender ESPN um die Welt schickte. Offenbar nichts. Ferner sagte Slomka: „Er hat noch ein Jahr Vertrag bei uns. Wir haben ihm ein sehr gutes Angebot gemacht.“ Der neue 96-Trainer sagte außerdem, dass er „wenig Bock“ habe, Soto zum Profi auszubilden, sollte der US-Boy den neuen 96-Vertrag nicht unterschreiben und nur noch ein Jahr bleiben.

Druck auf Soto braucht Slomka aber nicht auszuüben, glaubt der Trainer. Er habe vielmehr den Eindruck, dass Soto gerne bei 96 bleiben würde. „Er reagiert auf eine Weise, die mir sagt, er hat Interesse.“ Slomka selbst habe „große Lust, mit ihm zu arbeiten. An meiner Vita kann er ablesen, dass ich großen Spaß daran habe, junge Spieler zu Profis zu machen.“

Sotos Vita ist mit 18 Jahren bereits beeindruckend. Vor gerade einmal einem Jahr kam der Junge aus Steven Cherundolos Heimat San Diego über Salt Lake nach Hannover. Er traf 17-mal in der A-Junioren-Bundesliga, spielte bei André Breitenreiter im Wintertrainingslager vor und bekam unter Thomas Doll drei Bundesliga-Einsätze.

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Die 25 Bundesliga-Minuten nimmt ihm niemand mehr. Soto ist ein spielender Stürmer, war früher Zehner, ist jetzt Neuner. Sein Vorbild war Robert Lewandowski, seine Bewegungen erinnern an Lars Stindl – für Stindls Klasse fehlt es natürlich an Erfahrung.

Die Erfahrung will der 96-Trainer ihm geben. „Seine Laufwege sind außergewöhnlich, im Abschluss ist er sicher“, weiß Slomka. Soto möchte es gegen Ecuador und möglichst am 15. Juni im Finale zeigen, warum 96 weiterhin große Lust auf ihn haben sollte.

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Sebastian Soto: Seit Sommer 2018 bei Hannover 96 (4 Spiele). Zur Galerie
Sebastian Soto: Seit Sommer 2018 bei Hannover 96 (4 Spiele). ©

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