03. Juni 2019 / 13:05 Uhr

Fördern statt verkaufen: So plant Mirko Slomka mit den Sorgenkindern von Hannover 96

Fördern statt verkaufen: So plant Mirko Slomka mit den Sorgenkindern von Hannover 96

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kriegt Mirko Slomka die Sorgenkinder von Hannover 96 wieder hin? 
Kriegt Mirko Slomka die Sorgenkinder von Hannover 96 wieder hin?  © imago images/Agentur 54 Grad/Joachim Sielski/Montage
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Walace, Genki Haraguchi, Jonathas und Josip Elez - sie alle sind Problemfälle von Hannover 96. Die Leistung stimmte zu selten, Abnehmer scheint es nicht zu geben. Der neue Trainer Mirko Slomka will sie bei 96 zurück in die Spur führen. Auf der Verkaufsliste stehen die Sorgenkinder aber weiterhin... 

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Neuanfang. Dieses Wort kommt gut an, wenn eine Mannschaft wie Hannover abgestiegen ist. Bei 96 scheint sich der Neuanfang auf die frische Beziehung des neuen Trainers zu den abgestiegenen Spielern zu beziehen. Nach dem Verkauf von Niclas Füllkrug und Ihlas Bebou bekommt 96 seine ehemals wertvollen Spieler nicht los: Walace (festgeschrieben über 30 Millionen Euro) und Genki Haraguchi (8 Millionen) waren zuletzt nur sogenannte Ladenhüter – ebenso wie Jonathas oder Verteidiger Josip Elez, der in der Rückrunde gar nicht mehr zum Einsatz kam.

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"Wäre gut, wenn er für 96 eine gute Leistung abruft"

„Manchmal gibt ein neuer Trainer neue Impulse“, glaubt Slomka. Der neue Trainer will das verschüttete Talent der Spieler wieder ausgraben. Für Walace „und für uns wäre es gut, wenn er für Hannover 96 eine gute Leistung abruft“. Was für Walace (Vertrag bis 2022) gilt, gilt genauso für Haraguchi (2021), Elez (2021) und Jonathas (2020).

Die Logik ist einleuchtend: Wenn 96 diese Spieler nicht verkaufen kann, müssen sie eben in Hannover unter einem neuen Trainer funktionieren. Einmal hatte es mit Walace funktioniert. Unter André Breitenreiter wurde er zum brasilianischen Nationalspieler.



So genossen die Spieler von Hannover 96 ihre freie Zeit:

96-Spieler im Urlaub. Zur Galerie
96-Spieler im Urlaub. ©

Bekommt Slomka Jonathas hin?

Der Fall Jonathas liegt anders. Anstatt sich im Abstiegskampf auf die Bank zu setzen, soll er eine Verletzung vorgeschoben haben. Der Stürmer könnte qualitativ den Unterschied ausmachen, wenn er sich nicht selbst im Weg stehen würde. 14 Stationen in 13 Jahren als Profi, in sechs verschiedenen Ländern? Rekordverdächtig. Alter (30), Wechselbilanz, Einsatzzeiten – es gibt kaum Argumente für einen Weiterverkauf. Sein einziges kleines Plus: die Trefferquote. Von zehn Einsätzen war Jonathas in vier Spielen direkt an Toren beteiligt.

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Haraguchi am ehesten vermittelbar

Bei Haraguchi ist es umgekehrt. Beim Japaner stimmen Einsatzzeiten, aber es kam zu wenig dabei heraus. Zehn Torbeteiligungen hatte er sich zum Ziel gesetzt. Es wurden vier Torvorlagen. Haraguchi ist dennoch am ehesten vermittelbar. Elez hingegen zeigte sich in der Rückrunde verletzungsbedingt gar nicht mehr. Wobei bis heute nicht ganz klar ist, woran der 25 Jahre junge Kroate wirklich litt. Slomka möchte es herausfinden.

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