17. März 2021 / 11:00 Uhr

Vorgabe für 96-Akademie: Verträge wie für Neiß und Stehle soll's nicht mehr geben

Vorgabe für 96-Akademie: Verträge wie für Neiß und Stehle soll's nicht mehr geben

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Justin Neiß und Simon Stehle (eingeklinkt) zählen zu bestbezahlten Talenten bei 96.
Justin Neiß und Simon Stehle (eingeklinkt) zählen zu bestbezahlten Talenten bei 96. © Florian Petrow
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96 muss kräftig sparen - auch im eigenen Nachwuchsbereich. Dort soll künftig Schluss sein mit überdurchschnittlich dotierten Verträgen für die Talente. Fünfstellige Gehälter wie bei Justin Neiß oder Simon Stehle, die es nicht oder nicht dauerhaft zu den Profis schaffen, soll es nicht mehr geben.

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Hannover 96 muss sparen - und das betrifft nicht nur die Profi-, sondern auch den Nachwuchsbereich. Laut 96-Boss Martin Kind soll Schluss sein, mit überdurchschnittlich dotierten Verträgen für Talente. Ein Beispiel ist Justin Neiß, der sich bisher nicht hat durchsetzen können und dessen Vertrag am Saisonende ausläuft.

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Vor zwei Jahren unterschrieb der damals 18-Jährige einen Profivertrag, den ihm der damalige Manager Horst Heldt zugestand. Neiß war in der U19 bei 15 Einsätzen an 18 Toren beteiligt gewesen. Es sei „geplant, dass Neiß mit Beginn der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit fest zum Profiteam stößt“, meldete 96.

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Neiß hat jedoch bei den Profis nie eine Rolle gespielt, stand nicht einmal im Kader und trainiert auch nicht mit. In den bisherigen acht Regionalligaspielen in der unterbrochenen Saison erzielte er ein Tor. Er soll dennoch monatlich knapp fünfstellig verdienen. Auch Simon Stehle (Vertrag bis 2022) kassiert in dem Bereich. Stehle steht immerhin an der Schwelle zu den Profis, hat bereits ein Zweitligator erzielt und trainiert zumindest regelmäßig mit.



Zum Vergleich: Moussa Doumbouya bekommt nur etwa 4000 Euro pro Monat. Der Stürmer macht laut Trainer Kenan Kocak „eine tolle Entwicklung“ und stand vor seiner Startelfpremiere beim ausgefallenen Spiel am Sonntag gegen Würzburg. Der Guineer soll bald einen Profivertrag bekommen, er wird aber auch nur bei einem knapp fünfstelligen Betrag landen – Erfolgsprämien extra.