02. September 2020 / 11:35 Uhr

In Osnabrück vor Fans? VfL will Corona-Obergrenze nutzen - 96 spielt Varianten durch

In Osnabrück vor Fans? VfL will Corona-Obergrenze nutzen - 96 spielt Varianten durch

Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sehen sich der VfL Osnabrück und Hannover 96 an der Bremer Brücke vor immerhin 999 Zuschauern wieder?
Sehen sich der VfL Osnabrück und Hannover 96 an der Bremer Brücke vor immerhin 999 Zuschauern wieder? © Guido Kirchner/dpa-Pool/dpa
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Der VfL Osnabrück will - sofern die Corona-Verordnungen nicht verschärft werden - sein erstes Heimspiel vor 999 Zuschauern durchführen. So viel wären aktuell zugelassen. Zu Gast ist am 2. Spieltag Hannover 96. Und auch bei den Roten beschäftigt man sich Varianten, Zuschauer wieder in HDI-Arena zu lassen.

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Fußball mit Zuschauern – geht da vielleicht doch was zum Start der 2. Bundesliga in etwas mehr als zwei Wochen? In Osnabrück will man es versuchen. Der VfL hat sein erstes Heimspiel am 25. September gegen Hannover 96 – und möchte vor 999 Zuschauern spielen. Voraussetzung dafür: Die aktuellen Corona-Verordnungen des Landes Niedersachsen, die Veranstaltungen mit bis zu 1000 Besuchern und einem zulässigen Hygienekonzept erlauben, gelten dann noch.

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„Auf dieser Basis planen wir im Moment“, sagte der Leiter Marketing und Kommunikation, Sebastian Rü­ther. Und die Pläne sind weit vorangeschritten. Der VfL hat ihn bereits Fans, Dauerkarteninhabern und Vertretern des Fanprojekts vorgestellt: 40 Prozent der 999 Plätze sollen an Inhaber von Businesssitzen verkauft werden.

Das ist der Spielplan von Hannover 96 in der Saison 2020/21 der 2. Bundesliga:

Hannover 96 spielt in der aktuellen Zweitligasaison unter anderem gegen Fortuna Düsseldorf, den HSV und Eintracht Braunschweig.  Zur Galerie
Hannover 96 spielt in der aktuellen Zweitligasaison unter anderem gegen Fortuna Düsseldorf, den HSV und Eintracht Braunschweig.  ©

Auch die 213 Besitzer einer lebenslangen Dauerkarte sollen bei den Heimspielen dabei sein dürfen. Die restlichen 386 Eintrittskarten möchte der VfL an Käufer einer „Soli-Dauerkarte“ vergeben, die der Verein für die Zeit der Corona-Krise eingeführt hat.



Entscheidung bei 96 steht noch aus

Und auch an anderen Fußballstandorten kann mit Zuschauern geplant werden: Bundesligist RB Leipzig hat die Freigabe für Zuschauer vom Gesundheitsamt be­kom­men. Gegen Mainz 05 dürfen 8 500 Zuschauer ins Stadion kommen, das entspricht 20 Prozent der Kapazität. Im DFB-Pokal möchte Mainz das Erstrundenspiel gegen den TSV Havelse am 11. September vor Zuschauern austragen und wird den Behörden ein entsprechendes Konzept zur Genehmigung vorlegen.

Und wie plant 96? Bei dem Zweitligisten liegen zur Zuschauerthematik auch mehrere Pläne in der Schublade, verschiedene Varianten werden intern durchgegangen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Erster Ansprechpartner dabei sind die Region Hannover und das Gesundheitsamt, das am Ende die Freigabe erteilen muss.

Ein Aspekt bei der 96-Entscheidung: die Wirtschaftlichkeit. Das heißt, wie groß wäre der Aufwand, um 999 Zuschauer in die HDI-Arena zu lassen? Kostet es am Ende mehr, als wenn einfach ohne Zuschauer gespielt würde.

Einheitlicher Beschluss der DFL denkbar

Eine Partie wieder vor Fans auszutragen, könnte aber auch ein Zeichen sein, wieder ein kleines Stück in die Normalität zurückzukehren, und damit wichtiger als der wirtschaftliche Aspekt sein. Auch das wird intern bei 96 diskutiert.

Es ist allerdings gut möglich, dass die Deutsche Fußball-Liga vor dem Start der 1. und 2. Bundesliga einen einheitlichen Beschluss trifft. Denn dürfte ein Klub vor Zuschauern spielen und ein anderer wiederum nicht, weil das Infektionsgeschehen in dem Bundesland höher ist, wäre das Wettbewerbsverzerrung.

Mehr über Hannover 96

Am Donnerstag findet bei der DFL per Videoschalte eine weitere Mitgliederversammlung vor dem Start der neuen Saison statt. Das Zuschauerthema soll dort aber nicht behandelt werden. Für Hannover 96 nimmt Justiziar Reinhold Vogelsang an der Schalte teil.

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