13. März 2022 / 15:26 Uhr

Ernüchternde Niederlage: Reife Nürnberger besiegen schwaches 96 mit 3:0

Ernüchternde Niederlage: Reife Nürnberger besiegen schwaches 96 mit 3:0

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die rote Übermacht hilft nicht, der FCN geht durch Lukas Schleimer in der 26. Minute in Führung.
Die rote Übermacht hilft nicht, der FCN geht durch Lukas Schleimer in der 26. Minute in Führung. © picture alliance/dpa
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Dieses Spiel hat den Fans von 96 keinen Spaß gemacht: Die Mannschaft von Christoph Dabrowski unterlag einem klar überlegenen 1. FC Nürnberg vor 14.300 Zuschauern verdient mit 0:3 (0:1). Schleimer, Krauß und Shuranov trafen für die Franken.

Hannover 96 hat sich von der Niederlage in Sandhausen offenbar nicht erholt: Im Heimspiel des 26. Spieltags gegen den 1. FC Nürnberg war die Mannschaft von Christoph Dabrowski von Anfang an unterlegen und stand am Ende nach einem 0:3 (0:1) mit leeren Händen da.

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Während es die Roten verpasst haben, sich wieder etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt zu verschaffen, und man sich angesichts der trostlosen Darbietung durchaus Sorgen machen muss, hat sich der Club weiter an die Aufstiegsplätze herangespielt. Durch den Auswärtssieg sind die Franken nur noch drei Zähler von den Plätzen eins, zwei und drei entfernt.

Bilder vom Spiel der 2. Bundesliga zwischen Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg

 In der Südkurve ist's wieder voll beim Heimspiel von 96 gegen Nürnberg. Zur Galerie
In der Südkurve ist's wieder voll beim Heimspiel von 96 gegen Nürnberg. ©

Die erste Viertelstunde gehörten den Gästen aus Franken, sie legten eine gefällige Spielweise an den Tag und hatten durch Fabian Nürnberger auch die erste Chance. Sein Schuss rauschte knapp am rechten Pfosten vorbei, Ron-Robert Zieler wäre allerdings zur Stelle gewesen (7.). Direkt im Gegenzug meldete sich aber auch 96 offensiv an: Einen langen Ball legte der für Sebastian Kerk (Magen-Darm-Infekt) in die Startelf gerückte Lukas Hinterseer per Kopf zurück auf Sebastian Stolze, der direkt abzog - deutlich übers Tor (8.).

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Nürnberg machte das Spiel, das war offensichtlich nach dem Geschmack von 96, das sehr tief stand und auf Konter lauerte. Nicht nach dem Geschmack war indes der Führungstreffer vom Club in der 26. Minute: Gerade forderten die Roten auf der Gegenseite noch einen Handelfmeter, da erzielte Lukas Schleimer das 1:0, nachdem er beim schnellen Gegenstoß Sekunden zuvor den Moment für ein Abspiel verpasste hatte.

Teuchert mit ersten Gelegenheiten

96 reagierte wütend, hatte direkt im Anschluss eine Chance von Cedric Teuchert, der aus Distanz jedoch in Club-Keeper Christian Mathenia seinen Meister fand (27.). Teuchert hatte kurz darauf eine weitere gute Gelegenheit, den Ausgleich zu erzielen, aus dem Gewühl heraus traf er aus zehn Metern den Ball allerdings nicht richtig, sodass Mathenia keine Mühe hatte. Hinterseer hatte das Spielgerät gut zurückgelegt.

In der 40. Minute fehlte den Gastgebern nicht zum ersten Mal in der Defensive völlig der Zugriff: Die Gäste konnten im und um den Strafraum herum kombinieren, flanken und Schleimer schließlich köpfen. Sein Kopfball senkte sich gefährlich auf die Latte. Es war der letzte Aufreger des ersten Durchgangs.

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Zur zweiten Hälfte brachte Dabrowski auf der linken Seite Philipp Ochs für den offenbar angeschlagenen Niklas Hult. Am Spielverlauf änderte sich zunächst nichts, Nürnberg kombinierte bisweilen gefällig, 96 fand kein Durchkommen - bis zur 53. Minute, als Linton Maina über links durchbrach, den Ball in den Strafraum querlegte und Teuchert abzog. Sein Schuss wurde allerdings abgefälscht und entschärft.

Die Begegnung wurde zäh. Die Gäste taten nicht mehr als nötig, die Platzherren sich auf dem alles andere als optimal bespielbarem Geläuf überaus schwer. Dabrowski brachte Hendrik Weydandt (für Hinterseer) und Lawrence Ennali (für Stolze), um die Offensive zu beleben (65.). Und tatsächlich hatte Weydandt nach seiner Einwechslung schnell eine gute Möglichkeit, doch nach einem langen Ball nagelte er den Ball ziemlich weit übers Nürnberger Tor (68.).

Krauß mit der Vorentscheidung, Shuranov mit der Entscheidung

Tom Krauß hätte auf der Gegenseite für die Vorentscheidung zugunsten des FCN sorgen können, doch aus spitzem Winkel setzte er den Ball nach einer netten Kombination links neben das Gehäuse (73.). So war 96 weiter am Leben - und hatte durch Teuchert mal wieder eine ganz gute Chance, seinen Schuss von der Strafraumgrenze konnte Mathenia nur zur Seite abwehren. Ennali setzte nach, jedoch aus Abseitsposition (81.).


Statt aus dem Nichts auszugleichen, sorgte Krauß dann doch für die Vorentscheidung: Nach einem katastrophalen Fehlpass von Julian Börner zog er aus der Distanz ab und traf zum 2:0 - maßgeblich unterstützt von Börner, der seinen Kopf in den Schuss hielt (84.). Der Drops war gelutscht, bei 96 hingen die Köpfe - und der Club setzte durch den eingewechselten Erik Shuranov, der völlig blank vor Zieler auftauchte, sogar noch einen drauf (87.). Es wurde deutlich - und von den 14.300 Zuschauern gab es nun auch Pfiffe.