19. März 2022 / 15:24 Uhr

Verbessert, aber nicht gut genug: 96 unterliegt beim FC Schalke 04 mit 1:2

Verbessert, aber nicht gut genug: 96 unterliegt beim FC Schalke 04 mit 1:2

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Schalkes Kerim Calhanoglu und Sei Muroya (links) sind beide ins Stolpern gekommen.
Schalkes Kerim Calhanoglu und Sei Muroya (links) sind beide ins Stolpern gekommen. © 2022 Getty Images
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96 ist der Befreiungsschlag auf Schalke nicht gelungen. Die Mannschaft von Christoph Dabrowski präsentierte sich zwar verbessert, unterlag den Knappen jedoch mit 1:2 (0:1) und bleibt Tabellen-14. Cedric Teuchert hatte zwischenzeitlich ausgeglichen.

Die Talfahrt von 96 in der 2. Bundesliga geht weiter. Trotz einer Leistungssteigerung gegenüber den Spielen in Sandhausen (1:3) und gegen Nürnberg (0:3) zogen die Roten auch beim FC Schalke 04 den Kürzeren. Vor rund 55.000 Zuschauern in der Veltins-Arena, 1200 davon aus Hannover, hieß das Ergebnis aus Sicht der Mannschaft von Christoph Dabrowski diesmal 1:2 (0:1).

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96 verpasste es, sich etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt zu verschaffen, bleibt Tabellen-14. Der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt zwar nach wie vor vier Punkte, allerdings spielt Dresden erst am Sonntag (in Nürnberg).

Bilder vom Spiel der 2. Bundesliga zwischen dem FC Schalke 04 und Hannover 96

Marcel Franke stellt sich Schalkes Torjäger Simon Terodde in den Weg. Zur Galerie
Marcel Franke stellt sich Schalkes Torjäger Simon Terodde in den Weg. ©

Dabrowski überraschte mit seiner Startelf: Nicht nur, dass Hendrik Weydandt ganz vorn mal wieder eine Chance bekam, er brachte auch Tim Walbrecht. Der 20-Jährige feierte sein Zweitligadebüt - und das auch noch von Beginn an, nachdem er zuletzt schon einige Minuten im Pokal gegen Leipzig hatte reinschnuppern dürfen. Weniger überraschend war da schon, dass Philipp Ochs für den erkrankten Niklas Hult auflief.

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Ochs und Sei Muroya flankierten die Dreierkette bestehend aus Julian Börner, Walbrecht und Marcel Franke, davor verteidigten Gaël Ondoua und Mark Diemers. Sebastian Kerk und Cedric Teuchert sollten vorn hinter Weydandt für Gefahrenmomente sorgen. Den ersten davon kreierten allerdings die Gastgeber: Bereits nach 30 Sekunden zog Marius Bülter von der Strafraumgrenze ab, sein Schuss war jedoch keine ernsthafte Prüfung für 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler.

Terodde scheitert aus Nahdistanz an Zieler

Schon gefährlicher wurde es in der 11. Minute, als Kerk von Weydandt bedient wurde und nur knapp links am Schalker Kasten vorbei schoss. Kurz zuvor hatte bereits der in Anfangsphase auffällige Muroya abgeschlossen, Martin Fraisl war in dieser Szene mit beiden Fäusten zur Stelle (10.). Und noch gefährlicher wurde es, als Schalkes Knipser Simon Terodde seine erste Situation hatte: Nach einer Flanke von Rodrigo Zalazar bekam er den Ball noch an den Fuß, verpasste sein 20. Saisontor aber, weil Zieler aus kurzer Distanz parierte (13.).

Es ging hin und her: Auf der gegenüberliegenden Seite brachte Diemers den Ball vom rechten Flügel in die Mitte, wo Weydandt selbigen nur knapp verpasste (14.). Die nächste große Chance bot sich wieder Terodde, der allerdings offenkundig überrascht davon war, wie frei er aus kurzer Distanz abschließen durfte. Er drosch das Spielgerät weit übers Tor (25.). Wieder auf die andere Seite: Hier klatschte der Ball nach einer Kerk-Ecke an den Außenpfosten (32.).

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Als alles danach aussah, dass es torlos in die Pause gehen würde, zog S04 die Zügel noch einmal an - und ging in Führung: Nach einer Ecke, die es aber gar nicht hätte geben dürfen, konnte Ondoua nicht klären, Marius Lode kam etwas glücklich an den Ball und legte auf Ko Itakura ab. Der Japaner ließ sich nicht lange bitten und traf aus der Drehung (43.).

96 sammelte sich in der Kabine - und startete perfekt in die zweite Hälfte: Nach Pass von Ochs drehte sich Teuchert um Malick Thiaw und schoss mit rechts wuchtig wie platziert ins lange Eck des Schalker Tores - 1:1 (50.). Die Freude über den Ausgleich währte allerdings nicht lang, mit der nächsten Gelegenheit gingen die Blau-Weißen wieder in Führung: Nach Steckpass von Lode zog Zalazar aus spitzem Winkel ab - und war damit erfolgreich (54.).

Schalke hat Chancen, schnell zu erhöhen

Ein Wirkungstreffer. 96 schwamm in der Folgezeit, Schalke hatte einige Gelegenheiten, schnell zu erhöhen, doch Zieler war gegen Bülter (59.), Thiaw und erneut Bülter (60.) auf dem Posten. Dabrowski wechselte doppelt, brachte Linton Maina für den angeschlagenen Ochs und Maximilian Beier für Kerk (69.). Die Szenerie beruhigte sich, die Partie plätscherte dem Ende entgegen, 96 fehlte offenbar die Kraft, sich noch einmal aufzubäumen und der Niederlage entgegenzustemmen.

Chancen hatte nur noch Schalke, doch auch Drexler scheiterte aus aussichtsreicher Position an Zieler (87.). Auch in der fünfminütigen Nachspielzeit sprang nichts mehr für 96 heraus, es blieb beim 1:2 und damit der verdienten Auswärtsniederlage.

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