25. Februar 2022 / 20:33 Uhr

Zweiter Sieg in Serie: Hannover 96 gewinnt Heimspiel gegen Holstein Kiel

Zweiter Sieg in Serie: Hannover 96 gewinnt Heimspiel gegen Holstein Kiel

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kiels Torwart Thomas Dähne (Mitte) und Phil Neumann (links) reklamieren nach dem Treffer zum 2:0 von Hannovers Niklas Hult (2.v.l). 
Kiels Torwart Thomas Dähne (Mitte) und Phil Neumann (links) reklamieren nach dem Treffer zum 2:0 von Hannovers Niklas Hult (2.v.l).  © picture alliance/dpa
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Es läuft aktuell rund: Hannover 96 hat sich am Freitagabend mit 2:0 gegen Holstein Kiel durchgesetzt. Nach einer torlosen ersten Halbzeit haben Sebastian Kerk und Niklas Hult mit ihren Treffern für den Heimsieg gegen den Tabellennachbarn gesorgt. Hier gibt es den Spielbericht!

Kein normales Fußballspiel, wie auch in diesen Tagen. Einen Eintrag für die Tabelle gibt’s trotzdem - 96 gewann 2:0 gegen Kiel in einem sehr guten Zweiligaspiel.

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Schweigeminute vor dem Anpfiff

96 reagierte auf den Krieg in der Ukraine, spielte als Einlaufmusik für die Mannschaften nicht den üblichen Gassenhauer, sondern Jon Lennons „Imagine“. Stadionsprecher Frank Rasche erinnerte an das Europa-League-Spiel von 96 in Poltawa, als „Zeichen für den für den Frieden“ folgte eine Schweigeminute, anfangs unterbrochen von Zwischenrufern. Einer forderte „Schröder raus“, der umstrittene Altkanzler war lange 96-Aufsichtsratschef.

Bilder vom Spiel der 2. Bundesliga zwischen Hannover 96 und Holstein Kiel

96-Innenverteidiger Julian Börner (links) kommt nicht an den Ball. Zur Galerie
96-Innenverteidiger Julian Börner (links) kommt nicht an den Ball. ©

"Hierfür liegt kein gutes Geläuf vor"

Gespielt wurde dennoch, soweit möglich. Der Platz war in einem katastrophalen Zustand. Hier der Mängelbericht von Sportchef Marcus Mann: 96 und Kiel sind „zwei Mannschaften, die gut Fußball spielen, hierfür liegt kein gutes Geläuf vor.“

Der heftige Regen, dazu die Doppelnutzung im wöchentlichen Wechsel von 96 und Drittligist Havelse machten den zu einer Mischung aus Sumpflandschaft und Acker. Rutschpartien im Morast im Minutentakt, alle Spieler hatten Standschwierigkeiten, 96 zudem auch noch Kontrollprobleme. 

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Kiel startet gut

Kiel kam besser rein, und vor allem immer wieder über die rechte Verteidigungseite von 96. Den Ex-Kieler Jannik Dehm hatte sich Holsteins Trainer Marcel Rapp offenbar als Schwachpunkt ausgeguckt. Fabian Reese zog schon in der ersten Minute an Dehm vorbei und aufs Tor, doch Ron-Robert Zieler ließ sich nicht überraschen. Der 96-Torwart musste auch in der Folge mehrfach eingreifen, die Kieler hatten anfangs mehr vom Spiel und die besseren Chancen. 

So richtig Zug baute 96 gegen Ende der ersten Hälfte auf. Die Dreifach-Chance in der 35. Minute war so etwas wie das Signal zum Angriff. Erst scheiterte Sebastian Stolze an Torwart Thomas Dähne, bei den Nachschüssen von Sebastian Kerk und Maximilian Beier stand Verteidiger Marco Kommata im Weg. Vieles blieb auf dem Weg zur Vollendung liegen, entweder im Matsch, oder das Zuspiel kam nicht oder im falschen Moment.

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Es fehlt die Präzision

Ähnlich ging’s aber auch den Kielern, die ebenso viele gefährliche Torszenen herausarbeiteten, aber auch da fehlte es an Präzision. Wie kurz nach der Halbzeit beim Ex-96er Julian Korb, der den Ball in vollem Lauf aus kurzer Distanz über das Tor schmetterte (47.). Es war unterhaltsam, Cedric Teuchert brachte die Kugel freistehend auf der anderen Seite auch nicht im Netz unter (51.).

Christoph Dabrowski reagiert nach einer Stunde, wechselte mit Stolze und Teuchert zwei Spieler aus der zuletzt erfolgreichen St. Pauli-Startelf aus. Linton Maina und Lukas Hinterseer durften so mitjubeln beim Tor von Kerk, der den Ball mit links reinwurschtelte (65.) - ein siebtes Saisontor. Wenig später bekam auch Niklas Hult seinen Eintrag in die Torschützenliste, weil er bei einem Schuss von Mark Diemers im Weg stand und den Ball unhaltbar abfälschte (72.). Weitere Tore verschlampte 96 dann noch leichtfertig.

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