18. November 2020 / 17:58 Uhr

7-Spiele-Rennen bis zum Fest: Wie viele Punkte hat 96 bis Weihnachten im Sack?

7-Spiele-Rennen bis zum Fest: Wie viele Punkte hat 96 bis Weihnachten im Sack?

Andreas Willeke und Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Seine Weihnachtsliste: Trainer Kenan Kocak muss mit 96 in 32 Tagen sieben Partien bestreiten. 
Seine Weihnachtsliste: Trainer Kenan Kocak muss mit 96 in 32 Tagen sieben Partien bestreiten.  © Florian Petrow
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In einem Monat muss Hannover 96 siebenmal in der 2. Bundesliga antreten – das Siebenspielerennen bis zum Fest beginnt.

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Von Würzburg bis Werder

Die 96-Profis, soweit sie nicht Nationalspieler sind, hatten sich an den Rhythmus gewöhnen können. Sie spielten im Zweivierteltakt. Nach den ersten vier Spielen inklusive DFB-Pokal folgte eine zweiwö­chige Länderspielpause. Dann kamen wieder vier Partien bis zur zweiten Länderspielunterbrechung der Saison.

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Dieser gemächliche Turnus verändert sich nun gewaltig. Es wird ein deutlich höheres Tempo angeschlagen, ab sofort sind die Spiele eng getaktet. In einem Monat muss 96 siebenmal antreten – das Siebenspielerennen bis zum Fest beginnt. Am 22. November startet der erhoffte Sturm auf die Tabellenspitze, am 23. Dezember soll mit dem DFB-Pokal-Spiel gegen Werder der festliche Höhepunkt für fröhliche Feiertage sorgen.

Die aktuellen Marktwerte der Spieler von Hannover 96 laut transfermarkt.de (Stand: 18. November 2020)

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Los geht’s am kommenden Sonntag mit der vielleicht schon richtungsweisenden Partie in Würzburg. „Wir brennen alle darauf, die drei Punkte auswärts mitzunehmen“, sagt Hendrik Weydandt.

"Endlich auswärts Punkte holen"

Schafft es die Mannschaft, ihre zumeist guten Heimleistungen auf Spiele in der Fremde zu übertragen? „Wir müssen daran arbeiten, endlich auswärts Punkte zu holen“, fordert Dieter Schatzschneider. „Dann geht unser Weg steil nach oben.“

In Würzburg hat 96 schon gewonnen, das Ergebnis von 3:2 zum Saisonstart im Pokal klingt knapper, als es war. Die Kickers kamen erst in den letzten Minuten zu ihren Toren. Würzburg hat gerade zum zweiten Mal den Trainer gewechselt und Bernhard Trares verpflichtet. Der Klub hat als Letzter nur einen Punkt geholt.

96 hat Nachholbedarf

„Unser Selbstverständnis muss sein, das Spiel gewinnen zu wollen“, sagt 96-Chef Martin Kind und hofft, „dass wir unsere Philosophie durchsetzen und dominieren wollen“. Kinds Wunsch nach zwei Siegen gegen Aue und Würzburg wird sich nach dem 0:0 gegen Aue nicht mehr realisieren lassen. Insofern hat 96 Nachholbedarf.

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Trainer Kenan Kocak will noch nicht weiter vorausblicken: „Wir konzentrieren uns auf Würzburg, es geht jetzt nicht um Dinge, die im Dezember sind.“ Der Pflichtsieg gegen Würzburg kann aber nur das Warmlaufen für die folgenden Aufgaben sein.

Ein Punkt in Hamburg?

Erst kommt Kiel, aktuell Vierter, dann geht’s zum Branchenführer HSV. Zwei Spiele, in denen sich zeigen wird, ob 96 um den Aufstieg mitspielen kann. Kiel besiegen, ein Punkt in Hamburg sollte das Ziel sein.

Es folgt in Heidenheim das zweite Auswärtsspiel in Folge – da muss die Auswärtsschwäche spätestens beseitigt sein. Sonst besteht die Gefahr, schon den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Ein Punkt in Heidenheim, Heimsieg danach gegen Bochum und noch ein Unentschieden in Regensburg – dann wären zwölf weitere Punkte zu Weihnachten im Sack.

Am Tag vor Heiligabend folgt dann noch der Pokalhit gegen Werder. „Da freue ich mich sehr drauf“, sagt Kind. Es gibt zwar keine Punkte, aber viel Geld zu verdienen.

Bilder vom Training von Hannover 96 (18. November)

Bilder vom Training von Hannover 96 (18. November) Zur Galerie
Bilder vom Training von Hannover 96 (18. November) © Florian Petrow

"Brauchen eine gute Balance"

Sieben Spiele in 32 Tagen, da ist auch der Trainer gefragt. „Wir brauchen eine gute Balance zwischen Belastung und Erholung“, sagt Kocak. „Wir müssen spielen, spielen, spielen und hoffen, dass die Jungs gesund bleiben. Aber wir wollen nicht jammern. Einfach kann jeder.“

Rotieren wird Kocak nicht groß können. „Wir haben jetzt nicht so einen großen Kader. Wir können nicht sagen, die gehen rein, die anderen mal raus“, erklärt der 39-Jährige. „Wenn dann noch Spieler ausfallen, was in der Jahreszeit passieren kann, dann steht man da. Man weiß nie, was passiert.“