07. Juni 2021 / 07:10 Uhr

Nachfolgersuche in Endphase: 96-Boss Kind will Trennung von Zuber "sauber und fair"

Nachfolgersuche in Endphase: 96-Boss Kind will Trennung von Zuber "sauber und fair"

Andreas Willeke und Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Noch arbeiten sie zusammen: Sportchef Gerhard Zuber und 96-Profichef Martin Kind (eingeklinkt).
Noch arbeiten sie zusammen: Sportchef Gerhard Zuber und 96-Profichef Martin Kind (eingeklinkt). © IMAGO/Sportfoto Rudel/Noah Wedel
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Aus 50 bis 60 Vorschlägen sind fünf bis sechs Bewerber geworden, nun wird die Liste auf zwei oder drei Namen reduziert. Und: Obwohl bereits nach seinem Nachfolger gesucht wird, soll die Trennung von Sportchef Gerhard Zuber "sauber und fair" ablaufen, betont 96-Boss Martin Kind.

Gerhard Zuber hat am Montag wieder einen Termin in Großburgwedel. Bei 96-Profichef Martin Kind geht’s erst mal um die Spielerverpflichtungen, an denen der Sportchef arbeitet. Aber wohl auch um seine Zukunft und die Bereitschaft zur Trennung. „Sauber und fair“ soll die anvisierte Scheidung ablaufen, wünscht sich Kind. Wohlwissend, dass die schleichende Entmachtung Zubers bei gleichzeitiger Gewissheit, dass ein Nachfolger bereits gesucht wird, nicht wirklich die feine Art ist.

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Zuber hält jedoch noch die Kontakte zu Spielern und Beratern, mit denen er die Gespräche vor Monaten auch begonnen hatte. Ansonsten laufen alle Fäden bei Kind zusammen. Gleich, ob es sich um die Neubesetzung des medizinischen Personals, die Co-Trainer- oder die Sportchefsuche dreht.

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Für die Zuber-Nachfolge kamen von vielen Seiten Bewerbungen bei 96 an. „50 bis 60 Vorschläge“ sammelten sich auf Kinds Schreibtisch, fünf bis sechs Bewerber überstanden die erste Auswahlrunde, nun werde reduziert auf zwei oder drei Namen.

Eine Option bleibt bei 96 auch noch die Beförderung von Jan Zimmermann zum Trainer und Manager in Personalunion. Darüber will Kind „mit Zimmermann noch mal sprechen“. Vorbild sind dabei englische Vereine, in denen die tägliche Trainingsarbeit nicht vom Chefcoach, sondern von seinen Assistenten übernommen wird. Das Mannschaftsumfeld müsste dann auch entsprechend gestaltet werden. Bei Regionalligist Havelse übt Zimmermann beide Funktionen aus. Als Neuling im Profigeschäft könnte das allerdings ein bisschen viel Verantwortung für den 41-Jährigen bedeuten.

Kein Thema sind die gerüchteweise gehandelten Mirko Slomka und Robert Palikuca. Robert Schäfer, neuer 96-Geschäftsführer mit angezogener Handbremse, hatte mit Palikuca in Düsseldorf zusammengearbeitet.