29. April 2021 / 08:22 Uhr

Laut Kind "noch offen": Zeichen bei 96-Manager Zuber stehen jedoch klar auf Trennung

Laut Kind "noch offen": Zeichen bei 96-Manager Zuber stehen jedoch klar auf Trennung

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Zukunft von Gerhard Zuber bei Hannover 96 ist bestenfalls ungewiss.
Die Zukunft von Gerhard Zuber bei Hannover 96 ist bestenfalls ungewiss. © IMAGO/Sportfoto Rudel
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In der Trainerfrage hat Hannover 96 für Klarheit gesorgt. Sportdirektor Gerhard Zuber war in die Entscheidung nicht involviert, was allein für sich spricht. Das Vertrauen von 96-Boss Martin Kind hat der Österreicher längst verloren, arbeitet nur noch auf Abruf. Die Zeichen stehen klar auf Trennung.

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Wenn ein Trainer geht, ist eigentlich der Sportchef gefragt, sich um einen neuen zu bemühen. Bei Hannover 96 läuft das anders – weil Gerhard Zuber selbst vorm Aus steht. Wie es mit dem Sportdirektor weitergeht, bleibt erst mal unklar, eine Entscheidung in dieser Woche unwahrscheinlich. Dabei stehen die Zeichen klar auf Trennung. 

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Auch in der Meldung zur Auflösung des Trainervertrages am Saisonende fehlte jedes Wort zu Zuber und wie es um das Vertrauen zum Sportdirektor bestellt ist – denn Martin Kind hat es schon vor einiger Zeit verloren. Nach Infos dieser Zeitung war der Sportdirektor nicht mal in die Entscheidung um Kocak eingebunden – das dürfte ein klarer Fingerzeig sein.

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Der 96-Profichef wirft seiner Führungskraft unter anderem ein fehlendes Händchen bei Transfers vor, die Verpflichtungen von Patrick Twumasi oder Jaka Bijol verknüpft Kind direkt mit dem Manager.

Allerdings war Twumasi auch der einzige von mehr als einem Dutzend Neuer in Zubers Sportchefzeit, für den überhaupt eine Ablösesumme fällig wurde. 96 gibt kaum Geld aus, die Ansprüche bleiben jedoch hoch. 

Der Manager soll jetzt zwar noch die 96-Zukunft mitplanen, arbeitet aber auf Abruf. Die Kommunikation zwischen ihm und Kind läuft bestenfalls schleppend, die geplante Installation eines Transferrats, der bald mitentscheiden soll, ist ebenfalls ein deutliches Misstrauensvotum. Ohne Vertrauen droht jetzt eine Kaugummitrennung.

Grund dafür ist auch das liebe Geld. Wie hoch Zubers Abfindung bei einer vorzeitigen Entlassung wäre, ist fixiert – und diese Summe ist 96 (noch) zu hoch.

Die Manager von Hannover 96 seit 1996:

<b>Franz Gerber:</b> Der gebürtige Münchener war gleich zweimal als 96-Manager im Amt. Das erste Mal von 1996 bis 1999 und nach seiner zwischenzeitlichen Tätigkeit als 96-Trainer ein weiters Mal von Juli bis Dezember 2001. Zur Galerie
Franz Gerber: Der gebürtige Münchener war gleich zweimal als 96-Manager im Amt. Das erste Mal von 1996 bis 1999 und nach seiner zwischenzeitlichen Tätigkeit als 96-Trainer ein weiters Mal von Juli bis Dezember 2001. ©

Außerdem bräuchte es einen Ersatzkandidaten, um die kommende Saison vernünftig planen zu können. Noch in dieser Woche soll es das nächste Treffen geben zwischen Kind und Zuber.

Wie es dann weitergeht mit dem Sportdirektor, „ist noch offen“, sagt der 96-Boss. „Ich musste erst mal die eine Baustelle abarbeiten.“ Zubers Zukunft ist die nächste große bei 96.