30. Oktober 2020 / 12:18 Uhr

Gute Erinnerungen an Fürth - doch 96-Juwel Simon Stehle braucht noch Zeit

Gute Erinnerungen an Fürth - doch 96-Juwel Simon Stehle braucht noch Zeit

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Vor neun Monaten bejubelte er bei seinem Profidebüt im 96-Trikot gleich ein Tor - seitdem mischt Stehle nur im Training der Roten mit.
Vor neun Monaten bejubelte er bei seinem Profidebüt im 96-Trikot gleich ein Tor - seitdem mischt Stehle nur im Training der Roten mit. © Florian Petrow / imago images
Anzeige

Beim letzten Gastspiel von Hannover 96 in Fürth feierte Simon Stehle ein Traumdebüt als Joker. Neun Monate später ist das 19-jährige Talent hinten dran, stand in dieser Saison noch nicht im Kader. Trainer Kenan Kocak gibt dem schnellen Stürmer Zeit.

Anzeige

Der 9. Februar 2020. Es läuft die 96. Minute im Sportpark Ronhof, Hannover 96 führt mit 2:1 gegen Greuther Fürth und versucht den knappen Vorsprung mit Mann und Maus über die Zeit zu retten. Bei einer Ecke ist ganz Fürth, inklusive Torwart Sascha Burchert, vorne - und 96 kann kontern. Linton Maina sprintet über den halben Platz und legt am Tor angekommen uneigennützig quer auf Simon Stehle, der sein Profidebüt für 96 mit seinem Premierentreffer krönt.

Anzeige

Knapp neun Monate später gastieren die Roten wieder im Frankenland. Youngster Stehle wird diesmal sehr wahrscheinlich nicht dabei sein. Auf sein Traumdebüt im Februar folgten zwei Wochen später noch vier Zweitliga-Minuten gegen Arminia Bielefeld, seitdem kam der 19-jährige Angreifer nicht mehr zum Einsatz.

Simon Stehle mittendrin: Das sind die 25 jüngsten Torschützen in der Geschichte von Hannover 96

Platz 25: <b>Claus Brune (19 Jahre, 8 Monate)</b>: Mit seinem Tor am 31. Mai 1969 gegen den VfB Stuttgart schaffte es Claus Brune in die Rangliste der jüngsten Torschützen von Hannover 96. Bis heute ist er nicht aus den ersten 25 Plätzen gerutscht.  Zur Galerie
Platz 25: Claus Brune (19 Jahre, 8 Monate): Mit seinem Tor am 31. Mai 1969 gegen den VfB Stuttgart schaffte es Claus Brune in die Rangliste der jüngsten Torschützen von Hannover 96. Bis heute ist er nicht aus den ersten 25 Plätzen gerutscht.  ©

Stehle muss "im Seniorenfußball ankommen"

In dieser Saison stand Stehle noch nicht einmal im Kader. Zweimal half er in der Regionalliga-Reserve aus, gegen den FC Oberneuland (3:2) gelang ihm ein Treffer. Bei den Profis trainiert er nach wie vor, 96-Coach Kenan Kocak fördert den pfeilschnellen Offensivspieler weiter. "Die Basis ist da", sagt er ."Er muss im Seniorenfußball ankommen. Die Details bespreche ich mit ihm unter vier Augen.“

Für Stehle heißt es also: Geduld haben. Zumal die Konkurrenz in dieser Spielzeit noch einmal größer geworden ist. Die Neuzugänge Valmir Sulejmani und Patrick Twumasi scharren hinter den Etablierten Hendrik Weydandt und Marvin Ducksch mit den Hufen, auch Franck Evina wird nach seiner Verletzung einen neuen Angriff starten.

Ein Versprechen für die Zukunft ist Stehle mit seinem Tempo aber allemal. Das hat nicht nur sein Traumeimstand in Fürth damals gezeigt.

Von Tobias Kurz