15. Januar 2021 / 07:39 Uhr

96: Twumasi zurück, Schindler "mit jeder Einheit und jedem Spiel besser und stärker"

96: Twumasi zurück, Schindler "mit jeder Einheit und jedem Spiel besser und stärker"

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Am Donnerstag trainiert Patrick Twumasi nach seinen Knieproblemen zum ersten Mal wieder mit dem Team – und hat den Belastungstest bestanden. Er steht gegen St. Pauli im Kader. 
Am Donnerstag trainiert Patrick Twumasi nach seinen Knieproblemen zum ersten Mal wieder mit dem Team – und hat den Belastungstest bestanden. Er steht gegen St. Pauli im Kader.  © Florian Petrow
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Allzu viele Gründe gibt es ja nicht für Kenan Kocak, vorm Spiel gegen St. Pauli (Samstag, 13 Uhr) an seiner Stammelf zu drehen. Denn es hat endlich Klick gemacht. Zweimal die selbe Startaufstellung zuletzt, zweimal gewonnen – das gab es vorher beides nicht in dieser 96-Saison. Noch wichtiger als sechs Punkte: Das Team wirkt tatsächlich stabil.

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Grund für Euphorie ist das nicht, aber gegen St. Pauli soll die Klettertour weitergehen. Ob alles angerichtet ist für den dritten Sieg in Serie? „Ja, ich denke schon“, antwortet Kocak. „Wir sind sehr gut vorbereitet, die Vorfreude auf die Partie ist groß.“ Der 96-Coach warnt allerdings vorm Vorletzten der 2. Liga: „Wir dürfen uns von St. Paulis Tabellenplatz nicht blenden lassen, das wird ein verdammt schweres Spiel für uns.“

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Verdammt schwer war’s auch, ein funktionierendes 96-Gerüst zu finden: Verletzungen, Abstimmungsprobleme, fehlende Durchschlagskraft machten es kompliziert. Das soll der Vergangenheit angehören.

Das ist der Spielplan von Hannover 96 in der Saison 2020/21 der 2. Bundesliga:

Hannover 96 spielt in der aktuellen Zweitligasaison unter anderem gegen Fortuna Düsseldorf, den HSV und Eintracht Braunschweig.  Zur Galerie
Hannover 96 spielt in der aktuellen Zweitligasaison unter anderem gegen Fortuna Düsseldorf, den HSV und Eintracht Braunschweig.  ©

Maschine läuft endlich rund

Es gebe zwar „viele Gründe“, auch in Erfolgszeiten an einer Startelf zu drehen, sagt Kocak – „Verletzungen, Krankheiten, sportliche Gründe auch“ zählt der Trainer auf. Er muss dabei aber selbst schmunzeln. Denn bei 96 wird sich erstmal nichts ändern, Kocak ist froh, dass die Maschine endlich rund läuft.



Gegen St. Pauli wird zum dritten Mal in Folge die selbe Elf starten. Nur wenn einer der Profis nicht fit wäre, würde das einen Strich durch den Startplan machen. Danach sieht es zum Glück nicht aus. Kocak vorsichtig: „Vor allem in den heutigen Zeiten muss man immer bis zum letzten Moment ab- und auf das letzte Ergebnis der Coronatests warten.“

Schindler wird immer besser

Als gute Fallbeispiele für die neue 96-Balance und den Aufwärtstrend (auch in der Tabelle) taugen Kingsley Schindler und Marcel Franke. Franke war erst aussortiert worden zum Saisonstart, ackerte sich zurück, machte auch im Training einfach immer weiter Tempo. Er ließ sich nie hängen, auch als es für ihn nicht lief – und taugt damit als Vorbild in Sachen Einstellung.

Auch bei Schindler läuft es endlich im 96-Trikot. Hannover hat den „King“ für ein Jahr aus Köln geliehen, wo der schnelle Außen trotz Qualität nur Ergänzungsspieler war. Schon beim FC konnte Schindler nicht an die erfolgreiche Zeit in Kiel anknüpfen, auch beim 96-Start wirkte er ein bisschen eingerostet.

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Warum Kocak an Schindler festhält

Mittlerweile ist dieser Rost verschwunden. Auch weil Kocak trotz aller Wackler weiter auf den pfeilschnellen Außen setzte – Durchhaltevermögen. „Es war uns von vornherein klar: Wenn Spieler kommen, die keinen Rhythmus haben, muss man diese Phase überbrücken“, erläutert Kocak. „Ich denke, das haben wir gemacht mit King. Er wird mit jeder Einheit und mit jedem Spiel noch besser und stärker.“

Nur ein Tor fehlt Schindler noch. Für Kocak ist auch das eine Frage der Zeit: „Ich bin absolut überzeugt, dass er sich zeitnah belohnen wird“, sagt der 96-Coach.

Wenn alles rund läuft, dann vielleicht schon morgen als Doppelbelohnung – beim dritten 96-Sieg in Serie.

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