10. Januar 2022 / 13:06 Uhr

Tendenz verfestigt: So offensiv plant Dabrowski die 96-Startelf für Rostock

Tendenz verfestigt: So offensiv plant Dabrowski die 96-Startelf für Rostock

Dirk Tietenberg und Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Coach Christoph Dabrowski plant die Offensive offenkundig vorerst ohne wuchtigen Stoßstürmer.
96-Coach Christoph Dabrowski plant die Offensive offenkundig vorerst ohne wuchtigen Stoßstürmer. © Florian Petrow
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Der Test gegen Werder hat die Tendenz verfestigt: 96-Coach Dabrowski plant für die Partie in Rostock mit Maximilian Beier ganz vorn sowie Cedric Teuchert und Linton Maina auf den Außen. Eine kantige Sturmspitze in der Offensive ist nicht mehr vorgesehen.

„Alle Spieler sind auf Minuten gekommen“, sagte Trainer Christoph Dabrowski nach dem Bremen-Test von Hannover 96 (2:2) zufrieden. Alle, bis auf drei Angreifer, die aus verschiedenen Gründen fehlten. Linton Maina zum Beispiel. Er gestaltete sein Wochenende mit Lauftraining, im Test fehlte Maina nach einer Grippe.

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Aber Dabrowski plant offensiv mit Maina für den Start in Rostock am Freitag. Maina statt Sebastian Stolze – ansonsten fing die Elf gegen Ligarivale Werder an, die auch in Rostock ins Jahr 2022 starten soll. „Ich hätte gerne gesehen, dass er seinen Spielrhythmus aufnimmt“, sagte Dabrowski über Maina. „Ich hoffe, er kann am Montag trainieren, dann hat er genug Tage, um wettkampffähig zu sein, er hat nicht viel verloren.“

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Drei Tage hat Maina verpasst. Im Test gegen Bremen fehlten dadurch auf dem rechten Flügel gefährliche Impulse, die der fleißige Stolze nicht bieten kann. Rechts Maina, links Cedric Teuchert, in der Spitze Maximilian Beier, jeweils austauschbar auf den drei Positionen. So sortiert 96 die Abteilung Attacke für den Rest der Rückrunde.


Hendrik Weydandt und Lukas Hinterseer kommen dabei zunächst nicht vor. 96 verzichtet bewusst auf eine kantige Sturmspitze, weil weder Hinterseer (kein Tor) noch Weydandt (ein Tor) die Erwartungen in der Hinrunde erfüllten.

Hinterseer und Weydandt nur (noch) Joker

Weydandt hatte vergangene Woche wegen eines positiven Verdachtsfalls im privaten Kreis auf das Mannschaftstraining verzichtet – aus Rücksicht auf die Kollegen. Er habe keine Alternative gesehen, sagte Weydandt, obwohl er dadurch freiwillig die Chance verlor, sich anzubieten. Der freigetestete Weydandt trainiert am Montag wieder mit der Mannschaft. Auch er habe „nicht viel verloren“, sagte Dabrowski.

Anders Hinterseer. Der Stürmer war bis Weihnachten in Corona-Quarantäne, trainierte bisher nur individuell. Am Sonntag schaltete er einen Gang rauf, nun will Dabrowski ihn „wieder ranholen“. Ob es körperlich für Hinterseer bis zum Freitag reichen wird, steht noch nicht fest. Sportlich hat Dabrowski die ersten elf Karten bereits verteilt. Weydandt und Hinterseer werden als Joker ins Jahr 2022 gehen.

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Abklatschten vor dem Anpfiff. Zur Galerie
Abklatschten vor dem Anpfiff. ©

Für die beiden Schwergewichte wird der Sprinter Beier in die Sturmspitze befördert. Der 19-Jährige bringt Tempovorteile mit, kann auf die Flügel ausweichen, dadurch ist 96 wesentlich flexibler aufgestellt. Beier sollte sich aber nicht zu sehr auf seine Startelfgarantie verlassen. Im Test gegen Bremen blieb bei ihm noch Luft nach oben.