01. August 2021 / 14:54 Uhr

Zweikämpfe, Pässe, Ballbesitz: 96 gegen Rostock bei den "falschen" Zahlen vorn

Zweikämpfe, Pässe, Ballbesitz: 96 gegen Rostock bei den "falschen" Zahlen vorn

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Besonders lauffreudig: Sebastian Stolze spult gegen Rostock mehr als zwölf Kilometer ab.
Besonders lauffreudig: Sebastian Stolze spult gegen Rostock mehr als zwölf Kilometer ab. © Florian Petrow
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Entscheidend sind immer noch und weiterhin die Tore: 96 hatte statistisch in etlichen Bereichen die Nase gegenüber Hansa Rostock vorn, gewann mehr Zweikämpfe, spielte mehr Pässe und hatte mehr Ballbesitz. Viel daraus gemacht haben die Roten indes nicht, am Ende steht ein 0:3.

Mehr Zweikämpfe gewonnen, mehr Ballbesitz gehabt und deutlich mehr Pässe gespielt - klingt gut, bringt aber wenig bis nichts, wenn dabei nichts herausspringt. So geschehen bei der Heimniederlage von Hannover 96 gegen den FC Hansa Rostock. Entscheidend waren auch bei diesem Fußballspiel diese beiden Zahlen: 0 und 3.

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Die Mannschaft von Jan Zimmermann entschied 116 Zweikämpfe für sich, der Aufsteiger von der Ostseeküste lediglich 89. Aber: Sie gewannen die entscheidenden Duelle, wie Nik Omladic, der dem eingewechselten Innenverteidiger Marc Lamti im Strafraum den Ball abluchste und den dritten Treffer erzielte.

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96 hatte auch mehr Ballbesitz, 57:43 Prozent, spielte deutlich mehr Pässe (502:299), von denen auch mehr ankamen (78:70 Prozent) - einzig: Wirklich gefährliche Chancen sprangen dabei nicht raus, wenngleich sich Gastgeber und Gäste bei der Anzahl der Schüsse auf (6:7) bzw. neben das Tor (6:5) nicht viel nahmen. Omladic sowie zuvor Hanno Behrens kurz vor (40.) und John Verhoek kurz nach dem Seitenwechsel (46.) trafen aber eben auch ins Tor. In das der Roten.

Deneni ist mit Blick auf die Statistik auch läuferisch kein Vorwurf zu machen: 96 um den besonders fleißigen Rechtsaußen Sebastian Stolze (12,3 Kilometer) spulte zusammengerechnet 116,3 Kilometer ab, Hansa 118,5. Beim deutlich erfreulicheren 1:1 in Bremen waren die Roten übrigens nur 115 Kilometer gelaufen...

Dass Rostock mehr Fouls beging (12:7), ist ebenso eine absolute Randnotiz wie die Tatsache, dass das Eckenverhältnis (5:5) ausgeglichen war. Schnellster Spieler auf dem Feld, das war bereits mit bloßem Auge zu sehen, war übrigens Streli Mamba, der es bei seiner Höchstgeschwindigkeit auf stolze 35,97 km/h brachte.