13. Januar 2020 / 17:43 Uhr

Stendera-Tor nicht gegeben: Sportgericht weist 96-Protest erneut zurück

Stendera-Tor nicht gegeben: Sportgericht weist 96-Protest erneut zurück

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Aberkanntes Traumtor: Der Treffer von Marc Stendera (nicht im Bild) zum vermeintlichen 2:2 für Hannover 96 wurde von Schiedsrichter Martin Thomsen nicht anerkannt.
Aberkanntes Traumtor: Der Treffer von Marc Stendera (nicht im Bild) zum vermeintlichen 2:2 für Hannover 96 wurde von Schiedsrichter Martin Thomsen nicht anerkannt. © imago images/Jan Huebner
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Hannover 96 ist vor dem DFB-Sportgericht mit seinem Einspruch gegen die Wertung des Darmstadt-Spiels erneut gescheitert. Dem Schiedsrichter könne kein Regelverstoß nachgewiesen werden. „Dieses sehenswerte Tor hätte 100 Jahre lang gezählt, mit der Regel-Änderung zu Saisonbeginn zählt es nicht mehr“, sagt ein Vorsitzender des Sportgerichts. 96 prüft die Urteilsbegründung.

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Knapp zwei Monate nach der 1:2-Niederlage gegen Darmstadt 98 ist Hannover 96 vor dem DFB-Sportgericht erneut mit seinem Einspruch gegen die Wertung dieses viel diskutierten Spiels gescheitert. Die Niedersachsen hatten am 25. November kurz vor Schluss den vermeintlichen Ausgleich zum 2:2 erzielt. Das Tor von Marc Stendera wurde jedoch nicht gegeben, da der Ball zuvor von Schiedsrichter Martin Thomsen abgelenkt worden war.

"Die Aberkennung des Treffers ist letztlich eine unanfechtbare schiedsrichterliche Tatsachenentscheidung“

„Dieses sehenswerte Tor hätte 100 Jahre lang gezählt, mit der Änderung der Regel 9 zu Saisonbeginn zählt es nicht mehr“, sagte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes, am Montag zur Begründung. „Weder dem Videoassistenten noch dem Schiedsrichter kann ein Regelverstoß nachgewiesen werden. Die Aberkennung des Treffers ist letztlich eine unanfechtbare schiedsrichterliche Tatsachenentscheidung.“

Die 90 denkwürdigen Minuten des Spiels Hannover 96 gegen SV Darmstadt 98 aus Sicht von Genki Haraguchi

Kenan Kocak, der neue Trainer von Hannover 96, lässt Genki Haraguchi im Heimspiel gegen Darmstadt 98 von Beginn an ran - überraschend allerdings im zentralen Mittelfeld auf der Sechs. Und der Japaner (rechts, im Zweikampf mit Tobias Kempe) macht seine Sache von Anfang gut, ist sichtlich bemüht, stets anspielbereit. Natürlich gelingt beileibe nicht alles, aber Haraguchi will. Zur Galerie
Kenan Kocak, der neue Trainer von Hannover 96, lässt Genki Haraguchi im Heimspiel gegen Darmstadt 98 von Beginn an ran - überraschend allerdings im zentralen Mittelfeld auf der Sechs. Und der Japaner (rechts, im Zweikampf mit Tobias Kempe) macht seine Sache von Anfang gut, ist sichtlich bemüht, stets anspielbereit. Natürlich gelingt beileibe nicht alles, aber Haraguchi will. ©
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Regeländerung: Schiedsrichter ist nicht mehr "Luft"

Hannover 96 hatte seinen Protest damit begründet, dass die Rücknahme des Tores regelwidrig gewesen sei. Am 19. Dezember wies das Sportgericht diesen Einspruch schon einmal per Einzelrichterentscheid zurück. Daraufhin beantragte der Club eine mündliche Verhandlung.

Die entsprechende Regel, auf die Lorenz verwies, besagte bis zum Ende der vergangenen Saison, dass der Schiedsrichter wie Luft zu behandeln war, das heißt: Wenn er angeschossen wurde, lief das Spiel einfach weiter. Das hat sich jedoch geändert. Mittlerweile muss das Spiel unterbrochen werden, wenn der Schiedsrichter so den Ball berührt hat, dass dadurch die Spielrichtung oder der Ballbesitz geändert oder der Ball sogar ins Tor abgefälscht wurde.

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96 prüft Urteilsbegründung: Geht es noch weiter?

"96 wird nach vorliegender schriftlicher Urteilsbegründung prüfen, ob es in die Rechtsmittelinstanz gehen und das Bundesgericht als höchstes Organ der DFB-Gerichtsbarkeit anrufen wird", heißt es in einem Statement auf der 96-Website. Das Thema Videoschiedsrichter sei von großer Bedeutung für den deutschen Profifußball und verlange nach Rechtssicherheit für alle Klubs.

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