12. November 2021 / 07:53 Uhr

"Hat eine Menge Druck": 96-Coach Zimmermann wirbt weiter für Weydandt

"Hat eine Menge Druck": 96-Coach Zimmermann wirbt weiter für Weydandt

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Auch in seiner Heimat gegen den Ex-Klub ist 96-Stürmer Hendrik Weydandt kein Tor vergönnt gewesen.
Auch in seiner Heimat gegen den Ex-Klub ist 96-Stürmer Hendrik Weydandt kein Tor vergönnt gewesen. © deisterpics/Stefan Zwing
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Obwohl ihm auch im Test gegen Oberligist Egestorf (5:2) kein Treffer gelang, wirbt 96-Trainer Zimmermann weiter für Stürmer Weydandt. "Er hat eine Menge Druck, die Erwartungshaltung ist hoch. Ich würde mir wünschen, dass man so einen, der so viel Herzblut hat, mehr unterstützt."

Vielleicht gibt’s ja irgendwann mal einen Urknall, und dann fängt die Mannschaft von Hannover 96 an zu funktionieren. Noch aber müssen die Fans darauf warten, selbst bei einem Fünftligisten konnte das Team von Jan Zimmermann weder überzeugen noch sich souverän durchsetzen. Beim 5:2 am Mittwochabend in Barsinghausen gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder war keine Entwicklung zum Besseren auszumachen. „Es bleibt anstrengend und zäh, was wir machen“, räumte der 96-Trainer ein.

Für die früheren Germanen Zimmermann und Hendrik Weydandt war’s dabei ein Heimspiel. Vier Jahre lang kickte der Stürmer unter dem Trainer für den Klub. In 4. und 5. Liga erzielte er in 108 Spielen 46 Tore.

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Der Egestorfer Fan kennt ihn also als Torgaranten. Zimmermann hat auch „alle Kinder Henne, Henne, Henne schreien hören“ bei dem Testkick am Mittwoch. „Alle sagen, das ist ein tolles Spiel für Henne.“ Eben, weil es die Chance gewesen wäre, sich in bekannter Umgebung Selbstvertrauen mit Toren zu holen.

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Doch nach 90 Minuten steht erneut die Null, was Zimmermann mal wieder dazu veranlasste, ein Plädoyer für Weydandt zu halten. „Wir drehen uns bei Henne im Kreis“, sagt Zimmermann. „Er hat eine Menge Druck, die Erwartungshaltung ist hoch, er ist eine große Identifikationsfigur.“

Mann erkennt leichten Aufwärtstrend bei Weydandt

Zimmermann sagt, „ich würde mir wünschen, dass man so einen, der so viel Herzblut hat, mehr unterstützt. Er ist noch jung, es lastet viel auf seinen Schultern“. Dazu gehört auch die Trennung von seiner Freundin Anissa Bothe. Die Beziehung war bei Instagram ausgebreitet worden. 96-Legende Dieter Schatzschneider empfahl Weydandt mal, sich weniger auf Instagram denn auf das Training zu konzen­trieren.

Der 96-Sportchef hat in den letzten Pflichtspielen einen leichten Aufwärtstrend bei Weydandt erkannt. „Bei den letzten drei Einwechslungen hat er für ein bisschen Belebung gesorgt“, meint Marcus Mann. Der 37-Jäh­rige hat „im Moment das Gefühl, dass er für Unruhe beim Gegner sorgen kann“.


Hendrik Weydandts Fußballkarriere in Bildern:

Hendrik Weydandt (rechts) begann seine Fußballkarriere beim TSV Groß Munzel. Zur Galerie
Hendrik Weydandt (rechts) begann seine Fußballkarriere beim TSV Groß Munzel. ©

Joker, das ist Weydandts Rolle – bei Zimmermann kam er immerhin auf elf Ligaeinsätze. Dabei kann er sich auf seinen Trainer verlassen. „Ich unterstütze Henne weiterhin, auch wenn diese Phase noch anhalten sollte.“

Unter dem Radar läuft dagegen mit Valmir Sulejmani noch ein anderer Stürmer. Der 25-Jährige kam nur zu drei Kurzeinsätzen, zusammen auf 36 Minuten in der 2. Liga. Aber Sulejmani trifft – zweimal in Egestorf/Langreder. Der in Großburgwedel geborene Sulejmani litt unter einer Corona-Infektion, musste in Quarantäne. „Es hat ein bisschen gedauert, bis er fit war“, sagt der Sportchef. „Die beiden Tore werden ihm guttun.“

Zumal die Sturmkonkurrenz angeschlagen ist. Lukas Hinterseer übt individuell. Maximilian Beier hat nach einem Schlag auf die Wade laut Mann „ordentlich Schmerzen“. Der 19-Jährige, für U20-Länderspiele nominiert, musste absagen und kann in dieser Woche nicht trainieren. Der beste Torschütze Sebastian Kerk hatte Achillessehnenprobleme. Am Montag sollen sie aber alle trainieren können. Dann legt 96 bestimmt richtig los.