24. September 2021 / 19:30 Uhr

Hannover 96 kann gegen Sandhausen vier Jahre alte Serie einstellen

Hannover 96 kann gegen Sandhausen vier Jahre alte Serie einstellen

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Alois Schwartz (kleines Bild) kehrt gegen Hannover 96 an die Seitenlinie des SV Sandhausen zurück, was Jan Zimmermann die Vorbereitung erschwert.
Alois Schwartz (kleines Bild) kehrt gegen Hannover 96 an die Seitenlinie des SV Sandhausen zurück, was Jan Zimmermann die Vorbereitung erschwert. © Florian Petrow/IMAGO/foto2press
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Jan Zimmermann kann am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den SV Sandhausen eine, streng genommen, vier Jahre alte Siegesserie einstellen. Die Vorbereitung auf das Spiel wird jedoch durch den unter der Woche vollzogenen Trainerwechsel des Drittletzten der Tabelle erschwert.

Nach drei Niederlagen in Folge zog der nächste 96-Gegner Sandhausen unter der Woche die Reißleine, feuerte das Trainerteam und holte Alois Schwartz zurück. Der hatte es von 2013 bis 2016 schon einmal geschafft, den Dorfklub aus Baden-Würtemberg (14.500 Einwohner) in der 2. Liga zu etablieren. Das soll er wieder schaffen. „Wir müssen die Mannschaft dahin bringen, dass sie ihr Potenzial abruft“, sagt Schwartz.

Bei 96 scheint genau das endlich zu klappen, die Tendenz vorm Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Sandhausen ist nach dem mauen Saisonstart deutlich steigend. Das Team von Jan Zimmermann gewann zwei Spiele in Folge und überzeugte dabei auch spielerisch. Nach dem 1:0 gegen St. Pauli und dem 3:0 zuletzt in Kiel geht 96 selbstbewusst ins Spiel gegen den Drittletzten der Tabelle. „Wir haben große Lust, jetzt auch das Spiel ge­gen Sandhausen zu gewinnen, na klar“, bestätigt der Trainer, „die Jungs haben Selbstvertrauen getankt.“ So soll es weitergehen: „Wir kommen so langsam in die Richtung, die wir uns vorstellen“, bestätigt Zimmermann – und zählt auf, was alles besser geworden ist: „Ergebnisse, Spielweise, Stimmung, Umgang, Atmosphäre. Eine Menge ... eigentlich alles.“

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Trainerwechsel erschwert Vorbereitung

Gegen Sandhausen kann seine Mannschaft sogar eine mehrere Jahre alte Siegesserie einstellen. Denn es ist, streng genommen, vier Jahre und vier Monate her, dass 96 zum letzten Mal drei Spiele am Stück gewann. Im Aufstiegsjahr 2017 war das. Zwar schaffte man nach der Corona-Unterbrechung vor anderthalb Jahren auch mal einen dritten Sieg, da lag zwischen zwei Spieltagen allerdings ein Vierteljahr Pause. Diesmal hat 96 die Serienchance unmittelbar.

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Sandhausens Trainerwechsel in der Woche des Spiels macht es in der Vorbereitung allerdings komplizierter. „Wir hatten natürlich Eindrücke von Sandhausen aus den letzten Spielen. Die sind ein Stück weit hinfällig“, sagt Zimmermann, „jetzt bereitet man sich mehr auf den Trainer vor als auf den Gegner: Was hat er vorher so gemacht, wie könnte das aussehen. Da hat man nicht die 100-prozentigen Abläufe vorbereitet – aber auch in dem Spiel wird es mehr da­rum gehen, was wir mit unserem Ballbesitz machen.“ Da­mit 96 am Ende nicht schwarz sieht gegen Sandhausens Schwartz.

"Alle Spiele in dieser Liga sind eng, da gibt’s nur ganz wenige Ausnahmen"

Unterschätzen wird 96 die Sandhäuser jedenfalls nicht – Formkurve hin oder her und unabhängig vom neuen Trainer. „Auch Sandhausen hat Qualität und genug Spieler, die zu Recht in der 2. Liga spielen. Die musst du erst mal besiegen, die werden hochmotiviert sein und ag­gres­siv“, warnt Hannovers Coach, „alle Spiele in dieser Liga sind eng, da gibt’s nur ganz wenige Ausnahmen.“

Und bei seiner Mannschaft gab es bei den Siegen gegen St. Pauli und Kiel eben auch „ein paar Sachen, die wir besser machen wollen. Wir müssen selbstbewusst spielen – aber wissen, dass wir auf einen Gegner treffen, der gut verteidigen kann und wird. Es kann gut sein, dass wir gegen Sandhausen Ge­duld brauchen.“


In Geduld hat sich 96 seit dem Saisonstart ja bereits geübt und die Formkurve ge­dreht. Die Tendenz gibt Zimmermann recht.