10. November 2021 / 19:55 Uhr

Nicht überzeugend: 96 müht sich zu einem 5:2 gegen Oberligist Egestorf/Langreder

Nicht überzeugend: 96 müht sich zu einem 5:2 gegen Oberligist Egestorf/Langreder

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Egestorfer feiern den Führungstreffer.
Die Egestorfer feiern den Führungstreffer. © deisterpics/Stefan Zwing
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Das Testspiel gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder hat 96 nicht nutzen können, um sich eine breitere Brust zu verschaffen. Beim Oberligisten mühte sich das Team von Jan Zimmermann nach zweimaligem Rückstand zu einem 5:2. Das Ergebnis klingt besser, als die Leistung war.

Beim Test gegen einen Klub aus der 5. Liga, da sollte Hannover 96 doch mal wieder gewinnen können. Am Mittwochabend spielte der Zweitligist ja gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder, dem zweiten Ex-Verein von Jan Zimmermann, dem der Trainer einen Testbesuch bescherte. 96 gewann mit 5:2, ohne überzeugen zu können. In der Länderspielpause zuvor hatten die Roten beim 1:0 in Havelse enttäuscht – dem Klub, mit dem Zimmermann in die 3. Liga aufgestiegen war. 

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Gespielt wurde in Barsinghausen vor 1100 Zuschauern. Es begann gleich mit vielen Torchancen für 96, die wie gehabt nicht genutzt wurden. Hendrik Weydandt lief allein auf den Torwart zu und scheiterte. Luka Krajnc und Tom Trybull vergaben nach Standards gute Kopfballmöglichkeiten. Vorne ohne Durchschlagskraft und hinten wackelig – das ist das aktuelle 96.

Bilder vom Testspiel zwischen dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder und Hannover 96

96-Stürmer Hendrik Weydandt läuft in seiner alten Heimat auf. Zur Galerie
96-Stürmer Hendrik Weydandt läuft in seiner alten Heimat auf. ©

Der Oberligist ging sogar durch Joshua Siegert in Führung (22.). Die 96-Verteidiger ließen sich dabei herspielen und offenbarten ihre dramatische Hilflosigkeit. am Ende der Fehlerkette ließ Torwart Martin Hansen den Ball durch die Beine ins Netz flutschen.


Florent Muslija traf aber wie am Samstag in Düsseldorf erneut. Aus 17 Meter schlenzte der 23-Jährige den Ball zum 1:1-Ausgleich (25.) ins Netz. Aus acht guten Torchancen hatte 96 damit bis zur Halbzeit nur ein Tor erzielt. Mike Frantz traf immerhin noch den Pfosten. Weydandt vergab auch seine zweite Gelegenheit. Szenenapplaus bekam Lawrence Ennali für einen Trick, aber ein Treffer gelang ihm auch nicht.

Ballgeschiebe mit kuriosen Szenen

Überzeugen konnte die Mannschaft mal wieder lange Zeit nicht. Es wirkte vielmehr wie ein gelangweiltes Ballgeschiebe mit kuriosen Szenen. Wie jene, in der Muslija von der eigenen linken Abwehrseite mit einem Querschläger den Eckball für Egestorf/Langreder auf der anderen, der rechten Seite, produzierte.

In der zweiten Hälfte wurde es erstmal nicht besser. Nick Bode gelang mit einem Konter sogar die erneute Führung für den Oberligisten. Die 96-Verteidiger standen zu hoch, Bode lupfte den Ball gekonnt zum 2:1 (60.) über Marlon Sündermann, der nun im Tor stand. Erst nach 70 enttäuschenden Minuten schlug 96 bei nachlassenden Kräften der Egestorfer zu. Stolze glich aus (71.), Pascal Schmedemann köpfte die Führung (78.), Valmir Sulejmani erhöhte auf 5:2 (80., 85). Das Ergebnis klingt besser, als die Leistung war.

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Pro Klassenunterschied zwei Tore – das ist die allgemeine Erwartung, die der frühere Trainer Dieter Hecking mal formuliert hatte. Das hieße für Mittwoch, dass 96 mit sechs Toren Unterschied hätte gewinnen müssen. Doch davon kann 96 zurzeit nur träumen.

Aufstellung 96: Hansen (46. Sündermann) – Dehm, Lamti (64. Schmedemann), Krajnc, Hult (83. Eichhorn) – Frantz (83. Popovic), Trybull (46. Ondoua) – Ennali (46. Twumasi), Muslija (64. Stolze) – Maina (46. Sulejmani), Weydandt