14. Januar 2022 / 07:35 Uhr

96 peilt mit Diemers, Teuchert und Zieler Sieg in Rostock an – Fans unterstützen mit Banner

96 peilt mit Diemers, Teuchert und Zieler Sieg in Rostock an – Fans unterstützen mit Banner

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mark Diemers (großes Bild), Ron-Robert Zieler (eingeklinkt, links) und Cedric Teuchert wollen mit Hannover 96 in Rostock dreifach punkten. Die Unterstützung der Fans ist ihnen sicher.
Mark Diemers (großes Bild), Ron-Robert Zieler (eingeklinkt, links) und Cedric Teuchert wollen mit Hannover 96 in Rostock dreifach punkten. Die Unterstützung der Fans ist ihnen sicher. © Florian Petrow / Benjamin Brommann
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Am Freitagabend (18.30 Uhr) beginnt für Hannover 96 das Fußballjahr 2022 mit einem Auswärtsspiel bei Hansa Rostock. Die Hoffnungen ruhen auf den beiden Neuzugängen Mark Diemers und Cedric Teuchert sowie auf Rückkehrer Ron-Robert Zieler. Angreifer Lukas Hinterseer wird hingegen fehlen. Die Fans unterstützen die Mannschaft derweil mit einem emotionalen Banner. 

Die beste 2. Liga aller Zeiten, wie der übertragende Sender schon aus Eigennutz flötet, beendet den Winterschlaf. Es war allerdings nur ein Powernap, ein Nickerchen zwischendurch. Fünf Tage vor Heiligabend verlor Hannover 96 noch gegen Werder Bremen (1:4), an diesem Freitag geht’s schon in Rostock mit einem Geisterspiel weiter. Den Spruch zum Restart hat die Ultragruppierung Unterrang auf ein Banner geschrieben, hinter dem sich die Mannschaft aufgestellt hat. „Das letzte Jahr? Raus aus den Köpfen. Jetzt wird wieder angegriffen.“ Mehr muss man eigentlich nicht sagen.

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„Die Mannschaft freut es, dass es die Unterstützung gibt“, lobt Sportchef Marcus Mann. Glaubt man dem Trainer, dann ist der Optimismus auch berechtigt. „Wir haben unser Spiel weiterentwickelt. Ich bin zuversichtlich, dass wir einen guten Weg einschlagen“, sagt Christoph Dabrowski.

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Können Teuchert und Diemers auf Anhieb weiterhelfen?

Ähnliche Töne schlägt allerdings jeder der 18 Trainer der 2. Liga an. Schöne Worte und Versprechungen hat der 96-Interessierte zudem mehr als genug gehört. Es müssen Taten folgen, zumal die Lage in der Tabelle keine weiteren Abstürze verträgt. „Vieles ist ungewiss nach einer Pause“, sagt Mann, „aber wenn wir unsere Leistung bringen, haben wir ein gute Chance zu gewinnen.“


Der Manager hat die Mannschaft mit zwei Erstligaprofis aufgepeppt. Mark Diemers kam von Feyennoord Rotterdam. Die Verpflichtung des Mittelfeldspielers könnte ein guter Fischzug sein. Mit Cedric Teuchert glaubt 96, sich von Union Berlin einen tollen Hecht wieder zurückgeangelt zu haben. Der Stürmer soll sich und das Team an seinem heutigen 25. Geburtstag mit Toren beschenken. Mit den beiden Verpflichtungen verbindet 96-Chef Martin Kind „die Hoffnung auf mehr Stabilität und Qualität, es gibt auch mehr taktische Optionen“.

Dabrowksi hat die Mannschaft hinter sich

Der Sturm war die größte Pro­blem­zo­ne unter Ex-Trainer Jan Zimmermann. Unter Dabrowski fallen wieder mehr Tore. Ein stabiles Bild ergibt das allerdings nach drei Ligapartien (1:0 gegen HSV, 2:1 in Ingolstadt, 1:4 gegen Werder) und einem zweistündigen Test gegen die Bremer (2:2) noch nicht. Einen größeren Rückhalt verspricht jedoch noch die Rückkehr der Nummer eins ins Tor. Ron-Robert Zieler hat zuletzt acht Spiele verletzt verpasst.

Dabrowski hat einen Trumpf – und anders als Zimmermann die Mannschaft hinter sich. Für ihn be­ginnt aber auch die nächste Bewährungsprobe. Er bekam drei Partien vor Weihnachten, um sich zu empfehlen. Nun gilt sein Vertrag nur für die restlichen 16 Ligaspiele, plus DFB-Pokalspiele. Die Begegnung heute ist ja auch die erste von drei wichtigen in zehn Tagen. Am nächsten Mittwoch kommt Gladbach im Achtelfinale des DFB-Pokals. „Das habe ich noch gar nicht im Kopf“, sagt Sportchef Mann. „Ich habe auch nicht das Gefühl, dass der Pokal irgendeinen bei uns schon beschäftigt.“ Am Sonntag danach kommt mit Dresden noch ein Konkurrent im Abstiegskampf. Es geht also gleich richtig los.

Sorgen um Ondouas Rücken, Hinterseer fällt aus

Sorgen machte am Donnerstag der Rücken von Gaël Ondoua. Der Mittelfeldspieler saß dann aber im Bus nach Rostock. Nicht jedoch Lukas Hinterseer, der nach seiner Corona-Infektion etwas träge ist. „Wir müssen gierig sein“, fordert Mann, „und so viel wie möglich mitnehmen.“ Dazu braucht 96 ausgeschlafene und hellwache Spieler, denn jetzt wird ja wieder angegriffen.