01. Januar 2022 / 13:02 Uhr

"Er hat etwas bewegt": Lala-Lob für ehemaligen 96-Mitspieler Thomas Brdaric

"Er hat etwas bewegt": Lala-Lob für ehemaligen 96-Mitspieler Thomas Brdaric

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Thomas Brdaric ist als Trainer erfolgreich in Albanien unterwegs.
Thomas Brdaric ist als Trainer erfolgreich in Albanien unterwegs. © picture alliance/dpa / Archiv
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Thomas Brdaric ist als Trainer von KF Vllaznia erfolgreich in Albanien unterwegs. Vom Ex-96-Mitspieler Altin Lala gibt es viel Lob für den ehemaligen Stürmer: "Er hat wirklich etwas bewegt. Seine offensive Spielweise wird mittlerweile wirklich wertgeschätzt."

Thomas Brdaric sitzt in der albanischen Hauptstadt Tirana und feiert den Erfolg seiner Mannschaft mit Sushi. „Nach einem Sieg schmeckt das Essen umso besser“, sagt er. Am Tag zuvor hat sein Team KF Vllaznia in der Kategoria Superiore gegen KF Skënderbeu Korça mit 2:0 gewonnen.

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Seit 2020 trainiert der 46-Jährige den Erstligisten aus der Stadt Shkodra im Norden Albaniens. Er führte den Traditionsklub in der ersten Saison zum Pokalsieg und auf Platz zwei in der Liga – punktgleich mit KF Teuta Durrës, nur dass der neue Meister am Ende ein besseres Torverhältnis hatte und deshalb ganz oben stand.

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Der achtmalige Nationalspieler lief als Spieler zwischen 1993 und 2008 in der Bundesliga für Stuttgart, Düsseldorf, Leverkusen, Wolfsburg und natürlich 96 auf. Als Trainer arbeitete er schon für Rot-Weiß Erfurt, Tennis Borussia Berlin, TSG Neustrelitz, VfL Wolfsburg II – und den nordmazedonischen Klub Shkendija Tetovo. Das war 2017 sein erstes Abenteuer. Jetzt also Albanien.

Brdaric spürbar unzufrieden mit dem Trainingsplatz

Es gebe viele Unterschiede zwischen dem südosteuropäischen und dem deutschen Fußball, aber dafür habe man in Albanien in einigen Belangen eine bessere Lebensqualität, etwa die 250 Sonnentage im Jahr. „Wenn man nach Albanien kommt, dann merkt man schnell, wie schön das Land ist.“ Die wichtigsten Wörter verstehe er mittlerweile. In der Kabine wird Albanisch, Englisch und Serbokroatisch gesprochen. Wenn es um die Bedingungen auf dem Trainingsplatz seines Klubs geht, wird Brdaric aber etwas sauer. „Wir haben keinen professionellen Platz. Wir trainieren auf einem Wald-und-Wiesen-Platz“, sagt er.

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Altin Lala, sein ehemaliger 96-Kollege und gebürtiger Albaner, kennt das Problem der sportlichen Infrastruktur in seinem Heimatland. „Er hat sich gut an die dortigen Begebenheiten angepasst. Und das ist gar nicht so einfach“, sagt der 46-Jährige. Das Niveau der ersten albanischen Liga sei mit dem der deutschen Regionalliga vergleichbar.

Wenn man Lala nach der Bedeutung von Brdaric im Land und für den Traditionsverein aus Skhodra fragt, dann schwärmt er etwas: „Er hat in Albanien wirklich etwas bewegt. Seine offensive Spielweise wird im Land mittlerweile wirklich wertgeschätzt.“ Und die bisherigen Erfolge habe er mit einem laut Lala „durchschnittlichen Kader“ erreicht.

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Und für diesen Kader werden oft nur minimale Gehälter bezahlt. Brdaric lädt die Spieler, die teilweise noch bei ihren Eltern leben, manchmal zu sich ein, wenn das Geld nicht rechtzeitig auf dem Konto eingetroffen ist. „Die Gehälter kommen häufiger mal nicht. Deshalb muss man die Spieler auch mal zum Essen einladen.“

In dieser Saison will sich Brdaric den Meistertitel schnappen. Aber was ist sein persönliches Ziel? „Natürlich“, antwortet er auf die Frage, ob er gern mal in der Bundesliga oder 2. Bundesliga arbeiten würde: „Ich bin leidenschaftlicher Trainer, das ist meine Berufung und macht mir am meisten Spaß.“

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