07. September 2021 / 07:18 Uhr

"Woche sollte intensiv werden": Die wichtigsten To-dos für 96-Coach Zimmermann

"Woche sollte intensiv werden": Die wichtigsten To-dos für 96-Coach Zimmermann

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ko Jens Jansen und Trainer Jan Zimmermann haben in dieser Woche eine Menge Arbeit vor sich, weiß auch 96-Boss Martin Kind (eingeklinkt).
"Ko" Jens Jansen und Trainer Jan Zimmermann haben in dieser Woche eine Menge Arbeit vor sich, weiß auch 96-Boss Martin Kind (eingeklinkt). © Florian Petrow
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96 ist gegen St. Pauli früh in der Saison schon unter Druck. "Die Situation ist jedem bekannt", sagt Boss Kind. "Diese Woche sollte intensiv werden." Die wichtigsten To-dos von Coach Zimmermann: das Mittelfeld dicht bekommen und Lukas Hinterseer ins Spiel integrieren.

Durchschnaufen konnten Spieler und Trainer noch mal beim langen, freien Wochenende. Aber entspannt die nächste Aufgabe anzugehen, das können sie bei Hannover 96 vergessen. Mit dem Training am späten Montagnachmittag hat die Vorbereitung auf ein Spiel begonnen, bei dem Verlieren verboten ist. Am Samstag gegen St. Pauli sollte 96 punkten. „Die Situation ist jedem bekannt“, sagt 96-Chef Martin Kind. „Diese Woche sollte intensiv werden.“ Der 77-Jährige vermeidet die Forderung, der Sieg sei alternativlos. Aber eigentlich ist es so.

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Den Druck hat sich die Mannschaft selbst gemacht. Das 0:4 in Darmstadt zuletzt passt in die Reihe der schwachen Leistungen beim 0:3 gegen Rostock und dem 0:2 in Dresden. „Die Höhen der Niederlagen sind frus­trierend und alarmierend für uns“, sagt 96-Trainer Jan Zimmermann. Auch der 1:0-Sieg gegen Heidenheim war glücklich. Bis auf die zweite Halbzeit beim 1:1 in Bremen hat 96 noch keine überzeugende Leistung auf den Platz gebracht.

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Auch deshalb hat 96 auf dem Transfermarkt öfter zugeschlagen als geplant. „Der Umbruch ist deutlich größer ausgefallen, als zu Beginn angedacht“, weiß Zimmermann. Nun ist es an ihm, daraus so schnell wie möglich eine funktionierende Einheit zu schaffen. Das ist die To-do-Liste des 96-Trainers:

Das Mittelfeld dicht bekommen: Im Raum vor der Abwehr war 96 anfällig und unterbesetzt. Das defensive Mittelfeld ist die größte Schwachstelle der Mannschaft. Mit Tom Trybull und Gaël Ondoua sind kurz vor Transferschluss zwei Fachkräfte verpflichtet worden. Beide haben Qualität, aber auch einen Nachteil – sie haben lange nicht gespielt.

Ondoua und/oder Trybull - oder doch Frantz?

Ondoua hielt sich bei Lok Moskau fit, spielte bisher nur 45 Minuten beim 3:3 vor einer Woche in Wolfsburg. „Licht und Schatten“ sah da der 96-Coach beim 25-Jährigen. Trybull hat noch keine Minute für 96 gekickt, war bis vor sechs Tagen noch in Corona-Quarantäne nach der Einreise aus England. Das sind alles andere als optimale Voraussetzungen.

Zimmermann muss entscheiden: Wirft er Ondoua und/oder Trybull ins kalte Wasser – oder versucht er es noch mal mit Mike Frantz als Abräumer wie gegen Heidenheim?


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Zugänge: Lukas Hinterseer (für 150.000 Euro, kommt von Ulsan Hyundai) ©

Ducksch vergessen machen: Der nach Bremen verkaufte Marvin Ducksch lieferte die meisten Tore. Als Ersatz wurde kurzfristig Lukas Hinterseer aus Südkorea eingeflogen. Der Stürmer muss funktionieren, ansonsten wird 96 große Probleme bekommen. Chancen herausspielen und Tore erzielen war ja selbst mit Ducksch nicht die 96-Kernkompetenz. Hinterseer sollte die Ducksch-Quote (um die 15 Saisontore) erreichen – umso mehr, umso besser.

Hinterseer bedienen: Alle Tore für seinen südkoreanischen Klub erzielte der neue Stürmer aus dem Strafraum. Er muss mit Flanken und Vorlagen gefüttert werden. Sein bester Zulieferer könnte Maximilian Beier werden. Die Klasse des Leihspielers aus Hoffenheim wird immer sichtbarer.