05. April 2021 / 08:51 Uhr

"Hätte ich halten müssen": 96-Torhüter Michael Esser sucht beim 0:1 keine Ausflüchte

"Hätte ich halten müssen": 96-Torhüter Michael Esser sucht beim 0:1 keine Ausflüchte

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Michael Esser ist geschlagen, der HSV ist soeben mit 1:0 in Führung gegangen.
Michael Esser ist geschlagen, der HSV ist soeben mit 1:0 in Führung gegangen. © picture alliance/dpa
Anzeige

Da gibt es keine zwei Meinungen: "Den hätte ich halten müssen", sagte 96-Torhüter Michael Esser mit Blick auf das erste Tor von HSV-Dreierpacker Aaron Hunt beim 3:3. Coach Kocak wusste auch, dass "der haltbar war", fragte sich aber vielmehr, warum der Hamburger so frei zum Abschluss kam.

Anzeige

Für Hannover 96 im Allgemeinen und Michael Esser im Speziellen ließ sich das Heimspiel gegen den HSV äußerst bescheiden an. Bei der ersten, nicht einmal sonderlich schwierigen Prüfung war der Schlussmann der Roten bereits geschlagen. Aaron Hunt hatte von der Strafraumgrenze abgezogen, ein strammer Schuss, das ja, aber das Spielgerät flog zentral auf Esser zu. Trotzdem ließ der es passieren, 0:1 (14.).

Anzeige

"Das war ein Schuss, wo ich dran bin. Der Ball springt mir unter die Hand, da sehe ich nicht gut aus", schilderte der 33-Jährige die Situation aus seiner Sicht. "Den hätte ich halten müssen", resümierte er, ohne mögliche Ausflüchte zu nennen. Bei den weiteren Treffern von Hunt war er machtlos, Glück hatte Esser, dass Bobby Wood offenbar kein Interesse an Toren hatte.

Mehr über #H96HSV

Auch 96-Trainer Kenan Kocak redete gar nicht erst um den heißen Brei herum: "Der erste Ball war haltbar, aber 'Bruno' Esser hat schon wertvolle Punkte für uns geholt." Den Coach der Roten beschäftigte nach dem 3:3 aber vielmehr die Frage, "warum Hunt so frei zum Schuss kommt". Nicht ganz unberechtigt, dass ein gegnerischer Spieler am Sechzehner zentral frei abschließen darf, spricht nicht für ein gelungenes Abwehrverhalten.