27. April 2021 / 17:54 Uhr

Wie ein Trainerwechsel auch das 96-Torhüter-Puzzle durcheinanderwirbeln würde

Wie ein Trainerwechsel auch das 96-Torhüter-Puzzle durcheinanderwirbeln würde

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bei Hannover 96 kommt Bewegung in die Puzzleteile.
Bei Hannover 96 kommt Bewegung in die Puzzleteile. © IMAGO / Jochen Tack / Cathrin Mueller / Getty Images / Petrow / SPORTBUZZER
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Michael Esser – oder Rückkehrer Ron-Robert Zieler? Wenn Hannover 96 mit einem anderen Trainer als Kenan Kocak in die neue Saison startet, ist alles andere als klar, welcher Torhüter sich die größten Chancen auf die Nummer eins ausrechnen dürfte.

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Der bevorstehende Abgang von Trainer Kenan Kocak kann auch das Torwartpuzzle für den Sommer mal wieder durcheinanderwirbeln: 96 hat mehrere Keeper mit Anspruch, ein neuer Coach könnte den Kampf um die „Eins“ erneut eröffnen. Die Neuauflage eines hausgemachten Problems.

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Unter Slomka kehrte Zieler zurück zu 96

Denn statt nachhaltiger Entscheidungen und Kontinuität gab es viel Hin und Her. Unter Ex-Coach Mirko Slomka kehrte Ron-Robert Zieler (32) zurück, verdrängte Michael Esser nach einer eigentlich guten Saison.

Ein Jahr später drehte Trainernachfolger Kenan Kocak die Entscheidung zurück, lotste Esser von Hoffenheim zurück zu 96 und machte ihn erneut zur Nummer eins. Zieler wurde aussortiert und nach Köln verliehen.



Er sei „ein guter Torwart. Aber wir waren mit seiner Performance nicht einverstanden“, sagte Kocak damals über Zieler. Intern kursierte bei 96 sogar die Rechnung, der Torwart allein habe 14 Punkte gekostet. Wenn Zieler nun zurückkommt, dürfte Kocak weg sein. Das dritte Torwartduell zwischen Esser und Zieler und neue Rechenspiele drohen.

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Nur bei Kocak wäre Esser ganz sicher gesetzt gewesen. Der verlässliche Routinier war schließlich Wunschkandidat des nun wackelnden Trainers, Kocak schwärmte nach der Rückholaktion im Sommer: Auf der Position sei 96 im Ligavergleich „jetzt am stärksten besetzt“. Im Klartext – Esser ist für Kocak der beste Torwart der 2. Liga. Das sorgt für eine große Erwartungshaltung.

Für Esser läuft es nicht nach Plan

Ärgerlich für Esser, dass es für ihn gerade jetzt nicht nach Plan läuft. Es scheint, als lasse das Rumgeeiere um den Trainer auch den erfahrenen Torwart nicht ganz kalt. Das Spiel gegen Sandhausen (2:4) war sein wohl schwächstes überhaupt für 96 mit zwei üblen Patzern: Erst löffelte er sich das 0:1 selbst rein, wehrte vorm 2:3 einen Distanzschuss sträflich in die Mitte ab. Klar, da schliefen auch die Abwehrspieler, aber solche Fehlgriffe kosten Vertrauen.

Im Sommer kehrt Zieler (ebenfalls Vertrag bis 2023) zurück, und der einstige Weltmeister wird sich nicht kampflos auf die Bank setzen wollen. Sofern der Trainer dann ein anderer ist. Werbung für sich konnte er in Köln allerdings nicht machen: Zieler sammelte gerade mal 50 Einsatzminuten (7. Spieltag, 1:1 gegen Bremen).

Und dann sind da noch zwei weitere 96-Keeper mit Ambitionen: Martin Hansen und Leo Weinkauf. In diesem Artikel geht um deren Chancen bei Hannover 96.

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