21. Januar 2019 / 06:52 Uhr

Kandidaten für den Trainer-Posten: Wie geht es jetzt bei 96 weiter?

Kandidaten für den Trainer-Posten: Wie geht es jetzt bei 96 weiter?

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gisdol, Slomka und Stöger sind Favoriten für den 96-Trainerposten.
Gisdol, Slomka und Stöger sind Favoriten für den 96-Trainerposten. © imago/Zink/dpa/Getty
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Die Beurlaubung von Trainer André Breitenreiter bei Hannover 96 scheint beschlossen. Manager Horst Heldt bereitet nach SPORTBUZZER-Infos Gespräche mit Markus Gisdol, Mirko Slomka und Peter Stöger vor.

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André Breitenreiter stand am Sonnabend allein da. Kein Manager und kein 96-Chef sprach ihm das branchenübliche „Vertrauen“ aus nach einem 0:1 gegen Werder, das sich wie ein 0:5 anfühlte. Nur Breitenreiter sprach über Breitenreiter: „Wenn man glaubt, dass jemand besser ist, dann muss man handeln. Ohne Wenn und Aber. Aber das wurde mir nicht im Ansatz so mitgeteilt und wenn, dann muss der Verein das entscheiden. Ist halt so.“

Breitenreiter muss bei 96 wohl gehen

Nun kommt es halt auch so. Breitenreiter muss wohl gehen. Sonntagnachmittag trafen sich 96-Chef Martin Kind, Manager Horst Heldt und Geschäftsführer Björn Bremer im Hotel Kokenhof. Der SPORTBUZZER erfuhr: Nach der Lagebesprechung scheint die Beurlaubung Breitenreiters beschlossen. Die Entscheidung muss allerdings noch 96-Gremien passieren. Dass es passiert, könnte schon Montag offiziell werden.

Am Sonntag trainierte Breitenreiter ab 10.42 Uhr noch die Mannschaft, die Bremen mit einer neuen Sportart stark gemacht hatte: mit Angstball. Werder setzte das 96-Tor mit rekordverdächtigen 23 Torschüssen unter Feuer. Die einzige nennenswerte hannoversche Chance verstolperte Iver Fossum (75.). Die beste Flanke kam vom besten 96-Spieler, Torwart Michael Esser, der in der Schlussphase mit nach vorne gestürmt war. Aber auch mit der Brechstange wurde es nichts mit einem Ausgleichstor. „Das wäre auch nicht verdient gewesen“, gab selbst Breitenreiter zu.

Die Roten in Noten: Die Einzelkritik zum Spiel gegen den SV Werder Bremen

<b>Michael Esser:</b> Unter Dauerbeschuss, Monsterparade beim Rashica-Schlenzer, am Tor schuldlos. Verhindert erneut gegen Rashica und Bargfrede das 0:2. Bester 96er: der Torwart. Bei der letzten Ecke wirft er sich rein, gibt sogar noch eine Flanke.  Note: 2 Zur Galerie
Michael Esser: Unter Dauerbeschuss, Monsterparade beim Rashica-Schlenzer, am Tor schuldlos. Verhindert erneut gegen Rashica und Bargfrede das 0:2. Bester 96er: der Torwart. Bei der letzten Ecke wirft er sich rein, gibt sogar noch eine Flanke. Note: 2 ©
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Das Bremen-Spiel offenbarte noch einmal alle Schwächen der Hinrunde. 96 war schwach in Zweikämpfen, spielt ängstlich Verstecken in Ballbesitz. Alle Maßnahmen, die drei Wochen Vorbereitung mit dem Früh-Start schon am 28. Dezember – für die Katz. Breitenreiter hatte gewarnt und wollte neue Spieler. Auch dadurch wurde es immer schwieriger, die gespaltene Kabine für sich zurückzugewinnen.

Probleme mit der Fitness bei 96?

Außerdem soll es Probleme mit der Fitness gegeben haben. Die Laktatwerte der Spieler sollen nicht durchweg gut gewesen sein. Ein Element, auf das Breitenreiter immer viel Wert gelegt hatte. Abgesehen davon war am Sonnabend deutlich zu sehen, dass der Bremen-Plan – mit geordnetem Spielaufbau nach vorne zu kommen – völlig in die Hose ging. Breitenreiter trägt nicht für alles Verantwortung, was schlecht läuft. Hannover hat den Wiederaufstiegs-Trainer zu Recht und oft gefeiert. Aber für den aktuellen Zustand der Mannschaft macht die sportliche Führung, Kind und Manager Heldt, nun offenbar doch den Trainer verantwortlich.

Aber wer tut sich den Vorletzten Hannover 96 vor dem Spiel beim designierten Meister Dortmund jetzt an?

Die Kandidaten im Überblick:

Die Favoriten für den 96-Trainerposten im Kurzportrait

<b>Peter Stöger (52):</b> Auch zum früheren Kölner Rekordtrainer Stöger soll Heldt schon Kontakt gehabt haben. Stöger legte sich allerdings nicht fest. Der frühere Nationalspieler Österreichs arbeitete erfolgreich mit Jörg Schmadtke in Köln. Er stieg auf und führte den FC nach Europa. In seinem fünften Jahr holte Stöger mit der Mannschaft bis zum 14. Spieltag nur drei Punkte und wurde entlassen. Eine Woche später übernahm er Borussia Dortmund und blieb in seinen ersten zehn Bundesligaspielen mit Dortmund ungeschlagen – 20 Punkte in zehn Spielen würden 96 jetzt auch guttun. Zur Galerie
Peter Stöger (52): Auch zum früheren Kölner Rekordtrainer Stöger soll Heldt schon Kontakt gehabt haben. Stöger legte sich allerdings nicht fest. Der frühere Nationalspieler Österreichs arbeitete erfolgreich mit Jörg Schmadtke in Köln. Er stieg auf und führte den FC nach Europa. In seinem fünften Jahr holte Stöger mit der Mannschaft bis zum 14. Spieltag nur drei Punkte und wurde entlassen. Eine Woche später übernahm er Borussia Dortmund und blieb in seinen ersten zehn Bundesligaspielen mit Dortmund ungeschlagen – 20 Punkte in zehn Spielen würden 96 jetzt auch guttun. ©
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Am 28. Januar 2019 stellte Manager Horst Heldt den neuen Cheftrainer von Hannover 96 vor: Thomas Doll.  Zur Galerie
Am 28. Januar 2019 stellte Manager Horst Heldt den neuen Cheftrainer von Hannover 96 vor: Thomas Doll.  © imago/
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